Vor der Ehe austoben - oder muss es nicht sein?

vom 07.11.2008, 14:38 Uhr

Angeregt durch ein Thema mit unseren Freunden würde ich gern mal wissen wie es bei euch so ist. Habt ihr euch ausgetobt bevor ihr in die Ehe gegangen seit? Bzw. glaubt ihr daran, das eine Liebe mit dem ersten Freund ewig halten kann?

Ich selber habe mich mehr als genug ausgetobt, und weiß was ich will. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, das ich meine Jugendliebe hätte heiraten wollen, und bis ans Lebensende treu und zufrieden sein wollte.

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» Softeis » Beiträge: 2594 » Talkpoints: 5,61 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Ich finde es wichtig, dass man sich "ausgetobt" hat. Vor allem auch Erfahrung gesammelt hat, was die sexuelle Ebene angeht. Irgendwann wird man sonst feststellen, dass man irgendwie keine Möglichkeiten gefunden hat festzustellen, ob dass, was man hat auch "besser" geht. Ich finde es wichtig, dass man weiß, dass es auch noch was anderes gibt als den Mann, den man geheiratet hat. Dass es auch noch Dinge im Leben gibt, die man noch nicht ausprobiert hat.

Eine Bekannte hat mir mal einen schönen Satz gesagt "Im Alter wirst du nie das bedauern, was du gemacht hast, sondern nur dass, was du versäumt hast zu machen". Und da bin ich auch fest von überzeugt.

Wenn man immer mit dem gleichen Mann zusammen ist und nie irgendwelche Möglichkeiten gehabt hat auch nur annähernd herauszufinden, ob dass, was man hat auch das ist, was man sich immer gewünscht hat, dann wird man nicht glücklich werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass irgendwann jeder aus dieser ersten und letzten Beziehung ausbrechen wird um Erlebnisse zu sammeln.

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» Diamante » Beiträge: 40625 » Talkpoints: 137,72 » Auszeichnung für 40000 Beiträge


Ich habe mich vor der Ehe versucht auszutoben. Es war aber ehrlich gesagt nicht so mein Ding. Ich hatte vor meiner Ehe zwei Partner mit denen ich fest zusammen war nie länger als drei Monate und einen One night stand.

Den hatte ich vier Tage bevor ich meinen Mann kennen gelernt hatte. Mich hat das nicht beflügelt und fand das irgendwie doch, mit jemandem zu schlafen den ich nicht Liebe. Zwei Partner vorher war es mit Liebe verbunden und auch schön. So direkt austoben würde ich die Sache nicht nennen, also gehe ich auch davon aus das dies kein austoben war.

Klar wenn man so andere Freunde in dem gleichen Alter sieht, die sich bis heute noch austoben, möchte man vielleicht auch noch mal gerne, aber bei mir siegt dann die Vernunft das ich mit meiner Familie so glücklich bin wie es ist. Bis jetzt habe ich auch nie den Drang verspürt, mit einem anderen Mann Sex zu haben und da ich ja für mich weiß das one night stands nichts für mich sind müsste sich erst was entwickeln. Das habe ich bis heute nicht nötig.

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» dauschi » Beiträge: 1249 » Talkpoints: 5,56 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Bei Frauen hält sich das "austoben" ja meist in Grenzen. Ich glaube, es ist von Vorteil, wenn man nicht seinen ersten Mann heiratet. Dann kann man gewissermaßen Vergleiche ziehen. Nicht im Sinne von "das war an dem besser, das an dem", sondern einfach, dass man weiß, dass es noch schlimmer geht. :D In meinem Bekanntenkreis sind einige noch mit ihrem ersten Freund zusammen und ich habe auch schon mal gehört, dass so manche sich nicht wirklich sicher ist, ob "da draußen" noch was besseres wartet oder das schon der Mann fürs Leben ist.

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» Studia » Beiträge: 1185 » Talkpoints: 2,69 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Ich glaube das kommt auf den Typ Mensch an. Ich habe eine Freundin die sich seit ihrer Jugend ausgetobt hat, mittlerweile aber monogam in einer Beziehung lebt, schon seit langem.

Zwei meiner Freundinnen haben ihren ersten Freund geheiratet, und sind bis jetzt noch sehr sehr glücklich. Blöd gesagt war das aber auch irgendwie typisch für die zwei, es waren die über die wir immer gesagt haben das sie als erstes heiraten und Kinder bekommen. Zudem sind beide streng katholisch erzogen, wobei die eine wiederum sagt: Wenn die Beziehung nicht mehr klappt, dann komme für sie auch eine Scheidung in Frage. Aber ich glaube das wird nicht passieren.

Eine entfernte Bekannte ist auch mit ihrem ersten Freund verheiratet und meinte ihr würde auch nichts fehlen. Sie fragt sich garnicht wie es mit anderen sein könnte, gewesen wäre oder ähnliches.

Ich bin wohl eher durchschnittlich, richtig ausgetobt würde ich 3 Freunde nicht nennen, aber den ersten geheiratet hab ich auch nicht (ok bin eh noch nicht verheiratet ;))

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» aries24 » Beiträge: 1748 » Talkpoints: 9,84 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Ich selber habe mich nicht ausgetobt und bereue es bis jetzt in keinster Weise. So mit 14/15 hatte ich einige "Freunde", aber mehr als ein bischen knutschen und fummeln war da noch nicht drin :wink:

Mit 16 habe ich dann meinen jetzigen Mann kennengelernt. Wir sind nun schon seit 15 Jahren zusammen, davon 4 verheiratet. Ich habe mit ihm bis jetzt noch nichts vermisst und insofern bereue ich eben auch nicht, dass ich mich vorher nicht ausgetobt habe.

» darkblue » Beiträge: 154 » Talkpoints: 0,08 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Ich frage mich schon etwas, wie man behaupten kann, man habe mit 14/15 seine wilde Phase gehabt. Wenn ich so darüber nachdenke, dass war ich da noch ein halbes Kind und hatte keine Ahnung von dem, was ich mache. Und mit 16 dann schon ausgetobt? Das klingt sehr supekt, wirklich.

Ich selbst habe mich ausgelebt, allerdings in einem normalen Alter und mit 20 dürfte ich dann etwa fertig gewesen sein. Seit ich 21 bin, lebe ich auch schon nur noch in festen Partnerschaften und hatte seither nicht einmal mehr Sex außerhalb einer Beziehung. Für mich ist das OK und war auch nötig, sonst würde mir heute bestimmt etwas fehlen.

» Sippschaft » Beiträge: 7579 » Talkpoints: 1,58 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Sippschaft hat geschrieben:Ich frage mich schon etwas, wie man behaupten kann, man habe mit 14/15 seine wilde Phase gehabt. Wenn ich so darüber nachdenke, dass war ich da noch ein halbes Kind und hatte keine Ahnung von dem, was ich mache. Und mit 16 dann schon ausgetobt? Das klingt sehr supekt, wirklich.

Also falls du dich damit auf darkblue beziehst - was ich mal denke, das ist die einzige mit solchen Altersangaben, dann weiß ich nicht, worauf du hinaus willst. Sie sagt ja eben, dass sie KEINE wilde Phase gehabt hat.

Dem kann ich mich übrigens nur anschließen - ich habe mich auch nicht ausgetobt. Wobei ich sagen muss, dass ich finde, dass zwischen noch mit dem ersten Freund zusammen sein und sich austoben auch Welten liegen.

Ich hatte vor meinem jetzigen Partner 2 Beziehungen. Die erste davon begann, als ich 16 war, davor habe ich zwar schon meinen ersten Kuss gehabt, aber mehr auch nicht. Meine erste Beziehung ging dann 3 Jahre, die nächste nur ein dreiviertel Jahr. Ich war aber in beiden Beziehungen treu und daher würde ich das nicht als austoben definieren.

Eine Bekannte von mir war nach ihrem ersten Freund etwa 1 Jahr solo und hatte in dieser Zeit etliche One-Night-Stands und ähnliches - das verstehe ich dann schon eher unter austoben. Oder jemand, der so 10 oder mehr Kurzzeitbeziehungen hatte, könnte für mich auch dazu zählen. Das ist beides bei mir aber nicht der Fall.

Ich finde, es kommt immer sehr auf den Typ drauf an, was das richtige ist. Ich bin zum Beispiel einfach nicht der Mensch dafür, von einem Partner zum nächsten zu hüpfen. Andere wiederum brauchen dies sogar, schon alleine um herauszufinden, was für sie das richtige ist. Das finde ich auch grundsätzlich nicht verkehrt. Aber ich finde genauso, dass man nicht auf Teufel komm raus sich ausprobieren muss, obwohl man glücklich ist. Ich kenne Leute, die hatten auch Angst, etwas zu verpassen und haben deshalb ihre erste Beziehung beendet. Wirklich glücklich waren einige davon aber hinterher nicht.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es richtig ist, eine Beziehung zu beenden, obwohl man den Partner noch liebt, nur weil es eben der erste ist und man meint, das geht doch nicht, man muss doch sehen, ob man das wirklich will. Klar kann es sein, man entdeckt dann, dass etwas anderes wirklich noch viel schöner für einen ist. Es ist aber auch genauso gut möglich, dass man merkt, dass man NICHTS anderes will. Nur dann ist es zu spät!

Meine Meinung ist also im Fazit: Wenn eine Beziehung nicht mehr funktioniert oder einen etwas wirklich extrem stört, dann sollte man nicht aus Angst oder was auch immer an seiner Beziehung festhalten sondern loslassen. Man ist dann einfach viel zu jung, um sich an etwas zu binden, das offenbar nicht das richtige zu sein scheint. Wenn aber alles okay ist, man glücklich ist und nichts vermisst, dann sollte man alles so belassen wie es ist. Dann ist ein Austoben scheinbar nicht nötig.

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» Wunky » Beiträge: 490 » Talkpoints: 0,43 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Ich denke, dass es besser ist, wenn man zuerst einige Erfahrungen gesammelt hat, bevor man sich entschließt mit Jemandem den Rest seines Lebens zu verbringen. So kommt wahrscheinlich weniger der Gedanke auf etwas verpasst zu haben, sei es nun auf sexueller Ebene oder sonstwie.

Trotzdem denke ich, dass es auch funktionieren kann, wenn man gleich den ersten Partner heiratet. Bis zur Hochzeit vergehen ja in der Regel schon einige Jahre, so dass man sich schon Gedanken machen kann, ob es funktioniert oder nicht. Eine Garantie für eine funktionierende Ehe gibt es ja sowieso nicht.

Ich habe mittlerweile meinen zweiten Freund und könnte mir schon vorstellen ihn zu heiraten oder ohne Trauschein mit ihm für immer zusammen zu bleiben. Ob es tatsächlich länger hält wird sich zeigen, 1 3/4 Jahre Partnerschaft sind ja auch noch nicht die Welt. Ich würde mir es eben wünschen, aber der Wunsch ist wohl bei jeder Partnerschaft vorhanden. Ich zumindest würde mit Niemandem zusammen bleiben, bei dem ich weiß, dass es eh nicht halten wird.

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» Fainne » Beiträge: 637 » Talkpoints: 0,47 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Ich fand es nicht notwendig, mich vor meiner Ehe auszutoben, darin habe ich nicht wirklich einen Sinn gesehen. Alles, was ich ausprobieren will, kann ich auch mit meinem Partner ausprobieren, wozu sollte ich dazu verschiedene Partner haben?

Die Meinung einiger meiner Vorschreiber, dass das eine typenunterschiedliche Sache ist, kann ich unterschreiben. Ich denke auch, dass es von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist, wieviele Partner er braucht und wieviel er entdecken muss, bis er sich fest an einen Menschen binden kann. Mein Fall war es nie, viele Menschen so nah an mich heranzulassen, dass ich mich gleich mit ihnen austoben muss.

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» moin! » Beiträge: 7223 » Talkpoints: 24,80 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


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