geschminkte Männer
Geschminkte Männer kenne ich nur aus dem Fernsehen oder irgendwelchen Zeitschriften. Selbst gesehen habe ich noch keinen geschminkten Mann oder aber er war so gut geschminkt, dass mir das gar nicht aufgefallen ist.
In meiner Gegend fände ich das vermutlich recht seltsam, wenn mir ein Mann mit Make-up über de Weg laufen würde, denn ich wohne in einer sehr ländlichen Gegend, wo die Männerwelt doch eher „markant“ ist, also eben typisch männlich. Das heißt nicht, dass man hier nicht auf sich und sein eigenes Erscheinungsbild achtet, aber es geht eben doch mehr um Natürlichkeit, so kann man das vermutlich ganz gut beschreiben.
Ob ich das nun so richtig seltsam finden würde, wenn mir ein Mann über den Weg liefe, der in irgendeiner Form geschminkt ist, kann ich nicht mal sagen. Ich finde zwar, dass Männer nicht unbedingt geschminkt sein müssen, aber wer sagt eigentlich, dass Schminke nur etwas für Frauen ist? Es gibt ja auch durchaus Kulturen, bei denen es üblich ist, dass auch Männer sich anmalen, wieso sollte das also nicht auch hierzulande mal legitim sein?
Ich fände es beispielsweise durchaus völlig in Ordnung, wenn so mancher Mann einen Abdeckstift verwenden würde. Frauen können Hautunreinheiten ja glücklicherweise kaschieren, aber Männer „dürfen“ das nicht, weil sie sich nicht schminken dürfen? Das wäre ja relativ unfair. Wenn ein Mann seine Augen betonen will, darf er sich wegen mir auch gern die Wimpern färben, das zähle ich nämlich auch zur Schminke dazu. Und das fände ich auch überhaupt nicht übertrieben, sondern durchaus in Ordnung.
Um auf deine Frage zu antworten: Mittlerweile gibt es sogar schon ganze Make-Up-Produktreihen (z.B. von Nivea) mit Kajal, Lippenstift und allem darum und dran nur für Männer. Finde ich persönlich auch nicht schlimm wieso auch? In der Werbebranche ist es Gang und Gebe, dass die männlichen Models, die auf Parfumplakaten zu sehen sind oder in H&M Klamotten posieren geschminkt werden. Denn auch Männer sind nicht perfekt und wollen es aber vielleicht gern sein. Und das ist nur fair.
Denn eine junge Frau mit unreiner Haut, zückt morgens einfach Ihren Abdeckstift und lässt jeden Makel verschwinden, während der arme Kerl in der gleichen Situation mit einen leuchtend roten Furunkeln durch die Gegend laufen und sich verstecken muss nur weil er als Homosexueller abgetan werden könnte weil er Make-Up benutzt?
Oder wenn die Dame mit schmalen Lippen mit ihrem Lippenstift trickst, ihre kleinen Augen durch Lidschatten vergrößert, und ihr viel zu rundes Gesicht mit Rouge schmaler macht - was darf dann der Herr tun, wenn er unzufrieden mit sich ist? Nichts. Fitnessstudio und Haare färben (aber selbst das unter Vorbehalt). Ich bin nicht der Meinung das Männer wie Drag-Queens aussehen sollten. Aber solange das Schminken eine Frauendomäne bleibt und die Männer es einfach nur dezent (und das ist das Stichwort) nutzen vollkommen in Ordnung. Und (was auch in der Modebranche sehr gern gemacht wird) wenn bei manchen Männern die Augen durch leichten braunen oder grauen Schatten noch etwas betont und verrucht werden finde ich das sogar echt sexy.
Ich wohne auf einem kleinen Dorf und da ist es noch nicht so weit vorgedrungen, das hier die Männer auch mal geschminkt herum laufen. Obwohl wenn ich mir einige so anschaue, dann könnten sie schon mal das eine oder andere Make up vertragen, um besser auszusehen.
Ich würde es aber auch nicht verurteilen, wenn sich Männer auch etwas schminken würden, klar muss es dann dezent sein, aber es steht ja auch nirgendwo geschrieben, das Schminke nur für Frauen bestimmt ist, oder? Außerdem geht der Trend zum meterosexuellen Mann doch immer mehr in Mode und ich finde es auch oki.
Ich finde es unnatürlich und lehne es deshalb ab. Bei Menschen mit einem auffallenden Hautleiden habe ich allerdings vollstes Verständnis dafür. In der heutigen Zeit machen wir eine riesige und fast unmerkliche Wandlung durch. Wir werden tagtäglich von den Medien in einer Art und Weise geprägt, die man ´´Gender-Mainstreaming´´ at its best nennen könnte. Das ´´Problem´´ liegt sehr tief verwurzelt und beeinflusst uns psychologisch wirksam und schleichend. Über die heutige Männerrolle gibt es einiges an Fachliteratur. Ich muss hier etwas ausholen und Tieferliegendes zuerst erläutern, da es sich hier um fest verwurzelte Mechanismen handelt, die bei uns beeinflusst werden, die seit jeher die Evolution des Menschen mitbestimmen.
Die Grenzen zwischen den Geschlechtern verwischen immer mehr. Machos (ich rede jetzt nicht von den frauenverachtenden Sprücheklopfern, die nach dem Motto leben: Frauen hinter den Herd), die wirklich männlich sind und all ihre männlichen Eigenschaften akzeptieren, werden von politisch korrekten und teils auch feministisch geprägten Medien, verteufelt. Es wird kommuniziert, dass es nicht mehr zeitgemäß sei, wenn der Mann arbeiten geht und die Frau den Haushalt schmeißt. Es wird akzeptiert, wenn Frauen in der Beziehung die ´´Hosen anhaben´´, sogar als toll und neumodisch empfunden. Wenn ein Mann jedoch dominant aber trotzdem respektvoll ist, das möchte ich betonen, und das zieht Frauen seit Beginn der Evolution und Selektion an, zwecks Weitergabe der besten Gene an den Nachwuchs, und die Frau zu ihm aufschauen kann und ihre Weiblichkeit akzeptiert und nicht feministisch-krankhaft verbohrt ist, wird dieses als rückwärtsgewandt und nicht passend empfunden. Ich erinnere nur an das Männermanifest der Grünen. Dort wird uns erzählt, Frauen seien die besseren ´´Alles´´. Dass Männer und Frauen jedoch unterschiedliche Eigenschaften und Fähigkeiten besitzen, wird verschwiegen. Es wird uns klargemacht, dass es ok sei, wenn Männer auch mal weiblich seien. Und mit dem sogenannten Gender-Mainstreaming hat es schon einige extreme und menschenverachtende Experimente gegeben. Dazu kommen weitere Artikel in großen Deutsche Zeitschriften, die das ganze unterstützen. Dort bekommen wir kommuniziert, dass Frauen die besseren Menschen allgemein seien und männliche Männer ausgedient haben. Mit dieser Illusion, die scheinbar alle betrifft, wird der ´´Gruppenzwang-Mechanismus´´ in uns aktiviert: ´´Alle machen es, also warum nicht auch ich? Ich will doch dazugehören.´´, sagen wir uns dann.
Mir ist klar, dass ich etwas vereinfacht ausgedrückt habe, was gerade in unserer Gesellschaft passiert, aber es trifft den Nagel auf den Kopf, wie man so schön sagt. Dieses Programm, das uns tagtäglich vorgespult wird, führt dazu, dass sich männliche Heranwachsende immer verunsicherter fühlen und gar keine männlichen Vorbilder mehr haben, an denen sie sich orientieren können. Das wäre eigentlich gesund und natürlich. Und deswegen trifft man meist die beiden Extreme an: Den verunsicherten Unisextypen, und den widerlichen Arschlochtypen, der ´´Schnalle nach Schnalle knallt´´ (fälschlicherweise als Macho bezeichnet).
Es gibt natürlich auch vereinzelt Männer aus der sogenannten Pick-Up Szene (Verführungsszene), die sich hin und wieder schminken, um so mehr aufzufallen. Sie setzen sich damit einem gesteigerten sozialen Druck aus. Diese beiden Faktoren, Auffallen und ´´Aushalten´´ des Drucks, sorgen dafür, dass einige Frauen sie unbewusst als attraktiver empfinden, da sie tun, was ihnen beliebt und selbstbewusst aus der Masse herausstechen. Die Widersprüchlichkeit spielt auch eine Rolle.
Und die Männer, die Arm-in-Arm mit Frauen spazieren, würde ich zur Gruppe der Pick-Ups zählen, das sie sich zwar schminken, aber trotzdem ihre Männlichkeit nicht verloren haben und respektvoll und in Akzeptanz ihres Geschlechts mit Frauen umgehen, so, wie diese es schätzen. Oder die Frauen haben es mittlerweile als männlich akzeptiert.
Des Weiteren akzeptieren viele Frauen auch das neue Männerbild erst mal, wie man auch hier in den Antworten lesen kann. Und was sollte dann dagegen sprechen, wenn ein männlicher Jugendlicher oder junger Mann sich schminkt? Er glaubt doch, es sei normal. Wie gesagt, ich lehne es ab, aber wer es machen will, den hindere ich nicht daran. Das macht eine pluralistische Gesellschaft ja aus. Doch die Geschminkten sollten sich nicht wundern, wenn ich nichts mit ihnen zu tun haben will. Denn ehrlich gesagt: Es nervt mich und übermittelt mir einen unsympathischen ersten Eindruck.
Also gesehen habe ich das auch noch nicht und wenn, dann würde ich das ganz sicher nicht so schön finden. Ein Mann sollte auch ein Mann bleiben, ich finde auch Schmuck an einem Mann nicht schön. Mann mit dickem Goldkettchen, Ohrring oder Goldarmband finde ich selber unschön und eher abstoßend. Das ist natürlich alles Geschmackssache und meine Meinung. Anderen Frauen gefällt das ja vielleicht besser als mir. Schminke finde ich demzufolge noch schlimmer, vor allem mit Kajal , Lippenstift und Make up.
Ich selbst habe glücklicherweise noch keinen geschminkten Mann gesehen. Generell ist es eher schwer vorstellbar für mich, dass ein Mann sich schminkt, der ansonsten ganz normal gekleidet ist und sogar seine Freundin neben sich hat. Immerhin würde man geschminkte Männer ja eher mit Homosexualität verbinden.
Mir gefällt der Gedanke überhaupt nicht, dass Männer sich schminken. Für mich wirkt das einfach unmännlich und sogar ein wenig lächerlich. Dabei würde ich vielleicht noch ein Auge zudrücken, wenn ein Mann Unreinheiten im Gesicht mit einem Abdeckstift verdecken würde. Mascara und Kajal gehen nun aber überhaupt nicht. Das fände ich überhaupt nicht schön und ich müsste wohl lachen, wenn ich so einen Mann sehen würde.
Als ich meine Ausbildung gemacht habe, hatte ich einen Chef, der sich stets geschminkt hat und auch immer Nagellack trug. Bei ihm fand ich das nicht schön, aber er war auch jenseits der 70 und wirkte immer sehr bemüht, jung und attraktiv zu wirken. Aber es gibt Männer, bei denen mir ein dezentes Make-Up ganz gut gefällt, meistens auch deutlich besser als bei Frauen. Ich mag unter anderem weiche Männer. Andere Leute würden sie vielleicht als Tunten bezeichnen. Ich finde das toll. Wenn dann jemand ein bisschen geschminkt ist, kann das gut aussehen. Außerdem gefallen mir häufiger Anhänger der Gothic-Szene. In diesem Rahmen finde ich ein auffälliges Make-Up ohnehin oft schön, auch bei Frauen.
Ich benutze ab und zu Wimperntusche, weil dadurch die Wimpern besser zur Geltung kommen. Einen Kajal habe ich mal ausprobiert, aber irgendwie gelingt mir das nicht so richtig. Daher bleibt es dann meistens bei Wimperntusche.
Ich finde es leicht homo wenn sich Männer schminken. Bin zwar sonst nicht so ein Typ der Vorurteile vertritt aber so was geht für mich einfach überhaupt nicht, genauso wenig laufen Männer ja in Frauenkleider rum, es sei denn sie sind, na ihr wisst schon. Gothic oder Emo ist da was anders, wobei ich so was nichts abgewinnen kann. Wenn jemand so rum rennen will soll er es machen, ist dann ja nicht mein Problem.
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