Hält ein "Opferteller" Schnecken vom Gemüsebeet ab?

vom 23.05.2026, 12:13 Uhr

Wenn man im Netz durch Gartenmagazin stöbert bekommt man ja so einige Tipps geboten. Dabei bin ich nun auch auf den Tipp gestoßen im Garten einen sogenannten "Opferteller" für die Schnecken aufzustellen, um diese davon abzuhalten sich an den Salaten und anderem Gemüse aus dem Gemüsebeet zu bedienen.

Das Prinzip dieses "Opfertellers" nutzt wohl die Bequemlichkeit der Tiere aus. Schnecken scheinen ziemlich faul zu sein und geben sich wohl gerne mit einer leicht erreichbaren Alternative zufrieden. Man benötigt lediglich einen flachen Teller oder eine ähnliche Unterlage sowie Gemüse, das bei Schnecken besonders beliebt ist, wie zum Beispiel Salat, Gurken, Tomaten, Karottenstücke.

Das Gemüse schneidet man klein und legt es in sicherem Abstand zu den gefährdeten Pflanzen auf die Erde. Das soll schon reichen um die Schnecken vom Beet abzulenken. Damit das Ablenkungsmanöver dauerhaft funktioniert, ist es allerdings wohl notwendig den Teller täglich frisch zu bestücken, da Schnecken vertrocknetes oder schimmeliges Gemüse links liegen lassen. Außerdem soll es ein Geheimtrick sein, dem Gemüse aufgeweichte Haferflocken hinzuzugeben.

Der Opferteller soll dabei nicht nur als Ablenkungsmanöver für das Beet funktionieren, sondern auch als schonende "Lebendfalle". Man kann quasi die Schnecken dann auch einfach einsammeln und an einen Ort bringen an dem sie sich nicht mehr am eigenen Gemüsebeet austoben können, z.B. im Stadtpark oder in der freien Natur.

Habt ihr schon einmal ausprobiert so einen "Opferteller" als Ablenkungsmanöver für die Schnecken in den Garten zu stellen? Funktioniert der Teller wirklich als Lockmittel? Locken solche Teller dann nicht noch zusätzliche Schnecken aus Nachbargärten an? Welche Gemüsesorten funktionieren besonders gut dabei als Lockstoff? Habt ihr neben Haferflocken noch andere Geheimtipps für den ultimativen Schnecken-Snack? Was macht ihr mit den Schnecken, wenn sie erst mal alle auf dem Teller sitzen, sammelt ihr sie ab oder lasst ihr sie einfach dort täglich fressen?

» EngelmitHerz » Beiträge: 4096 » Talkpoints: 30,66 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



Entweder haben Schnecken doch höhere kognitive Fähigkeiten als ich bisher dachte, oder Gartenbesitzer zu viel Zeit zum Rumspielen und für die Wildtierfütterung. Sprich, ich kann mir nicht vorstellen, dass Schnecken geistig umreißen, dass der "Opferteller" zum gefälligen Verzehr gedacht ist, der Rest des Beetes aber dafür bitte in Ruhe gelassen werden soll.

Auf diese Art lockt man die Tierchen doch nur an, gerade wenn besonders leckere, eigens vorbereitete Snacks auf sie warten. Und sie dann liebevoll noch in der freien Natur auszusetzen, während die nächsten Weichtier-Versammlung schon auf den Nachschub wartet, führt meines Erachtens nur dazu, dass Schnecken mehr von der Welt sehen, als ihnen sonst aufgrund ihrer langsamen Fortbewegungsmethode möglich ist.

Entweder man killt die Viecher erbarmungslos, was ich aus Tier- und Umweltschutzgründen selbstverständlich nicht gutheiße, oder man teilt notgedrungen. Alles andere ist Zeitverschwendung.

» Gerbera » Beiträge: 11350 » Talkpoints: 56,94 » Auszeichnung für 11000 Beiträge


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