Taschengeld für Kinder und Jugendliche

vom 14.12.2006, 15:19 Uhr

Also ich bin mittlerweile 17 Jahre. Ja das mit Taschengeld ist so eine Sache. Ich bekomme pro Monat 25€ von meiner Oma und das gleich nochmal von meinem Opa das mir allerdings nur indirekt zur Verfügung steht.Von meinen Eltern gar nix. Mal eben 2€ für Essen in der Schule oder eben wenn ich dringend neue Kleidung brauch, ansonsten muss ich sie mir selber kaufen.

Im Moment merke ich ziemlich, dass es sehr knapp wird. Ich gehe mittlerweile öfter abends weg, ist ja auch normal, aber das geht auch verdammt ins Geld. Und auch so fallen immer wieder Sachen an, wie Geburtstagsgeschenke oder Zugfahrten. Wenn ich mir allerdings Freunde an schau, dann hab ich noch Glück. Manche bekommen nur 15€ pro Monat oder gar nichts. Dafür gehen sie dann eben nach der Schule arbeiten. ich würde das nicht schaffen, auch wenn das Geld knapp ist.

» Mia » Beiträge: 75 » Talkpoints: 0,46 »



Ich bin 20, gehe noch zur Schule und bekomme deshalb noch Taschengeld. 100 Euro im Monat. Viel, aber davon muss ich mir auch das meiste finanzieren. Kleidung, Kosmetik, Essen in der Schule, Kino, Zeitschriften. Gezahlt bekomme ich lediglich meine Monatsmarke für die öffentlichen Verkehrsmittel und hier und da bringt meine Mama mir eben mal einen Kosmetikartikel mit.

Arbeiten geht momentan schlecht, da ich dreimal die Woche bis 16:45 Uhr Schule hab und ich dieses Jahr Fachabitur mach. Würde ich noch zweimal die Woche arbeiten, würde wohl die Schule drunter leiden. Dazu muss man aber auch sagen, dass ich ziemlich gut in der Schule bin und ich deshalb wohl auch "soviel" bekomme.

Hier und da bekam ich auch ab und zu mal ein Scheinchen von meinem Vater zugesteckt, weil meine Eltern gertrennt sind. Allerdings habe ich seit einigen Monaten Streit mit ihm und muss darauf also auch verzichten.

Ich komme aber super mit meinem Geld aus, weil ich nicht so oft weggehe und mir davon lieber mein Hobby, die Fotografie, finanziere. Außerdem gebe ich auch Geburtstags und Weihnachtsgeld, was zugegebenermaßen auch immer üppig ausfällt, da meine Großeltern getrennt sind, nicht sofort aus, sondern zahle es auf mein Konto ein, damit ich mir eben die alltäglichen Kleinigkeiten leisten kann.

» rolleyes » Beiträge: 453 » Talkpoints: 2,18 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Ich weiß noch, dass ich damals eine Freundin bewundert habe, die mit 12 jede Woche 5 Mark bekommen hat. Das war für mich damals sehr viel und für meine anderen Freunde auch. Ich selbst habe glaube ich nur 10 Mark im Monat bekommen, musste davon aber nix bezahlen, also wirklich nur meinen eigenen Luxus, also Süßigkeiten, Zeitschriften etc. Darum hat mir das Geld auch völlig gereicht. Zumindest in dem Alter.

Und Oma hat ja auch ab und zu was beigesteuert, ich glaube für jede 1 in der Schule eine Mark. Meine Cousine ist jetzt gerade 12 und bekommt kein Taschengeld. Das kann ich persönlich absolut nicht verstehen, weil sie so den Wert des Geldes nicht schätzen lernt. Sie bekommt immer das, was sie gerade haben will und so wird sie bestimmt nicht mit Geld umgehen lernen.

Benutzeravatar

» Grooovegirl » Beiträge: 3423 » Talkpoints: 13,08 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Das Taschengeld bzw die Höhe des Taschengeldes hängt doch aber auch wirklich davon ab, was man letztendlich damit finanzieren muss .Ich zum Beispiel hab von meinen Eltern bis zum 17. Geburtstag immer nur 20 Mark pro Monat (!!!) bekommen, also fast NICHTS. Das war alles. Aber dazu muss ich auch sagen, dass meine Eltern mir eben Kleidung finanziert haben, wenn ich etwas haben wollte oder brauchte und die 20 Mark waren eben wirklich nur für Extras gedacht wie Kino oder naja. So was halt.

Mit 17 habe ich dann aber sowieso eine Ausbildung angefangen und eigenes Geld widmet und das Problem am Anfang war, dass ich wirklich nicht so gut mit (viel) Geld umgehen konnte. Plötzlich hatte ich pro Monat dann 400 Euro zur Verfügung, ich wusste gar nicht, was ich damit anfangen sollte und hab es für allen möglichen Mist aus dem Fenster geworfen.

Ich hätte mir schon gewünscht, dass meine Eltern mir etwas mehr Geld zur Verfügung gestellt hätten, zumal sie wirklich genügend davon hatten. Sie haben mir eigentlich so früh die Chance genommen, zu lernen, mit Geld umzugehen, weil ich ja sowieso nur 20 Mark im Monat hatte und das hat eh nie gereicht, also hab ich immer alles ausgegeben. Hätten sie mir mal 50 oder 100 Mark gegeben, hätte ich gelernt, auch mal einzuteilen. So war mir am 1. klar: Das Geld reicht eh nicht. Ob ich also am 1. oder am 5. keines mehr habe, spielt keine Rolle.

Es war einfach eine unrealistische Höhe, das stört mich im Nachhinein.

» Sippschaft » Beiträge: 7579 » Talkpoints: 1,58 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Ich habe damals mit 14 angefangen, neben der Schule arbeiten zu gehen und habe mir so 150 Mark im Monat dazu verdient. Das war damals für mich so viel, ich konnte quasi mit Geld um mich werfen. Denn ich musste mir ja auch nur meinen eigenen Luxus finanzieren und da konnte ich dann echt gut von leben im Monat und habe immer meine Freunde bedauert, die in der zweiten Monatshälfte nicht mehr mit ins Kino konnten, na ja aber ich habe es mir ja wie gesagt auch selbst erarbeitet.

Benutzeravatar

» Grooovegirl » Beiträge: 3423 » Talkpoints: 13,08 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


Ich war vierzehn Jahre lang "Vollzeitschülerin" (13 Jahre bis zum Abitur plus ein Jahr höhere Handelsschule für Abiturienten) und die meiste Zeit habe ich gar kein Taschengeld bekommen. Zwischendurch gab es aber auch mal ein paar Monate, in denen ich Taschengeld bekommen habe, aber die meiste Zeit bekam ich eben keins.

Gerade so ab einem Alter von zwölf Jahren hat es mich etwas gestört, dass ich kein Taschengeld bekommen habe und meine Freundin sich häufiger mal Zeitschriften, Süßigkeiten usw. leisten konnten, ich aber eher weniger. Wie gesagt, Taschengeld habe ich meistens nicht bekommen, aber ich habe mir das Geld, was ich zum Geburtstag und zu Weihnachten bekommen habe, fast immer beiseite gelegt oder eben aufs Konto und damit kam ich auch einige Wochen bzw. sogar Monate mit aus.

Außerdem habe ich seitdem ich etwa zwölf Jahre alt war für die Mutter einer Freundin, die ein Kosmetikstudio besaß, regelmäßig Werbeblättchen verteilt und dann fünf bis sieben Pfennig pro Blättchen von ihr bekommen. So habe ich dann doch noch etwas Geld verdient. Ebenfalls bin ich jedes Jahr zum Kinderflohmarkt gegangen und habe dort meine alten Spielsachen verkauft und meistens auch 20 oder 30 DM eingenommen.Als ich in der dreizehnten Klasse war und danach das Jahr auf der höheren Handelsschule, habe ich regelmäßig Nachhilfe gegeben und dadurch einiges Verdient.

Seit Oktober mache ich nun eine Ausbildung und seitdem hat sich das ja eh mit dem Taschengeld erledigt, auch wenn ich schon die Jahre zuvor kein Taschengeld bekam.

Wenn ich selber Mutter wäre, würde ich das schon anders machen und meinen Kindern zumindest etwas Taschengeld geben. Ich meine, ich konnte mir in meiner Kindheit und Jugend zwar auch manchmal etwas leisten, aber ich habe nie richtig den Umgang mit Geld gelernt.

Ich glaube, bei mir ist nicht das Problem, dass ich zuviel Geld ausgeben würde und zur Hälfte des Monats dann kein Geld mehr da wäre, sondern dass ich einfach kein Geld ausgeben kann. Gut, ich kann mir schon mal ne Tafel Schokolade kaufen oder so, aber wenn ich mir mal etwas teureres leiste, habe ich nachher immer ein schlechtes Gewissen.

» Mareikel » Beiträge: 1738 » Talkpoints: 6,97 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Ich habe während meiner Kindheit und Jugendzeit auch kein Taschengeld bekommen, was ein großer Fehler war. Denn ich finde, dass man dann auch besser lernt, mit seinem Geld haushalten. Als das erste Geld verdient war, war ich dafür leider recht leichtsinnig. Doch die Schuld dafür möchte ich nun nicht auf meine Eltern schieben, schließlich habe ich und nicht sie das Geld ausgegeben.

Allerdings war es auch nicht so, dass ich gar kein Geld bekam. Hin und wieder, wenn ich gefragt habe und erklären konnte, wofür ich Geld brauche, habe ich es bekommen. Von meinem Opa habe ich auch hin und wieder etwas zugesteckt bekommen. Während meiner schulischen Ausbildung habe ich nebenher gejobbt, um mir mal hin und wieder etwas leisten zu können. Mit dem Geld bin ich auch super ausgekommen. So habe ich nicht allzu viel für Blödsinn ausgegeben.

Wenn Kinder/ Jugendliche von ihrem Taschengeld Schulmaterialien kaufen müssen, finde ich das auch etwas merkwürdig. Ein Klassenkamerad bekam damals 100 DM (!) und musste dafür zumindest zum Teil seine Kleidung mitfinanzieren. Damit käme man in dem Alter heute wohl kaum zurande. Hier mal das Handy aufladen, da mal eine Hose kaufen, dann ist das Geld auch schon weg. Sofern nicht grundlegendes wie Kleidung oder Schulmaterialien gekauft werden müssen, reichen für 12 bis 15jährige meiner Meinung nach etwa 20 Euro, ab 16 dann 30 Euro.

Es kommt allerdings darauf an, wie gut die Eltern verdienen. Jemand, der leider von Hartz IV sein Leben bestreiten muss, wird seinem Kind wohl kaum so etwas wie Taschengeld bieten können. Von Freunden habe ich damals gehört, dass sie bei gewissen Haushaltpflichten ihr Taschengeld zumindest aufstocken konnten. Es ist dann ähnlich einem Gehalt, aber wie wir wissen, kann Geld durchaus eine Motivation sein.

Hägar, sollte das Thema bei Dir und Deinem Sohn überhaupt noch aktuell sein, würde ich mal die Freunde bzw. die Eltern der Freunde fragen, wieviel Taschengeld sie bekommen. Das kann man ja dann dementsprechend angleichen.

Benutzeravatar

» *steph* » Beiträge: 18518 » Talkpoints: 47,69 » Auszeichnung für 18000 Beiträge



Also meiner Meinung nach sollte Kindern ab einem bestimmten Alter auf jeden Fall Taschengeld gegeben werden, damit sie den Umgang mit Geld erlernen können. Aber um ihnen bewusst zu machen, was die Eltern dafür tun müssen, sollte das Taschengeld auch mit einigen Aufgaben verbunden werden. Das die Eltern das Geld auch verdienen müssen, sollte ihnen immer klar gemacht werden, damit sie den Wert zu schätzen wissen.

» Melissa » Beiträge: 11 » Talkpoints: 4,45 »


Also eine Meinung eines Jugendlichen: Es gibt Richtlinien die man bestimmt irgendwo im Internet findet.

Ich bekomme, im Alter von 16 Jahren, 15€ Taschengeld. Ich arbeite aber bei meinem Vater in einer Schreinerei und bekomme pro Stunde 8€. Am Ende jedes Monats habe ich dann meistens so 100€ zusammen. Ich finde das irgendwie toller weil ich das Gefühl habe meinen Eltern so nicht das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ich tue was dafür.

Benutzeravatar

» [oO] » Beiträge: 132 » Talkpoints: 0,08 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Also ich bin 18 und bekomme 20 Euro die Woche, genauso wie mein Bruder. Ich brauche das Geld meistens nur fürs Wochenende, weshalb ich das Geld auch immer Freitags kriege um es fürs Feierngehen oder sonst was auszugeben. In der Woche habe ich gar keine Zeit viel zu unternehmen, wegen der Schule und dem ganzen Lernen!

Naja, manchmal ist das Geld schon ein bisschen knapp für ein Wochenende, aber eigentlich brauche ich das nur um Eintritt zu bezahlen, 2 Drinks oder halt ins Kino zu gehen oder was anderes damit zu machen. Sonst brauche ich das Geld für nichts, da ich immer was von meinen Eltern kriege wenn ich was brauche. Das heisst Klamotten und auch so in der Woche zum weggehen (Kino) und alles andere halt.

» PureDiamond » Beiträge: 378 » Talkpoints: 1,82 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Zurück zu Familie & Kinder

Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

^