Welche Tieraktionen eignen sich für eine Jugendgruppe?

vom 30.05.2026, 19:52 Uhr

Tieraktionen sind inzwischen ja ein richtig beliebtes Event für Groß und Klein geworden. Meist steht dabei ein Thema wie Achtsamkeit, aktive Naturerlebnisse oder einfach 1:1 Tierbegegnungen im Fokus.

Bei uns in der Region gibt es vor allem Alpaka- oder Eselwanderungen, die meist ganz entspannte Spaziergänge in der Natur sind, bei denen selbst kleine Kinder mitmachen können. Außerdem sind noch Alpaka- oder Ziegen-Yoga hoch im Trend, Kuhkuscheln oder Falknerworkshops und Schaf-Trekking.

Wir organisieren für den Sommer gerade vom Verein aus einen Jugendausflug mit ca. 20 Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren. Die Gruppe besteht sowohl aus Mädchen und Jungen und deswegen sind die Interessen der Teilnehmer sehr breitgefächert. Uns ist wichtig, dass dabei die Aktion mit den Tieren im Fokus steht und damit verbunden das Thema Natur, Achtsamkeit und Fürsorge.

Ich glaube die größte Herausforderung, die „Coolness-Lücke“ zu schließen. Während die jüngeren Teilnehmer oft noch sehr verspielt sind und schon mit Welpenbabys zu begeistern wären, wollen 17-Jährige wohl am liebsten Action, keine reine Streichelzoo-Atmosphäre und auf keinen Fall etwas „für Babys“.

Was für eine Tieraktion würdet ihr für so eine Jugendgruppe wählen? Wie findet man da eine etwas, was für alle Jugendlichen interessant und weder zu fordernd noch zu kindisch ist? Habt ihr Erfahrungen damit, wie man Achtsamkeit und Fürsorge für Tiere in ein actionreiches oder abenteuerliches Programm für ältere Jugendliche einbetten kann? Gibt es bestimmte Tiere, die von Natur aus einen höheren "Coolness-Faktor" haben und sich daher besonders für diese Altersgruppe eignen?

» EngelmitHerz » Beiträge: 4096 » Talkpoints: 30,66 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



Ich würde tatsächlich eine Alpaka-Wanderung empfehlen, allerdings nur wenn die Jugendlichen bereit sind, verantwortungsvoll mit den Tieren umzugehen. Alpakas sind zwar unglaublich entspannt, aber eben keine "Sportgeräte". Man muss auf sie eingehen, ihre Körpersprache beachten und Rücksicht nehmen. Genau das macht die Erfahrung für mich auch so wertvoll.

Wenn ihr aber eine Gruppe habt, bei der ihr euch unsicher seid, ob alle den respektvollen Umgang mit den Tieren mitbringen, würde ich eher gezielt nach Green-Care-Angeboten oder tiergestützten Interventionen suchen. Die Anbieter haben oft viel Erfahrung im Umgang mit Jugendlichen aus ganz unterschiedlichen Lebenssituationen und gestalten die Programme so, dass sowohl die Tiere als auch die Teilnehmenden gut begleitet werden.

Zum Thema "Coolness-Faktor": Ehrlich gesagt finde ich alles mit Tieren "cool." Aber ich glaube, mit einer Alpaka-Wanderung können die meisten Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren durchaus etwas anfangen. Es ist draußen, man ist gemeinsam unterwegs, jeder übernimmt Verantwortung für "sein" Tier und ganz nebenbei entstehen oft richtig gute Gespräche. Das wirkt auf viele deutlich weniger wie ein Streichelzoo und mehr wie ein gemeinsames Naturerlebnis.

» TinaPe » Beiträge: 503 » Talkpoints: 36,66 » Auszeichnung für 500 Beiträge


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