Geld oder Interesse bei Berufswahl wichtig?

vom 12.02.2018, 21:10 Uhr

Sollte man bei der Berufswahl eher auf das Geld achten? Oder doch eher, dass was einem Interessiert? Hier ist das Problem, mich Interessieren Berufe mit Tieren sehr, nur die sind oft nicht gerade toll bezahlt. Und von Freude am Beruf alleine kann man ja nicht leben. Gibt es Berufe mit Tieren die einigermaßen gut, oder durchschnittlich bezahlt ist? Was ist euch Persönlich wichtig? Habt ihr euer Beruf wegen dem Geld gewählt?

» Stellar111 » Beiträge: 40 » Talkpoints: 8,48 »



Geld ist natürlich wichtig, da man davon lebt, aber für mich persönlich wäre es wichtiger, das mir der Job auch Spaß macht. Man muss ja auch einige Jahre in dem Job bleiben und was nutzt es einem, wenn man viel Geld verdient, aber jeden Tag mit schlechter Laune zur Arbeit fährt? Ich würde daher lieber auf ein paar Euro verzichten und habe dafür aber Spaß an meiner Arbeit. Denke, wenn man den Job nur wegen dem Geld macht, dann wird es bis zur Rente eine sehr lange Zeit und denke das werden die wenigsten durchziehen. Man kann sich ja zur Not auch noch einen Nebenjob suchen, falls das Geld wirklich nicht ausreichen sollte.

Benutzeravatar

» EmskoppEL » Beiträge: 3446 » Talkpoints: 23,39 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


Wie gesagt mich interessieren Berufe mit Tieren. Die Frage ist wie schwierig gestaltet sich davon zu leben? Stimmt es, dass Tierberufe oft schlecht bezahlt sind? Pferdewirt ist definitiv zu schlecht bezahlt. Tierpfleger wohl auch. Aber gibt's da auch gutbezahlte, neben Tierarzt?

» Stellar111 » Beiträge: 40 » Talkpoints: 8,48 »



Stellar111 hat geschrieben:Wie gesagt mich interessieren Berufe mit Tieren. Die Frage ist wie schwierig gestaltet sich davon zu leben? Stimmt es, dass tierberufe oft schlecht bezahlt sind?

Ich denke, dass es vielleicht während der Ausbildung nicht so dolle mit der Vergütung aussieht, aber man kann sich da ja auch vorab bei den Handwerkskammern informieren.

Denke aber, das man sich, wie in den meisten Berufen, spezialisieren oder weiterbilden kann und somit dann auch einen höheren Verdienst erzielt. Es liegt ja auch genau daran, was du dir da speziell vorstellst, denn ein Tierarzt verdient natürlich mehr als ein Pferdewirt.

Benutzeravatar

» EmskoppEL » Beiträge: 3446 » Talkpoints: 23,39 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Ich hätte keine Lust auf einen Job der mir zwar eine Menge Geld einbringt, den ich aber auf den Tod nicht ausstehen kann, da verzichte ich lieber auf das Geld und habe einen Job, der mir Spaß macht, auch wenn ich dafür vielleicht auf vieles andere verzichten müsste. Man muss bei der Berufswahl auch immer daran denken, das man die meiste Zeit des Tages auf der Arbeit ist (wenn man das Schlafen mal abzieht). Was bringt mir da eine Tätigkeit an der ich keinen Spaß habe? Das kann auf Dauer nur psychisch krank werden.

Solange man sich von einem Job noch eigenständig finanzieren kann und dazu gehören nicht drei Urlaube im Jahr, oder alle 2-3 Jahre ein neues Auto oder ein neuer Fernseher, ist alles in Ordnung. Es gibt so viele unterschiedliche Tätigkeiten die mit Tieren ausgeübt werden können, vom Angestellten in einer Zoohandlung, im Tierpark selber, bei einem Tierarzt, Tierarzt selber. Sicher wird man von den meist genannten Bereichen nicht reich, aber leben kann man davon durchaus.

Pferdewirt ist definitiv zu schlecht bezahlt. Tierpfleger wohl auch. Aber gibt's da auch gutbezahlte, neben Tierarzt?

Pferdewirt ist nicht zwingend schlecht bezahlt, nur muss man da wirklich gut sein, zusätzliche Qualifikationen aufweisen und auch länger nach der richtigen Stelle suchen. Eine ehemalige Studienkollegin arbeitet als Pferdewirtin in Kombination Betriebswirt auf einem großen Gestüt und kann davon recht gut leben. Auch Tierpfleger sind nicht einfach nur schlecht bezahlt, auch hier gilt, wer entsprechende Zusatzqualifikationen hat und nicht nur die Ställe ausmistet und Futter gibt, kann davon leben.

» StarChild » Beiträge: 1330 » Talkpoints: 5,39 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Stellar111 hat geschrieben:Pferdewirt ist definitiv zu schlecht bezahlt. Tierpfleger wohl auch. Aber gibt's da auch gutbezahlte, neben Tierarzt?

Als Pferdewirt kann man sich zum Pferdewirtschaftsmeister weiterbilden und das macht knapp 1000 Euro mehr aus.

Welche Berufe es sonst mit Tieren gibt, kann du am besten mal im Internet nachschauen, dort stehen meistens auch die Verdienste dabei. Es liegt ja wie gesagt immer daran, was man machen möchte und ob man bereit ist, sich zu spezialisieren.

Benutzeravatar

» EmskoppEL » Beiträge: 3446 » Talkpoints: 23,39 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


Realistisch betrachtet ist auch der Tierarzt nicht gut bezahlt. Viele Tierärzte verdienen den Mindestlohn und 40.000 Euro pro Jahr für eine Kleintierpraxis und etwa 10.000 mehr für Großtiere ist nun in Anbetracht der Länge des Studiums und der Personalverantwortung nicht gerade viel.

Bei der tiermedizinischen Fachangestellten ist nicht mal der niedrige Lohn das Hauptproblem. Mehr als die Hälfte wird nach der Ausbildung nicht übernommen, weil sie zu teuer würden und so viele Stellen gibt es nicht. Das Risiko, nach der Ausbildung einen neuen Job zu brauchen, ist hoch. Dazu hat die tiermedizinische Fachangestellte wenig mit Tieren zu tun. Ihr Job ist die Organisation des Ladens und die Assistenz.

Pferdewirt ist ein Knochenjob. Tierpfleger ist schlecht bezahlt und schwer zu finden, außer man geht in die Forschung. Da wollen aber die wenigsten hin. Präparatoren sind auch nicht mehr gefragt. Was rund 2.500 Euro brutto Einstiegsgehalt und Weiterbildungsmöglichkeiten bietet, ist der Besamungstechniker. Wer sich nicht scheut, bis zur Achsel im Hintern von Kuh oder Pferd zu stecken, hat viel zu tun. Der Job ist sicher und es gibt Stellen.

» cooper75 » Beiträge: 10413 » Talkpoints: 122,78 » Auszeichnung für 10000 Beiträge



Das klingt ja gar nicht gut. Wie sieht es denn eigentlich mit Hundefriseuren aus? Lohnt sich das? Können die davon leben? Wenn ja wie viel verdient so ein Hundefriseur? Oder sind die vielleicht sogar noch schlechter bezahlt? Kennst du dich da zufällig auch aus? Wenn das auch schlecht bezahlt ist, was bleibt mir noch groß übrig mit Tieren? Oder kann ich das vergessen und sollte woanders was suchen? Nur was? Es gibt eben nicht allzu viel was mich interessiert. Sollte ich einfach auf das Gehalt achten wenn ich keine besonderen Interessen habe? Oder kann das nach hinten losgehen?

» Stellar111 » Beiträge: 40 » Talkpoints: 8,48 »


Hundefriseur ist nicht empfehlenswert. Das machen zu viele Menschen selbst oder Züchter nebenbei. Dazu sind gerade nur wenige Rassen in Mode, die dringend einen Friseur brauchen. Und die wenigsten Besitzer sind bereit, den Zeitaufwand für korrektes Zupfen oder Carding zu bezahlen. Da muss man in einer Hunde verrückten Großstadt mit kaum Konkurrenz leben und bereit sein, mit wenig auszukommen.

Der Besamungstechniker ist übrigens nicht so übel, wie es klingt, wenn man den Teil mit der Besamung hinbekommen kann. Zum Job gehören auch die Beratung der Landwirte zu passenden Anpaarungen, sowie zum Futter- und Herdenmanagement.Weniger mit Tieren aber nah am Bereich ist Futtermittelherstellung. Futtermittelberatung für Hersteller ist auch gut bezahlt, wenn man auf Nutztiere setzt.

» cooper75 » Beiträge: 10413 » Talkpoints: 122,78 » Auszeichnung für 10000 Beiträge


Warum gibt es dann so viele Hundesalons wenn das wirklich stimmt? Kann man davon wirklich nicht leben? Wenn ja was bleibt mir dann noch übrig? Welche Berufe mit Tieren zahlen normal? Geld ist wie gesagt nicht alles, mehr als Mindestlohn soll es aber sein. Als wozu würdet ihr mir daher raten? Vielleicht auch was mit Hunden? Oder gibt es im Tierbereich nichts Gutes? Ich will eben nicht in Armut Leben in der Zukunft. Was gibt es sonst so noch?

» Stellar111 » Beiträge: 40 » Talkpoints: 8,48 »


Zurück zu Beruf & Bildung

Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

^