Würde euch der Verzicht auf Alkohol schwerfallen?

vom 12.09.2021, 19:31 Uhr

Ich selbst habe noch nie in meinem Leben viel Alkohol getrunken. In der Zeit, in der ich Abitur gemacht habe beziehungsweise in meinem ersten Lehrjahr habe ich noch wesentlich „mehr“ getrunken, wobei „mehr“ in diesem Falle auch relativ ist. Zu Geburtstagen von Freundinnen oder Anlässen wie Silvester und Halloween wurde gefeiert und auch mal tief ins Glas geschaut, aber ohne schlimme Konsequenzen und wir haben nie krass über die Strenge geschlagen.

Die letzten Jahre habe ich jedoch aufgrund meiner Arbeit, mangelnder Zeit und vor allem gesundheitlichen Gründen (Magenbypass und jetzt Epilepsie) keinen Alkohol mehr getrunken beziehungsweise vor der Diagnose der Epilepsie vielleicht alle 3 oder 4 Monate mal einen Cocktail oder ein Glas Sekt zu besonderen Anlässen. Seit ich jedoch weiß, dass ich Epilepsie habe und entsprechend Tabletten nehmen muss, verzichte ich komplett auf Alkohol und es fällt mir absolut nicht schwer. Alkohol war für mich noch nie ein fester Bestandteil meines Lebens und ich kann auch sehr gut ohne feiern gehen und trotzdem Spaß haben - vor allem, weil ich dann trotzdem mit dem Auto nach Hause fahren kann. :D Dementsprechend fällt es mir absolut nicht schwer auf Alkohol zu verzichten.

Mich würde jedoch interessieren, wie es bei euch aussieht und wie schwer euch der Verzicht auf Alkohol fällt beziehungsweise fallen würde. Ist er fester Bestandteil eures Lebens, sodass ein Verzicht nur schwer möglich oder gar nicht denkbar wäre? Oder hättet ihr auch keine Probleme damit, wenn ihr von heute auf morgen nie wieder in eurem Leben auch nur einen Tropfen Alkohol konsumieren dürftet?

» Hufeisen » Beiträge: 5802 » Talkpoints: 6,07 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



Ich könnte sicherlich problemlos auf Alkohol verzichten, denn ich trinke bis heute eigentlich kaum welchen in relevanten Mengen. Lange Jahre hat mir Alkohol in jeglicher Form überhaupt nicht geschmeckt und ich war zu 100% abstinent. Irgendwann habe ich dann ein wenig Gefallen an süßen Likören, z. B. Baileys, gefunden, davon aber auch nur maximal einen Schuss im Kaffee oder Kakao genossen.

Neuerdings habe ich mich zu einzelnen besonderen Anlässen auch mal an einen Cocktail getraut, aber bevorzuge auch da eher cremige und sehr süße Optionen, wo die anderen Zutaten den Alkohol fast komplett geschmacklich überdecken, und kann auch wunderbar mit alkoholfreien Optionen über einen geselligen Abend kommen, ohne etwas zu vermissen. Bier, Wein oder Schnaps pur kann ich aber nach wie vor überhaupt nicht trinken.

» MaximumEntropy » Beiträge: 8187 » Talkpoints: 915,36 » Auszeichnung für 8000 Beiträge


Ich habe noch nie wirklich Alkohol getrunken, denn er schmeckt mir einfach nicht. Als ich als Jugendliche alt genug war, ihn trinken zu dürfen, reizte mich überhaupt nichts daran, Sekt oder Bier oder was auch immer zu trinken, denn mir gefiel der Geschmack und Geruch einfach nicht. Ich habe sehr zum Ärger meiner Mutter noch nicht mal zu Silvester einen Schluck Sekt getrunken. Sie meinte, es gehöre einfach dazu und einen Schluck könne ich doch trinken!

Aber warum soll ich etwas trinken, was mir nicht schmeckt? Ich esse auch keine Schnecke, um jemandem zu gefallen! Und ich zwinge auch niemanden, Brokkoli zu essen, wenn es ihm nicht schmeckt! Es gab jedes Silvester wieder Streit, aber ich blieb auch über die Jahre bei meiner Weigerung, denn mein Geschmack änderte sich nicht.

So habe ich glaube ich nur ein einziges Mal in meinem Leben einen kleinen Schwips gehabt. Da war ich ziemlich erkältet und meine Mutter hat mir als damals noch nicht Erwachsener eine Dosis Wick Medinight gegeben! Allein der Alkohol darin hat mich dann einfach umgehauen. Ich hab das Zeug dann auch nie wieder genommen. Ich sehe auch einfach keine Notwendigkeit, unbedingt Alkohol trinken zu müssen. Ich lebe auch sehr gut ohne.

» SonjaB » Beiträge: 2321 » Talkpoints: 4,14 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Ich trinke eher selten Alkohol. Deswegen würde mir ein Verzicht nicht schwerfallen. Bier mag ich gar nicht und Wein trinke ich nur ab und zu in Gesellschaft beim Essen. Am ehesten würde ich vielleicht den Ouzo nach einem griechischen Essen vermissen, aber auch nur, wenn die anderen einen trinken und ich zuschauen müsste. Aber wenn keiner einen bekommt, würde ich wahrscheinlich gar nicht daran denken. Ich trinke im Urlaub ganz gerne einen Cocktail, wäre aber mit einer alkoholfreien Variante genauso zufrieden.

Ich hatte mal einen Freund, der jeden Abend zwei Flaschen Weißbier trank. Ich fand das schon nahe am Alkoholismus. In Bayern sagt man zwar, dass Bier ein Grundnahrungsmittel ist, aber wenn man das täglich braucht, sollte man sich schon Gedanken darüber machen, wie weit man schon abhängig davon ist. Es gibt ja auch alkoholfreie Biere, die angeblich mittlerweile genauso gut schmecken. Ich kann das nicht beurteilen, weil ich den Geschmack von Bier überhaupt nicht mag. Als Jugendliche wurde mir Bier auf Volksfesten schon ab vierzehn Jahren regelrecht aufgezwungen, weil man das halt so macht, um in die richtige Stimmung zu kommen.

» blümchen » Beiträge: 3196 » Talkpoints: 9,64 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Natürlich könnte ich darauf verzichten, aber ich verstehe nicht warum das für manche Leute überhaupt so ein großes Thema ist. Als Teenager oder junge Erwachsene wäre der "Verzicht auf Alkohol" vielleicht bemerkt oder thematisiert worden, aber inzwischen bin ich aus dem Alter raus. Wenn ich auf einer Party nur Bitter Lemon oder Cola trinke juckt das niemanden mehr.

Ich trinke gerne mal einen Wein zu einem guten Essen oder einen Cocktail, aber wenn das keine Option ist dann gibt es eben irgendein anderes Getränk. Es gibt doch so viel Auswahl, da findet man doch immer etwas, das schmeckt. Wenn man den Geschmack von Bier mag kann man den ja inzwischen auch in zahlreichen Varianten ohne Alkohol bekommen und ich habe auch schon andere Getränke in der alkoholfreien Variante gesehen.

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» Cloudy24 » Beiträge: 26423 » Talkpoints: 51,93 » Auszeichnung für 26000 Beiträge


Ich könnte sehr gut darauf verzichten und trinke auch nur noch selten etwas. Das bietet sich auch nicht unbedingt an. Früher hatte ich mal eine Phase, in der ich dann mal abends mit Freunden etwas getrunken habe oder auch mal so ein Weinglas, aber das würde ich heute so nicht mehr machen und habe wirklich lange Phasen, in denen ich gar nichts trinke. Ich finde es ist auch nicht besonders gut für den Körper, wenn man ständig trinkt und meinen Kindern will ich ja auch ein Vorbild sein und ihnen einen gesunden Umgang damit zeigen.

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» Ramones » Beiträge: 45691 » Talkpoints: 20,50 » Auszeichnung für 45000 Beiträge


Ich bin mittlerweile auch aus dem Alter heraus, als Alkohol noch etwas Besonderes war. Mittlerweile haben in meiner Altersgruppe derart viele Leute Schwangerschaften hinter sich, oder Unverträglichkeiten entwickelt, oder müssen Medikamente nehmen, oder die Jugendsünden machen sich allmählich bemerkbar, sodass kaum noch jemand Alkohol wirklich als ein Genussmittel ansieht, dessen Fehlen einen "Verzicht" bedeutet. Das Zeug kann man sich auch abgewöhnen, wenn die Partyjahre allmählich länger zurückliegen als sie angedauert haben.

Gut, ein paar Leute in meinem Alter sind auch handfeste Alkoholiker geworden, aber die stinknormale Masse etwa im Job oder auf irgendwelchen Feiern ist schon lange nicht mehr wirklich scharf auf die Plörre. Nur ganz selten wird noch auf Sekt o.ä. zum Anstoßen beharrt, und da heißt es auch schon lange flehentlich: "Aber bitte mit ganz viel Orangensaft!" Ich selber trinke alle heiligen Zeiten mal einen Cocktail, aber selbst das mehr aus Nostalgiegründen, weil er mich an die Zeit erinnert, als ich mir wunder wie erwachsen vorgekommen bin mit meinem bunten Drink mit Schirmchen.

» Gerbera » Beiträge: 9905 » Talkpoints: 3,10 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



Ich habe an sich noch nie großartig Alkohol getrunken und mir fällt der Verzicht auch nicht besonders schwer. Ich habe 2019 an Silvester mal etwas mit dem Champagner übertrieben, als ich 18 war habe ich auf einer Feier auch mal massiv übertrieben und ab und zu kommt ein Spritzer Wein ins Essen oder ich genehmige mir auf dem Mittelaltermarkt mal ein Gläschen Met, damit hat es sich bei mir aber auch absolut.

Ich könnte nun behaupten, ich würde gar keinen Tropfen trinken, wie ich es immer behauptet habe, aber eigentlich stimmt das nicht. In manchen Fertiggerichten ist Alkohol drin, in manchen Cremes oder Produkten ebenfalls. Auch wenn die Menge sehr gering ist, konsumiere ich sie manchmal trotzdem. Aber grundsätzlich ist es nicht schwer auf Alkohol zu verzichten, ich mag ihn wirklich nicht besonders. Das Problem sind eher die versteckten Alkohole, auch wenn man sie nicht merkt oder fühlt, sie sind trotzdem irgendwo vorhanden und wir nehmen sie zu uns.

» Wibbeldribbel » Beiträge: 11807 » Talkpoints: 50,64 » Auszeichnung für 11000 Beiträge


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