Zweite Woche im Kindergarten

vom 17.04.2009, 11:31 Uhr

Ich habe bereits letzte Woche von der Eingewöhnung unseres Sohnes in die Kinderkrippe berichtet. Nachdem nun wieder eine Woche vergangen ist, folgt nun wieder ein Bericht über unsere Fortschritte! :wink:

Der erste Tag nach dem langem Wochenende begann ganz gut. Zwar war unser Sohn verkühlt und somit nicht 100%ig fit, aber dennoch gut gelaunt. Die Kindergärtnerin kümmerte sich viel um Noah und ging für eine dreiviertel Stunde aus der Gruppe. Unser Sohn hat erst kurz, bevor ich zurück gekommen bin, angefangen ein wenig zu quengeln.

Der zweite Tag dieser Woche verlief ebenfalls sehr gut. Unser Sohn fühlte sich in der Gruppe zunehmend sicher und blieb für etwas mehr als eine Stunde alleine in der Gruppe. Bis zu dem Zeitpunkt an dem ich ihn wieder abgeholt habe, hat er nicht geweint.

Am dritten Tag wurde ich bereits für ein einhalb Stunden weggeschickt und es hat ebenfalls sehr gut funktionert. Unser Sohn war den ersten Tag auch schon in der Gruppe alleine und nicht erst im Garten. Ich habe ihn dann genau zum richtigen Zeitpunkt abgeholt- er wurde gerade etwas quengelig!

Heute- vierter Tag dieser Woche, da ja Montag frei war- hat sich unser Sohn nicht ganz so wohl gefühlt. Sein Husten hat sich über Nacht etwas verschlimmert und er war auch etwas müde. Dennoch bin ich für fast ein einhalb Stunden aus der Gruppe gegangen. Er hat sich anfangs doch sehr gekränkt und hat auch geweint, hat sich dann aber gut ablenken lassen. Im Garten hat er dann auch wieder alleine gespielt. :)

Besonders toll finde ich es, dass man sieht wie er sich schrittweise an den Kindergarten gewöhnt. Er sieht die Kindergärtnerin als Bezugsperson und geht schon zu ihr, wenn er beispielsweise hochgenommen und getröstet werden möchte oder auch wenn seine Nase läuft und er ein Taschentuch braucht. In der Gruppe und auch im Garten klebt er weder bei mir noch bei der Kindergärtnerin. Er spielt alleine und versucht auch mit den Kindern mitzuspielen!

In der nächsten Woche muss unser Schatz dann schon Mittagessen und gegen Ende der Woche werden wir auch das Schlafengehen dort bereits versuchen. Zudem verabschiede ich mich ab Dienstag dann direkt bei der Türe und gehe nicht mehr mit in die Gruppe.

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» Nipfi » Beiträge: 3076 » Talkpoints: 8,28 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Ich wusste gar nicht, dass so eine schrittweise Eingewöhnung mittlerweile üblich ist. Als ich im Kindergarten war, war das gar nicht üblich. Die Eltern sind nach Hause gegangen und das Kind wurde nach einigen Stunden wieder abgeholt. An den Kindergarten gewöhnt hat man sich auch so. Natürlich ist die beschriebene Methode natürlich ein sanfterer Einstieg, aber ob es nötig ist, weiß ich nicht.

» Barbara Ann » Beiträge: 28516 » Talkpoints: 0,60 » Auszeichnung für 28000 Beiträge


Diese sanfte Eingewöhnung gab es bei uns damals auch nicht. Wir wurden abgegeben, Mama verschwand und kam irgendwann wieder. Und die Erzieher hatten dann eben mit weinenden Kindern zu tun. So war das damals eben. Ich bin froh, dass es heute anders ist.

Ich muss jedoch zugeben, dass ich es mit beiden Kindern gar nicht schwer hatte. Mein ältester Sohn war schon immer an allem interessiert, was er sieht. Es ist egal, ob es Spielzeug, Bücher, Musik oder Menschen sind. Er hat auch nie gefremdelt.

Am ersten Tag der Eingewöhnung sollte er eine Stunde dort bleiben. Aus einer wurden dann aber zwei. Am nächsten Tag sollte er dann zwei da bleiben, daraus wurden dann drei. In der Zeit wurde ich auch schon aus dem Raum geschickt. Und an Tag drei durfte ich gehen und er blieb komplett da. Das war unsere Eingewöhnung.

Bei meinem jüngsten Sohn hatte ich erst einige Bedenken, weil er erst 2,5 Jahre alt war. Aber wie beim Bruder wollte er am ersten Tag nicht nach einer Stunde nach Hause. Am zweiten Tag wollte er nicht nach zwei Stunden gehen. Am dritten Tag ging ich und holte ihn nach dem Essen ab, was ihm auch nicht gefiel. Am vierten Tag sagten die Erzieher mir morgen, dass er da schlafen könne, wenn er wolle. Da er den Schnuller nicht mit hatte, dachte ich, es wird nichts, doch er schlief sofort ein. Damit war die Eingewöhnung geschafft.

Manchmal denke ich aber, dass diese sanfte Eingewöhnung nicht immer die beste Lösung ist. Oftmals sind die Erzieher da auch zu lasch, was das Wegschicken der Mutter angeht. Dass ein Kind mal weint, wenn es abgegeben wird, gerade am Anfang, ist völlig normal. In der Krippe meines Sohnes handhaben sie es so, dass sie ihn dann einfach nehmen und mit ihm gehen. Sobald ich vor der Tür stehe und durch die Scheibe schiele, lacht er mit den anderen Kindern bereits herum.

Ich finde es viel besser, wenn die Erzieher die Kinder mitnehmen. Eine Freundin von mir hat drei Monate jeden Vormittag im Kindergarten gesessen, weil ihre Tochter nicht alleine sein wollte und weinte, sobald sie ging. Das hätte es bei mir nicht gegeben. Zwei bis drei Wochen halte ich für okay, aber bei drei Monaten ist es dann gut. Ich würde sagen, da macht es das Kind dann schon mit Absicht.

» Liana » Beiträge: 816 » Talkpoints: 12,72 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Wir hatten auch so eine sanfte Eingewöhnung. Ich muss sagen bei meinem Sohn hat mich das sehr genervt, da er das nicht verstanden hat, warum er erst so kurz nur im Kindergarten bleiben durfte und warum ich dann auch so schnell wieder da war. Man hat dann aber den Plan durchgezogen und ihn nur etwas verkürzt. Ich denke, wenn das Kind so weit ist, dann hat man da auch leichtes Spiel.

Bei meiner Tochter ist es immer mal so, dass sie schlechte Laune hatte. Solche Tage hat sie und da geht gar nichts. Während der Eingewöhnung hatte sie zum Glück keinen "Zicken, ich schreie alles zusammen Tag." Jedoch kam der dann auch recht bald und da habe ich sie dann auch abholen müssen. Sie hat sich von Anfang an auch gut beruhigen lassen, nur hat sie schon immer das Problem, dass sie immer erstmal eine Stunde braucht um mit jemanden warm zu werden, nicht bei uns aber bei allen anderen Menschen.

Deswegen waren die ersten Tage der Eingewöhnung etwas schwierig, aber man hat mir geglaubt, dass das allein das Problem ist und es war auch so. Sie liebt den Kindergarten, auch wenn sie schon lange jetzt durch Corona nicht mehr da war. Man hat es auch leichter, wenn das Kind so weit ist und man vielleicht nicht direkt wieder arbeiten gehen muss. Da ist man dann auch selber weniger gestresst. Außerdem habe ich beiden Kindern vorher erklärt, was man da macht und dass das eine tolle Sache ist und Mama sofort kommt, wenn etwas Schlimmes ist, das hat sicherlich auch etwas geholfen.

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» Ramones » Beiträge: 45237 » Talkpoints: 6,09 » Auszeichnung für 45000 Beiträge



Dann läuft bei dir die Eingewöhnung genau so, wie wir uns das wünschen und es den Eltern und Kindern gut tut. Ich arbeite auch als Erzieherin und wir handhaben die Eingewöhnung auch so. In Coronazeiten nicht ganz so ausführlich und kleinschrittig, aber wir legen viel Wert darauf, dass sich bei der Eingewöhnung alle angenommen und wohl fühlen. Es ist schön zu lesen, dass es auch in anderen Einrichtungen so gut klappt.

Als ich noch in der Jugendhilfe tätig war kamen viele Kinder und Jugendliche zu uns, die in die Situation gedrängt wurden. So ist die Eingewöhnung natürlich immer schwieriger. Umso besser die Eingewöhnung läuft, desto schöner ist es für die Erzieher und vor allem für die Eltern und Kinder.

» Ela123 » Beiträge: 825 » Talkpoints: 1,61 » Auszeichnung für 500 Beiträge


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