Welche Elemente gehören für euch in einen "wilden" Garten?

vom 29.04.2020, 23:39 Uhr

Das Konzept eines "wilden" Gartens lässt vermuten, dass man nach dem Anlegen der Elemente auf jeden Fall weniger Zeit und Arbeit in die Gartenpflege investieren muss. Abgesehen von dem Naturschutzaspekt denke ich, dass so ein Garten ein Paradies ist für Tiere und mit Sicherheit auch toll ist für Kinder. So ein Garten lädt zum Forschen und Entdecken ein.

Wenn ich die Möglichkeit hätte einen Garten anzulegen, dann würde meine Wahl vermutlich tatsächlich auf so ein Wildgarten-Konzept fallen. Ich würde auf jeden Fall Elemente mit Wildblumen bzw. eine Wildblumenwiese anlegen. Löwenzahn, Brennesel, Gänseblümchen und Co. dürften munter vor sich hinwachsen. Außerdem gäbe es einen Kräutergarten mit diversen Garten- und Wildkräutern, ich würde Natursteine verwenden, Nistplätze und ein Insektenhotel gestalten. Falls der Platz dafür da wäre könnte ich mir auch einen Naturteich und eine Wildrosenhecke vorstellen. Außerdem wären auch ein paar Obststräucher und .Obstbäume ganz schön. Letztendlich gäbe es bei mir dann keine Terrasse aber eine gemütliche Sitzecke - eventuelle eine Hollywoodschaukel - in der ich das Schauspiel beobachten könnte.

Wie steht ihr zum Konzept eines Wildgartens? Welche Elemente dürften in einem solchen Garten eurer Meinung nach nicht fehlen? Worin seht ihr die Vor- und Nachteile eines "wilden" Gartens?

» EngelmitHerz » Beiträge: 1806 » Talkpoints: 50,06 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Spätestens beim Naturteich und den Brenneseln hat dein "Kinderparadies" ein Problem. Und dein Traum von wenig Arbeit wird am Teich auch scheitern, weil ein künstlich angelegter Teich eben immer ein künstlich angelegter Teich bleiben wird. Du hast keinen Zufluss, also auch keine Sauerstoffzufuhr, aber Pflanzenteile, die im Teich verrotten und CO2 produzieren. Ich habe schon etliche Geschichten von Algenwachstum, umgekippten Teichen und erstickten Fischen im Sommer gehört. Außerdem ist es gar nicht so einfach dafür zu sorgen, dass ein Garten zwar wild aber eben nicht verwildert aussieht.

Ich finde die Mischung aus Bereichen, in denen sich die Natur ungestört ausbreiten kann, und klassisch gepflegten Bereichen am sinnvollsten. Ich will meinen Garten schließlich auch nutzen und nicht von hohem Gras und Brenneseln davon abgehalten werden auf meinem Rasen Badminton zu spielen. Genauso wie ich gerne auf meiner Terrasse frühstücken möchte ohne von Wespen umzingelt zu werden oder von Vögeln unterm Vordach mit Nistmaterial und schlimmerem beworfen zu werden.

Was du vergessen hast zu berücksichtigen sind Igel und Reptilien. Für die Reptilien sind deine Natursteine schon ganz gut, die Igel brauchen vor allem im Winter sichere Verstecke. Wir machen es immer so, dass wir Laub und Gartenabfälle über den Winter im Gemüsegarten lagern. Der wird dann ja nicht gebraucht und ist so weit vom Haus entfernt, dass die Igel es unter dem Laubhaufen schön ruhig haben.

Für einen insektenfreundlichen Garten muss man übrigens nicht unbedingt die berühmte Wildblumenmischung aussähen. Es gibt auch bei den blühenden Büschen, die man typischerweise in den Gärten findet, Sorten, die bei Insekten sehr beliebt sind. Gärtner beraten da gerne.

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» Cloudy24 » Beiträge: 24941 » Talkpoints: 159,37 » Auszeichnung für 24000 Beiträge


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