Was ist euch wichtiger, Spaß am Job oder guter Verdienst?

vom 25.03.2020, 20:05 Uhr

Bekanntlich liegt alles Gute ja nie beieinander. Und oftmals ist es auch schwierig einen Job zu finden der einem Spaß macht und wo man sich über die Bezahlung nicht beschweren kann. Aber was ist euch tatsächlich wichtiger? Einen Job zu haben in dem man komplett aufgeht oder einen Job zu haben in dem man sich über die monatliche Zahlung freut?

Ich persönlich gehe lieber mit etwas weniger nach Hause aber mache meine Arbeit gerne. Da man sehr viel Zeit auf Arbeit verbringt, finde ich es wichtig zu mögen was man tut.

» timbo007 » Beiträge: 760 » Talkpoints: 1,38 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Es ist wahrscheinlich unrealistisch zu erwarten, dass man seinen Job jeden Tag liebt und immer Spaß daran hat, aber wenn der Spaß komplett fehlt und man sich jeden Tag aus dem Bett quälen muss und der Tag schon schlecht anfängt wenn man weiß, dass man arbeiten muss, ist das auf Dauer auch nicht das Wahre. Die Lebenszeit, die man dadurch verliert kann man sich nicht zurück kaufen, egal wie viel man im verhassten Job verdient.

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» Cloudy24 » Beiträge: 24567 » Talkpoints: 78,72 » Auszeichnung für 24000 Beiträge


Idealerweise braucht man da wohl eine möglichst gute Balance zwischen beiden Faktoren. Ein total furchtbarer Job lässt sich auf die Dauer nicht durchhalten, auch wenn man sich damit finanziell ein gutes Leben leisten kann, denn irgendwann nehmen die psychischen oder physischen Belastungen so überhand, dass die Lebensfreude trotzdem verdorben ist. Umgekehrt wird man wohl auch nicht wirklich zufrieden werden, wenn der Job einen zwar total ausfüllt, aber man kann davon kaum die Miete und das Essen bezahlen. Wäre letzteres möglich, dann hätte ich schon längst zu einer anderen Aufgabe umgesattelt (z.B. im Bereich Theater, Fotografie oder dergleichen).

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» lascar » Beiträge: 2129 » Talkpoints: 438,03 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Wie schon erwähnt, ist es langfristig weder besonders gut für die Gesundheit, seinen Job zu hassen, auch wenn man die dicke Kohle einsteckt noch an der Armutsgrenze entlangzukrebsen, weil man unbedingt seiner Leidenschaft für Specksteinschnitzerei in Vollzeit nachgehen möchte.

Ich frage mich zudem immer wieder mal, wieso es anscheinend nicht reicht, den Broterwerb nicht aktiv zu hassen. Die Prämisse ist doch, dass man seine Arbeitskraft gegen Geld zur Verfügung stellt. Wenn "Spaß am Job" so wichtig wäre, warum erwartet man dann überhaupt noch Geld für die Tätigkeit? Und wieso scheinen so viele zu glauben, dass man sein Hobby unbedingt zum Beruf machen muss? Weil man dann "nur noch Spaß hat"? Ich finde es generell irgendwie kindisch, Beschäftigungen aller Art nach ihrem Spaßfaktor zu bewerten. So ist das Leben nicht gebaut und war es auch noch nie.

Ich bin also daher mit meinem Job, den ich definitiv nicht hasse, mehr als zufrieden. Und mit dem "guten Verdienst" ist es ja auch so eine Sache. Ich würde ehrlich gesagt sogar davon ausgehen, dass die Mehrheit der "ganz normalen" Arbeitnehmer sogar einen Job machen muss, der weder Spaß macht noch gut bezahlt ist, einfach um zu überleben.

» Gerbera » Beiträge: 8738 » Talkpoints: 3,31 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



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