Tiere sterben lassen statt einschläfern?
Das ist ein schwieriges Thema. Ich hatte die Situation ja im vergangenen Jahr. Anfang November fing es an, dass meine Katze apathisch wirkte und nur noch wenig gefressen hat. Sie war zu dem Zeitpunkt auch blind und hatte kaum noch Zähne. Demzufolge hat sie sich auch nicht mehr geputzt, was mir aber da noch nicht aufgefallen ist, erst später. Die Blindheit schob ich auf ihr Alter, aber das stellte sich dann auch als fataler Irrtum heraus.
Ich musste mich mit dem Gedanken anfreunden, dass ich mich bald von ihr verabschieden müssen würde. Aber das will man natürlich nicht und so habe ich sie jeden Tag genau beobachtet. Sie fraß nur wenig und zog sich auch mehr zurück. Sie schlief auch nicht mehr, wie sonst, in meinem Bett. Stattdessen lag sie oft in der unteren Höhle ihrer Kratzzone oder auch mal auf der Couch.
Drei Wochen später bin ich dann doch mit ihr zum Tierarzt gefahren, um eine Blutuntersuchung machen zu lassen. Die Diagnose war niederschmetternd: Niereninsuffizienz im fortgeschrittenen Stadium. Dazu noch eine Blutarmut. Ich kaufte noch Medikamente und ein Mittel, dass sie zum Fressen anregen sollte, aber da war es schon zu spät, denn zu dem Zeitpunkt hatte sie die Nahrungsaufnahme komplett eingestellt und ich wusste, dass der Zeitpunkt jetzt gekommen war, sie erlösen zu lassen.
Einen Tag später bat ich den Tierarzt, zu mir zu kommen, weil es mein Wunsch war, dass sie zu Hause einschläft. Er kam dann abends und schläferte sie ein. Ich wusste ja, dass sie leidet und sie hatte auch schon komisch geatmet, so dass ich die Befürchtung hatte, dass sie die Nacht nicht mehr überleben würde. Und das wollte ich ihr und auch mir nicht zumuten, denn wenn dieses Worst-Case-Szenario eingetreten wäre, ich hätte morgens nicht zur Arbeit fahren können.
Der Tierarzt sagte mir auch, dass es in den seltensten Fällen passiert, dass die Tiere alleine sterben. Und ich wollte nicht warten, bis diese Situation eintritt. Somit habe ich ihr weiteres Leiden erspart, denn Katzen sind bekanntlich Meister darin, ihre Leiden zu verbergen. Oft merkt man erst, dass etwas nicht stimmt, wenn es schon zu spät ist, leider. Ich würde also nicht mein Tier sterben lassen, sondern es erlösen, wenn ich merke, dass es ihm schlecht geht und es keine Hoffnung oder Heilung mehr gibt.
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