Arbeitslos und Urlaub?

vom 21.01.2006, 11:26 Uhr

Meinst du ein Bauarbeiter, der täglich 10 Stunden auf irgendwelchen Baustellen verbringt, hat keine Schmerzen? Also manchmal bin ich echt total geschockt über eure Weltansichten. Als wäre jeder Arbeitslose nur deshalb arbeitslos, weil er krank ist. So ein Quatsch. Und WENN er das WÄRE, dann könnte er ja zur Kur fahren, wenn er die nämlich wirklich bräuchte, dann würde ja wohl seine Krankenkasse auch etwas dazu beisteuern, zumindest kenne ich das so von Leuten, die ernsthaft krank sind und Erholung brauchen.

» Sippschaft » Beiträge: 7579 » Talkpoints: 1,58 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



schischi hat geschrieben:Wenn jemand das wirklich braucht dann auch Arbeitslose, ich denke viele Krankheiten brauchen einfach mal Sonne, da sollte sie das machen könne, wenn sie dafür sparen ist doch alles gut die verzichten bestimmt auch auf vieles, ich mein ohne Arbeit ist es nicht leicht.

Dafür gibt es Kuren und die werden von der Kasse bezahlt, dafür braucht es keine extra Urlaubsfinanzierung. Ah Sippschaft war etwas schneller als ich beim Abschicken. :wink:.

» KrashKidd » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »

Zuletzt geändert von Mod am 26.03.2017, 17:28, insgesamt 1-mal geändert. Zeige Beitragsversionen

Krashkidd, ob hohe Managergehälter (ich gehe nicht davon aus, dass jeder Manager einen Haufen Kohle bekommt, sondern ich spreche jetzt einfach mal von denen, die Unsummen an Gehältern und Abfindungen bekommen) nun ungerecht sind, oder nicht, ist wohl Ansichtssache. Die Meinung, dass sie ungerecht sind, als dumm zu bezeichnen, finde ich schon sehr anmaßend :)

» rolleyes » Beiträge: 453 » Talkpoints: 2,18 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Naja, sie sind ja nicht weniger ungerecht als es z.B. ungerecht wäre, wenn ein Lehrer viel Geld dafür bekommt ,und für ein Leben lang einen sicheren Arbeitsplatz hat, dass er 6 Stunden pro Tag vor einer Klasse sitzt und seit 30 Jahren den selben eintönigen Mist erzählt ohne jede Art von Motivation.

Kann man das etwa pauschalisieren? Nö, es gibt sicher auch Lehrer, die ihren Verdient und ihren 'Status' wert sind. Genauso ist das auch bei Managern, von denen die meisten einfach unheimlich viel arbeiten und eine unheimliche Verantwortung tragen, für die sie - nur zu einem sehr geringen Teil - überhaupt überdurchschnittlich bezahlt werden.

» Sippschaft » Beiträge: 7579 » Talkpoints: 1,58 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Bitte beim Thema bleiben!

» Midgaardslang » Beiträge: 4262 » Talkpoints: 4,82 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Bei einer durch Krankheit bestehenden Arbeitslosigkeit ist es fast immer so, dass man eine Umschulung beantragen kann und diese dann auch genehmigt bekommt. Allerdings muss man da auch einige Bedingungen erfüllen.

So ganz verstehe ich aber noch nicht, warum man als Arbeitslose/r nicht ein paar Tage wegfahren kann/ darf. Jeder muss mal aus seiner Umgebung raus und mal etwas anderes sehen. Dass sich das ein Normalverdiener nicht immer leisten kann, ist eine andere Sache, die ich auch sehr traurig finde. Aber in diesem konkreten Fall weiß man doch nichts darüber, wie lang und wohin, als auch wovon derjenige wegfahren wollte. Es kann immer noch sein, dass er die Reise geschenkt bekommen hat.

Unverständlich ist es für mich übrigens, wenn jemand ALG2 (und nicht ALG1) bezieht, sich eben eine Flugreise leisten kann. Da kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass er sich so viel abknapsen kann, dass er eine Reise bezahlen kann. Zumal im Urlaubsort (ich gehe einfach mal von Urlaub aus, der nicht bei Bekannten/ Freunden stattfindet) man ja meistens auch noch Ausgaben hat. Dafür ist das ALG2 auch nicht gedacht, sondern eben zur nötigsten Bestreitung des Lebensunterhaltes. Ich würde da als ehemalige Betroffene auch aufhorchen und denke mir einfach, dass da etwas nicht stimmen kann.

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» *steph* » Beiträge: 18518 » Talkpoints: 47,69 » Auszeichnung für 18000 Beiträge


Natürlich hast auch du als Arbeitsloser einen Anspruch auf Urlaub. Du bist allerdings verpflichtet, diesen beim Arbeitsamt einzureichen bzw. den geplanten Urlaub deiner Arge mitzuteilen.

» paterchen » Beiträge: 422 » Talkpoints: -1,58 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Das ist schon klar, aber das Arbeitsamt und die ARGE bezahlen nicht den Urlaub. Denn darum ging es hier in diesem Thread, ob man als ALG I oder ALG II Empfänger einen Urlaub bezahlt bekommt ...

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» Sorae » Beiträge: 19472 » Talkpoints: 9,68 » Auszeichnung für 19000 Beiträge


Ich weiß ja nicht, wie die Regelung in Deutschland ist, aber in Österreich ist man berechtig, innerhalb von einem Jahr 3 Monate auf Urlaub zu fahren. Dabei macht es keinen Unterschied, wohin und für lange man wohin fährt, wüsste auch nicht, was das mit dem Arbeitslosengeld zu tun hat. Es besteht doch genauso die Möglichkeit, dass man alte Ersparnisse aufbraucht, oder gar der Urlaub vom arbeitenden Partner finanziert wird? Vielleicht fährt man auf "Urlaub" zu den Eltern, sodass der Urlaub nicht viel kostet? Ich weiß nicht, aber irgendwie blicke ich da in den deutschen Regelungen absolut gar nicht mehr durch und finde, dass der Sinn dahinter irgendwie fehlt, ist aber nur meine Meinung.

Desweiteren bleibt es jedem wohl selbst überlassen, wie sparsam man lebt und ob man spart oder nicht. Somit kann es genauso möglich sein, dass sich eine Familie, wo beide Partner arbeiten, im Monat nichts sparen können, im Gegensatz zu einer Familie, die vom Staat lebt und wirklich auf extremen Sparkurs aus ist. Allerdings wird im Thread immer darauf wert gelegt, dass man explizit erwähnt, dass Arbeitslose im Grunde genommen nur Schnorrer sind und nicht auf Urlaub fahren dürfen. Da darf ich wiedermal Subbotnik zitieren und euch bitten, mal mit Gehirn nachzudenken und dann zu schreiben. Es gibt solche und solche, einige Asoziale wollen nicht arbeiten, bekommen Jobmöglichkeiten, die sie nicht annehmen, andere wiederum wollen arbeiten und bekommen keine Stelle, aber so ist eben der Arbeitsmarkt geregelt.

Wieso beurteilt man die staatliche Hilfe aufgrund von den Ersparnissen? Jeder hat wohl eine andere Lebensweise, andere sparen mehr, einige wiederum lassen es sich, so gut es eben geht, gut gehen. Wir sind nicht im 20. Jahrhundert, wo es heißt, Auto = Luxus, Wohnung = Reichtum.

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» Näugelchen » Beiträge: 1353 » Talkpoints: -11,75 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Näugelchen hat geschrieben:Wieso beurteilt man die staatliche Hilfe aufgrund von den Ersparnissen? Jeder hat wohl eine andere Lebensweise, andere sparen mehr, einige wiederum lassen es sich, so gut es eben geht, gut gehen.

Hier in Deutschland gibt es einmal das Arbeitslosengeld 1 und das Arbeitslosengeld 2. Wenn man eben arbeitslos geworden ist, wird erst einmal das Arbeitslosengeld anhand vom letzten Verdienst bzw. vom Verdienst der letzten 12 Monate oder mehr berechnet. Da muss man auch keine Nachweise über Vermögen vorlegen.

Anders ist es, wenn man Arbeitslosengeld 2 beantragt. Da gibt es einen Regelsatz, der anhand von mehreren Faktoren berechnet wird. Hat man hierbei zu viel Erspartes, ist man darauf angewiesen, davon zu leben. ALG 2 bekommt man, wenn das Arbeitslosengeld 1 ausgelaufen ist. Das kann nicht verlängert werden. Beantwortet das so weit Deine Frage? :)

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» *steph* » Beiträge: 18518 » Talkpoints: 47,69 » Auszeichnung für 18000 Beiträge


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