Erfahrungen rund um das Thema Weisheitszähne

vom 14.02.2008, 12:32 Uhr

Mir wurde vor ca einem Monat ein Zahn gezogen. Ich habe drei Stück. (Eigentlich hat man doch vier oder?). Der Arzt hat für den einen Zahn schon eine dreiviertelstunde gebraucht. Er musste ihn ein paar mal zersägen um in dann in Einzelteilen herauszuholen. Das war nicht sehr angenehm, dass kann ich euch sagen. Auch die Zeit dannach ist nicht gerade schon: Man hat dieses eklige Tamponade in der Wunde das total widerlich schmeckt. Der ganze Mund ist betäubt und man kann nich richtig essen.

Ich hatte das Glück und konnte noch auf der einen Seite kauen, weil mir ja erst einer gezogen wurde. Aber wenn man alle auf einmal gezogen bekommt muss das mal richtig scheiße sein. Nach 2 Wochen kamen dann auch die Fäden raus. Ich hatte dann für ein paar Tage immer mal ziemlich starken Mundgeruch. Das hat sicher aber wieder gelegt. Ich weiß nicht ob sich da was entzündet hat oder was da war. Auf jeden Fall ist jetzt alles in Ordnung (nach 3 Wochen) und mir werden in 1.5 Wochen die anderen zwei gezogen. Mal gucken wie das abgeht.

» zgts50 » Beiträge: 29 » Talkpoints: 0,10 »



Ich habe alle vier Weisheitszähne draußen seit letztem Jahr.

Bei mir war es so, dass ich Anfang des Jahres Probleme hatte, weil der eine Zahn bereits am Durchbrechen war und auch entzündet. Nach dem Zahnarztbesuch und einer Röntgenaufnahme stand fest, dass alle vier raus müssen. Habe dann in Absprache mit meinem Zahnarzt die Vollnarkose gewählt, weil es einfach die Lage der Zähne war in Verbindung mit der Nervlage. Das war alles sehr kompliziert und mein Arzt hat auch über 2 Stunden operiert. Nicht ein Zahn wurde am Stück herausgenommen, sondern musste zertrümmert werden. :? Seitdem habe ich aber im Kinn noch eine kleine Stelle, die ohne Gefühl ist, und es das wird auch nicht mehr werden. Aber darauf hat mich mein Arzt hingewiesen und auch mit örtlicher Betäubung wäre es nicht anders gewesen.

Ich würde mich immer wieder für eine Vollnarkose entscheiden. Ich hatte anschließend keine "Hamsterbacken", dafür war die Schwellung zum Hals runter gewandert. Auch Verfärbungen hatte ich keine. Dafür brauchte ich eine Menge Schmerztabletten und war gut 2 Wochen krank geschrieben. Mein Zahnarzt hat das damals ambulant im Krankenhaus gemacht. Dort hat er Belegbetten und es war wirklich eine tolle Sache. Morgens um 7Uhr dahin, um halb 9 in den OP und um halb 4 wurde ich entlassen.

Man sollte aber mit seinem Zahnarzt abklären, ob eine Vollnarkose nötig ist bzw ob man sie über Kasse abrechnen kann, denn wenn man sie selbst zahlen muß, ist man mal eben 300 Euro los. Bei mir konnte es abgerechnet werden, weil es eben so oder so darauf hinausgelaufen wäre.

Ach ja, wir haben alle vier gleich rausgemacht, weil mein Kiefer einfach zu klein ist, für alle Zähne. Ich bekam bereits im Kindesalter zwei Zähne gezogen, damit die anderen Zähne Platz haben zum Wachsen. Und ich bin wirklich zufrieden mit der Entscheidung, gleich alle auf einmal rausgemacht zu haben. Aber wie bereits erwähnt, das ist wirklich Personenabhängig und sollte alles mit dem behandelnden Arzt geklärt werden.

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» P-P » Beiträge: 3246 » Talkpoints: 1,58 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


Bei mir ist es so, dass ich mittlerweile zwei Weisheitszähne heraus operieren lassen habe und zwar auf der rechten Seite des Kiefers. Die auf der linken Seite sind noch drin, aber sie sollen in den nächsten Wochen auch heraus operiert werden, obwohl sie mir bisher noch keine Probleme gemacht haben.

Eigentlich hatte ich auch geplant, die Weisheitszähne drin zu lassen, weil ich eben auch davon gelesen habe, dass ein einzelner Zahn niemals in der Lage ist, eine ganze Reihe aus Zähnen zu verschieben, weil er dazu einfach nicht die Kraft hat und das alles nur ein Märchen ist. Das Problem war dann aber, dass sich der Weisheitszahn, der als erstes durchgebrochen ist, sich entzündet hat und das war so ziemlich die schmerzhafteste Angelegenheit, die ich beim Zahnarzt jemals erlebt habe und ich war als Kind sehr oft beim Zahnarzt. Das Problem ist, dass bei Entzündungen die Betäubungsspritze keine Wirkung zeigt und man alles spürt, wenn der Zahnarzt die Entzündung dann entfernt. Aber solange die Entzündung nicht weg ist, kann man eben wiederum auch nicht den Zahn ziehen, also musste sie erst einmal weg. Bei der Gelegenheit, den unteren Weisheitszahn zu ziehen, bekam ich dann auch gleich noch den oberen heraus.

Das Problem ist auch, dass die Weisheitszähne zu unterschiedlichen Zeiten durchbrechen. Bei meinem Weisheitszahn unten war es dann so, dass er keinen „Gegen-Zahn“ hatte, an den er immer wieder gestoßen ist. Das Zahnfleisch war dann schneller und hat sich einfach wieder über den Weisheitszahn gelegt, sodass dieser nicht weiter durchbrechen konnte und eben auch noch Schmerzen verursacht hat. Alles eine sehr unschöne Sache, deswegen bin ich mittlerweile ein Befürworter der Entfernung der Weisheitszähne. Die Operation ist, wenn die Zähne normal liegen, auch ziemlich unkompliziert, selbst wenn sie noch nicht ausgebrochen sind und die Schmerzen halten sich nach der OP auch in Grenzen. Zumindest nach meinen Erfahrungen.

» *sophie » Beiträge: 3506 » Talkpoints: 1,38 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



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