Was hilft bei Schlafstörungen - Wer hat Erfahrungen?

vom 19.03.2019, 15:00 Uhr

Ich habe seit einiger Zeit Probleme mit dem Ein- bzw. Durchschlafen. Ich habe leider keine Idee von wo das kommen kann, wüsste jetzt keinen Auslöser in meinem Leben. Ich habe keine großartigen Veränderungen in letzter Zeit gehabt und stehe auch nicht sonderlich unter Stress.

Es fängt damit an, dass ich sehr lange brauche bis ich mal einschlafen kann, ist es dann mal so weit wache ich mehrmals die Nacht auf und schlafe nicht durch. Wenn ich aufwache kann ich zwar schnell wieder einschlafen, jedoch stört das natürlich auch. Ich weiß nicht was ich tun kann gegen meine Schlafstörungen, habe das bis jetzt noch nicht gehabt und habe keine Erfahrungen damit.

Wisst ihr was hilft gegen Schlafstörungen, was könnte man tun gegen Schlafstörungen? Habt ihr ähnliche Probleme und wie geht ihr damit um?.

» EmilaByz » Beiträge: 85 » Talkpoints: 24,49 »



Na ja, es kommt natürlich auf die Schlafstörung drauf an. Bei manchen kann man nichts machen und sie führen unweigerlich zum Tod, andere verschwinden aber nach wenigen Wochen von alleine und beeinträchtigen den Betroffenen kaum. Bei dir würde ich vermuten, dass du nicht müde genug bist, wenn du ins Bett gehst.

» Sternenbande » Beiträge: 1742 » Talkpoints: 67,59 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Ui, das klingt ja gleich hart, Sternenbande. ;) Ich meine, du hast ja nicht unbedingt Unrecht, dass unbehandelte Insomnia gefährlich sein kann aber wenn man sich helfen lässt, passiert da sicher nichts so Wildes. Bezüglich dem Schlafrhythmus sagst du aber etwas Wahres. Wer seine Müdigkeit übertaucht, hat dann viel mehr Probleme mit dem schnell einschlafen und auch mit dem aufwachen.

@Emila: Keinen Stress zu haben ist schon mal ein häufiger Grund aber wie sieht es mit deiner Ernährung aus, isst du oft abends noch vor dem Schlafen? Bewegst du dich abends gerne? Schaust du viel auf Bildschirme vor dem Bett? Gibt natürlich auch die bekannten Mittel oder natürliche Einschlafhilfen aber man sollte alles ausprobiert haben. Ist dein Schlafbereich denn vom Licht her gut abgeschirmt? Je nachdem ist das mit dem Durchschlaf mehr oder weniger stabil.

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» Phynx » Beiträge: 12 » Talkpoints: 3,27 »



Unabhängig von der Ursache der Schlafstörung, die natürlich vorrangig zu behandeln ist, kann man mit verschiedenen einfachen Lebensstilinterventionen die Schlafhygiene verbessern. Allem voran geht dabei ein geregelter Schlafrhythmus mit einigermaßen festen Bettgeh- und Aufstehzeiten. Das hat mir persönlich am allermeisten geholfen, denn nach und nach hat sich meine biologische Uhr so fest daran adaptiert, dass ich mittlerweile sogar an freien Tagen und im Urlaub ziemlich konsequent zu meiner gewohnten „Arbeitszeit“ wach oder müde werde. Auch ein sonst gut strukturierter Tag mit ausreichend Abwechslung, Aktivität und körperlicher und geistiger Forderung beugt Schlafstörungen durch Über- oder mangelnde Auslastung vor.

Ansonsten wird auch empfohlen, ausreichend lange vor dem Zubettgehen auf zu helle Beleuchtung und die Nutzung digitaler Medien mit Leuchtbildschirmen zu verzichten. Lieber soll man sich eine ruhige Aktivität wie Lesen, Duschen oder Musikhören aussuchen. Ein festes Abendritusl, bei dem man am Ende seiner Beschäftigung ins Bett geht, hilft auch vielen, sich schon geistig auf den Schlaf einzustellen. Wichtig ist es auch, sich im Bett keinen zu großen Druck zu machen, wenn man nicht auf Anhieb schläft, sondern diese Zeit dann einfach zur körperlichen Erholung durch das Liegen zu nutzen.

Bei nächtlichem Wachwerden kann man sich mit Gedankenreisen oder mit PMR zu helfen versuchen. Ist man plötzlich hellwach, hilft es auch manchmal, einfach eine halbe Stunde aufzustehen und irgendeine kleine Aufgabe zu erledigen, um es danach nochmal mit dem Einschlafen zu versuchen.

Sollte sich aber dauerhaft keine Besserung einstellen und der Alltag unter den Schlafstörungen leiden, würde ich mal mit deinem Arzt darüber reden und die Einnahme eines milden Beruhigungsmittels diskutieren.

» MaximumEntropy » Beiträge: 6149 » Talkpoints: 943,10 » Auszeichnung für 6000 Beiträge



Ja das hört sich in der Tat sehr drastisch an Sternenbande. Also so weit sollte es dann nicht kommen. ;) Naja müde bin ich eigentlich schon, das ist es ja. Habe auch schon probiert erst später schlafen zu gehen. Ergebnis war aber das gleiche. Also wenn ich schlafen gehe ist anscheinend egal, ich liege immer mehrere Stunden wach im Bett und wälze mich hin und her.

Im Sommer ist es ein wenig besser. Da gehe ich abends sehr gerne Laufen, komme dann nach Hause gehe duschen und dann relativ schnell ins Bett. Da würde ich schon sagen, dass ich schneller einschlafe. Aber auch nur dann wenn ich laufen war, gehe ich am nächsten Tag nicht laufen, ist alles gleich.

Also essen tue ich abends natürlich schon noch etwas. Ich würde aber sagen meist nicht besonders kalorienreich. Höchstens vielleicht mal wenn man abends essen geht. Aber das sind jetzt eher die Ausnahmen. Und in Gesellschaft trinkt man dann ja auch den ein oder anderen Wein, das denke ich hilft dann eher. Aber ich will ja nicht zur Alkoholikerin werden nur um besser einschlafen zu können. ;)

Musikhören habe ich schon mal versucht, ändert aber nicht wirklich etwas. Die Zeit die ich sonst eben im Bett herumliege muss irgendwie trotzdem vergehen bis ich einschlafen kann. Mit der Musik kommt es mir auch nicht viel kürzer vor. Habe auch schon probiert da über längere Zeit immer genau dasselbe zu machen, mit mäßigem Erfolg.

Denke was man tun kann gegen Schlafstörungen ist auf dem Papier erstmal sehr viel, aber auch sehr vieles hilft einem nicht wirklich. Was mir hilft, muss dann eben einem anderen nicht helfen. Da denke ich hilft es nur weiter viele Dinge auszuprobieren. Dabei bin ich offen für vieles und probiere die Tipps und Ratschläge auch immer selbst aus.

» EmilaByz » Beiträge: 85 » Talkpoints: 24,49 »


Wie sieht es mit den restlichen Faktoren aus? Wann isst du normalerweise? Kann es sein, dass dein Organismus so dermaßen mit der Verdauung beschäftigt ist, dass du nur schwer einschlafen kannst? Oder beschäftigst du dich vielleicht anderweitig im Bett, beispielsweise durch fernsehen oder lesen? Oft führt das dazu, dass man dann nicht abschalten kann. Besser wird es erst, wenn man das Bett wirklich nur zum Schlafen aufsucht und es ansonsten gar nicht benutzt.

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» Täubchen » Beiträge: 33102 » Talkpoints: 0,02 » Auszeichnung für 33000 Beiträge


Es wäre sicherlich hilfreich, wenn man die Ursache heraus finden würde. Vielleicht fällt dir ja doch irgendwann noch etwas ein, dass sich verändert hat. Da reichen ja oftmals schon Kleinigkeiten aus. Ich habe auch die Erfahrungen gemacht, dass ich nach bestimmten Speisen oder Getränken nicht schlafen kann. So hat Apfelsaft bei mir die Wirkung, dass ich nicht einschlafen kann, wenn ich diesen abends noch trinke.

Es könnte ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft helfen, kurz bevor du dann schlafen gehen möchtest. Mich macht lesen auch immer müde. Aber auf das Smartphone und den Fernseher sollte man verzichten, da es durch das blaue Licht wohl nicht gerade Schlaffördernd ist. Meditation und Entspannungsübungen könnten auch helfen. Ich würde da erst mal nicht zu Medikamenten greifen und eher einen Schlaftee versuchen.

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» Nelchen » Beiträge: 32251 » Talkpoints: 0,05 » Auszeichnung für 32000 Beiträge



Ich achte schon auf meine Ernährung, daran kann es nicht liegen. Ich esse abends eher wenig, wenn dann Salate oder Fleisch mit Gemüse. Nichts deftiges jedenfalls ohne großteils ohne Kohlenhydrate. Fernsehen tue ich schon im Bett, Handy lasse ich eigentlich weg. Außer es kommt jetzt spät noch eine Nachricht, aber das ist auch eher sehr selten der Fall. Bin jedenfalls nicht Handysüchtig.;) Spät abends noch hinausgehen möchte ich dann auch nicht. Könnte ja mal versuchen später Sport zu machen. Nach dem Wochenende bleibt es ja zumindest schon mal eine Stunde länger hell, vielleicht treibt mich das ja hinaus.

» EmilaByz » Beiträge: 85 » Talkpoints: 24,49 »


@Emila: Ja, das mit der Bewegung passt gut zum Schema, das "auspowern" und die damit verbundenen Glücksgefühle/Leistung können da sehr effektiv sein. Man strengt erstens den Körper an und ist zweitens auch noch positiv tätig, was auch zu einem Gedanken der Entspannung führt, da Geschafftes beruhigt. Ist natürlich schwierig, das täglich zu reproduzieren und je nach sozialem Umfeld und Beruf auch eine Überwindung.

Versuche vielleicht mal, zumindest wenn das Problem häufiger vorkommt, vielleicht zu ab einer früheren Zeit nichts mehr zu essen - manche Menschen kommen damit auch sonst sehr gut klar aber da wir ja alle sehr komplex sind, kann das bei einigen wirklich hilfreich sein. Manche versuchen sich an härterer Chemie, andere können gute Erfahrungen mit Niosan machen. Dritte finden entspannende Musik im Bett als natürliche Einschlafhilfe gut. Um das Ausprobieren wird Frau nicht herumkommen. Atem/Entspannungsübungen wie Nelchen schreibt, sind manchmal auch nützlich, immerhin sind wir manchmal so frustriert vom Wachliegen, dass wir erst Recht keine innere Stabilität finden.

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» Phynx » Beiträge: 12 » Talkpoints: 3,27 »


Ja solche Situationen kenne ich, dann denk ich mir, nur mehr 4 Stunden Schlaf, morgen bin ich sicher für nichts zu gebrauchen, Damit setzt man sich natürlich noch mehr unter Druck. Ist aber schwer nicht daran zu denken.

Ich gehe da jetzt echt alle Tipps durch und achte darauf ob es einen Effekt auf meinen Schlaf hat oder nicht. Wen ich Musikhöre dann hat das nicht wirklich einen Effekt, habe es schon versucht. Es ist dann nur so, dass mir weniger auffällt wie lange ich eigentlich wach liege.

Medikamente will ich nicht nehmen, zumindest so lange nicht, wie ich noch Tipps zum durchprobieren habe. ;) Ist ja dann auch so, dass man ziemlich gerädert ist am nächsten Tag, das hilft ja auch nicht wirklich.

» EmilaByz » Beiträge: 85 » Talkpoints: 24,49 »


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