Was bewegt Menschen, sich Hunde oder Katzen anzuschaffen?
Hunde und Katzen sind bei den Deutschen sehr beliebt und als Haustiere auch sehr oft vertreten. Habt oder hattet ihr Hunde oder Katze, bei euch zu Hause und was war denn der Beweggrund für euch das eine oder andere oder vielleicht sogar beide Haustiere zusammen anzuschaffen? Inwieweit bereichern Hunde oder Katzen euren Alltag und würdet ihr auch nie darauf verzichten wollen?
Ich selbst habe nie das Bedürfnis verspürt, mir ein oder mehrere Haustiere anschaffen zu wollen. Das liegt vielleicht unter anderem daran, dass ich kein sehr häuslicher Mensch bin, der lieber gern verreist oder anderweitig unterwegs ist. Deswegen könnte ich mich nicht ausreichend gut um ein Haustier kümmern. Ich denke auch nicht, dass mir ein Hund oder eine Katze wirklich mein Leben bereichern würden, und umgekehrt wäre ich mir auch nicht sicher, ob ein Haustier wirklich zufrieden wäre, wenn es bei mir leben würde.
Als ich ein Jugendlicher war bzw. Student war, hatten meine Eltern jahrelang eine Katze, auf die ich zeitweise aufpassen musste, wenn sie im Urlaub waren. Ehrlich gesagt wirkte insbesondere die Beziehung zwischen meiner Mutter und der Katze irgendwie nicht richtig gesund, weder für meine Mutter noch für die Katze. Meine Mutter behandelte die Katze nämlich wie ein Kleinkind, verhätschelte sie und fütterte sie fast rund um die Uhr. Der Effekt war, dass die Katze zunehmend Verhaltensstörungen entwickelte und außerdem kugelrund wurde. Und meine Mutter verfiel zunehmend in ein kindlich anmutendes Dutzidutzi-Kleines-Miezikatzi-komm-zu-Mutti-Getue. Im Lauf dieser Jahre habe ich für mich erkannt, dass ich kein Haustier brauche und besser ohne zurecht komme.
Ich habe keine Haustiere, weil meine Wohnung zu klein ist und ich zu viel außer Haus bin. Hund oder Katze hätten hier kein besonders schönes Leben, und auch wenn man argumentieren kann, dass Wohnungskatzen wenigstens nicht überfahren werden können, ich würde mein Leben auch nicht auf 55 Quadratmetern mit Minibalkon zubringen wollen.
Aber was Menschen generell dazu bewegt, sich ein Haustier anzuschaffen, finde ich durchaus nachvollziehbar. Gesellschaft. Unterhaltung. Sinnvolle Beschäftigung in der Freizeit. Förderung der psychischen und physischen Gesundheit, selbst eine Zimmerpflanze, um die man sich kümmern muss, ist für viele Leute schon eine Bereicherung der Lebensqualität. Und viele Leute mögen das Getier einfach und freuen sich daran, Fiffi oder Miezi um sich zu haben. Was ist daran so absurd?
Wir haben einen Hund, für mich ist es inzwischen der dritte. Und ich muss sagen, dass alle drei Hunde mein Leben bereichert haben und ich es nicht bereut habe, sie bei mir gehabt zu haben. Von den Hunden habe ich so viel Liebe zurückbekommen und sie haben sich über so viele Kleinigkeiten gefreut, dass es mein Leben auf jeden Fall bereichert hat.
Meine zweite Hündin hat mir auf jeden Fall geholfen, nicht zu vereinsamen. Ich habe zwar gar nicht wirklich gemerkt, dass ich auf dem Weg war, aber im Nachhinein hab ich mich doch ziemlich eingeigelt gehabt. Und ich gehe theoretisch gerne spazieren, bin gerne an der frischen Luft. Aber alleine ohne anderen Grund gehe ich nicht hinaus, weil ich dann doch immer noch etwas anderes finde, was wichtiger ist und gerade erledigt werden muss.
Da hilft mir ein Hund sehr, denn mit ihm muss ich einfach raus und bin es auch ganz gerne. Meiner Gesundheit tut das auf jeden Fall gut. Insgesamt hat jeder meiner Hunde mein Leben bereichert und mir unheimlich viel Liebe gegeben, was ich so von Menschen zuvor nicht kannte. Meine dritte Hündin habe ich zusammen mit meinem Freund angeschafft. Und Trixie hilft uns einfach dabei, uns selbst und unsere Probleme nicht ganz so wichtig zu nehmen - zusätzlich zu den bisher genannten Punkten.
Ich hatte bisher einen Hund, mit Katzen kann ich eher weniger anfangen. Katzen, die ich bisher kennengelernt habe, waren nicht so dass ich mit ihnen meine Freizeit hätte verbringen wollen. Ein Hund gibt mir da deutlich mehr. Man hat ihn recht oft am Tag an seiner Seite, kann durchaus auch Sozialkontakte dadurch gewinnen. Man interagiert ja viel mit dem Tier, geht raus, ich denke, dass das alles Punkte sind, die für so ein Tier sprechen. Es gibt aber immer Leute, die das mögen und welche, die das eben ganz anders sehen. Das finde ich aber auch nicht schlimm.
Wenn ich mir ein Tier kaufe, dann möchte ich eben im Kontakt mit dem Tier stehen. Ich habe mich immer gefreut, wenn ich nach Hause gekommen bin und da jemand auf mich gewartet hat, der sich gefreut hat. Das klingt banal, aber das ist einfach ein schönes Gefühl.
Ich bin schon mit Katzen aufgewachsen, wenn ich zurückdenke, hatten meine Eltern immer eine Katze oder einen Kater. Auch wilde Katzen hat meine Mama mit durchgefüttert, weil die ihr einfach leidgetan haben. Und so habe ich schon als kleines Kind meine Liebe für diese wunderschönen Tiere entdeckt und mir immer gewünscht, mal mit meiner Katze zusammen im Bett zu schlafen.
Als ich dann meinen eigenen Haushalt mit meinem Partner hatte, haben wir uns einen Kater geholt. Da wir beide aber ganztags arbeiten waren, haben wir entschieden, noch ein zweites Tier dazu zu holen, damit der Kater nicht den ganzen Tag alleine ist. Und das war dann meine Kitty, die im letzten Jahr erlöst werden musste und 16 Jahre alt werden durfte. Sie war meine Seelenkatze und schlief jede Nacht mit auf meinem Kopfkissen, so dass ich mich bei ihr ankuscheln konnte.
Ich liebe Katzen einfach, weil ich sie auch sehr schön anzusehen finde. Diese niedlichen Gesichter und ihre oft auch anmutigen Bewegungen gefallen mir einfach. Auch die Tatsache, dass jede Katze ihr eigenes Wesen hat, finde ich immer wieder interessant. Und es ist schön, wenn man nach Hause kommt und jemand auf einen wartet, der sich auch ehrlich freut, wenn man da ist.
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