Gibt es rezeptfreie Mittel, die Prüfungsangst lindern?
schnatterliese hat geschrieben:Aber sobald mir Irgendetwas sehr wichtig ist, setze ich mich selbst sehr unter Druck und will alles perfekt machen. Und an dem Anspruch kann man nur scheitern. Und so gerät man dann schnell in eine Spirale aus Angst rein, die einen total hemmt.
Sich selbst unter Druck setzen ist natürlich kontraproduktiv. Da braucht es schon auch die nötige Lockerheit wie man an diese Dinge herangehen kann. Wenn man etwas gut machen will, dagegen spricht nichts. Perfektionismus ist aber oftmals hinderlich. Erst recht wenn das extreme Formen annimmt. Da muss man sich dann halt auch mal sagen, das letzte Prozent ist mit so viel Aufwand verbunden, das lohnt sich nicht mehr wirklich. Und genau daran darf man dann nicht verzweifeln sondern man sollte das realistisch betrachten.
Das stimmt, man sollte versuchen sich in solchen Situationen damit zufriedenzugeben, dass man es so gut wie möglich vorbereitet und absolviert. Und nicht verbissen versuchen es absolut perfekt machen zu wollen, weil man an dem Anspruch nur scheitern kann. Es ist aber die eine Sache sowas her als Konzept zu verstehen. Und eine andere Sache das auch so zu verinnerlichen, dass es als Glaubenssatz Teil vom eigenen Selbstverständnis wird.
Ich versuche das. Aber ich muss so ehrlich sein, dass mir das noch nicht komplett gelungen ist. Aber man kann auch schlecht in ein paar Tagen oder Wochen etwas in sich ändern, was über Jahrzehnte Teil von einem selbst war. Man ist ja kein Computer, dem man einfach mal schnell ein neues Betriebssystem aufspielen kann. Dass man sich aber nicht nur auf rezeptfreie Mittel wie Passedan, mit denen man die Prüfungsangst lindern kann, verlassen sollte, sondern auch versuchen sollte anderweitige Strategien zu erproben, das sehe ich auch so. Bei mir funktioniert gerade beides in Kombination recht gut.
Seit einiger Zeit mache ich regelmäßig Übungen zur gezielten Entspannung und setze dich jetzt, wo es sich schon etwas gefestigt hat, auch in stressigen Situationen schon ein. Ich denke, das wird sich auch in Prüfungssituationen anwenden lassen. So, dass es einem hilft dass man die Anspannung etwas von sich abfallen lassen kann, wenn man merkt, dass die innere Unruhe zunehmend zu viel wird.
In ein paar Tagen nicht, in ein paar Wochen sollte man das aber schon schaffen. Also da sollte man dann schon sehen/spüren ob man auf einem richtigen Weg ist. Wenn du gleich mehrere Sachen machst, dann umso mehr.
Wenn es dir dann besser gehen sollte, mach die Übungen etc. noch weiter und versuche das zu deiner Routine zu machen. Bringt wenig wenn du es jetzt in den Griff bekommst und du dann im Sommer wieder dieselben Probleme hast weil du alles schleifen hast lassen. Wenn du da konstant etwas machst, wirst du im Sommer vor der Prüfungsphase nicht mehr so viel auf einmal machen müssen.
Dafür wirst du dann über den Frühling nicht so intensiv daran arbeiten müssen, da kannst du dann ruhig auch mal die Intensität etwas herunterschrauben. Aber eben, nicht alles sofort einstellen wenn es dir besser geht oder die Prüfungsphase jetzt vorüber ist. Drücke dir jedenfalls die Daumen. ![]()
Sehe ich auch so, nach ein paar Wochen sollte man Verbesserungen bemerken und, wenn man keine sieht, was anderes probieren. Und gegebenenfalls das Thema dann doch mal beim Arzt ansprechen. Ich fühle aber, dass es für mich derzeit stimmig ist und ich auf eine guten Weg zu mehr innerer Ruhe bin. Danke euch für den hilfreichen Austausch!
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