Warum betäuben sich so viele Stars mit Alkohol und Drogen?

vom 11.04.2021, 15:43 Uhr

Ich finde es immer wieder erschreckend zu hören wie viele Stars schon sehr früh sterben, weil sie Drogen genommen haben und trinken oder eines von den beiden Dingen, aber dafür über die Maße. Natürlich haben die Fans immer eine gewisse Erwartungshaltung und man braucht vielleicht auch die positive Aufmerksamkeit, aber jeder weiß doch auch, was Drogen anrichten können und die Zahl der Konsumenten scheint da wirklich sehr groß zu sein. Warum ist das denn so und kann man nicht mal einfach so sein Leben genießen ohne so etwas? Woran liegt das?

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» Ramones » Beiträge: 45042 » Talkpoints: 18,84 » Auszeichnung für 45000 Beiträge



Ob das Prominente viel häufiger machen als die Normalbevölkerung weiß ich nicht. Vielleicht ist es einfach nur eine Frage der Aufmerksamkeit, denn was Stars machen, kann man eventuell in einem Klatschblatt lesen oder irgendwo anders. Wenn dein Nachbar drei Türen weiter jeden Abend fünf Bier trinkt oder kifft, dann bekommst du das wahrscheinlich nicht mit.

Ich habe keinen wahnsinnig großen Bekanntenkreis, aber ich kenne durchaus mehrere Leute, die entweder mal Drogen genommen haben (und nicht nur Cannabis) oder die wirklich recht viel trinken bzw. zumindest mal eine Phase im Leben hatten, in der sie sehr viel getrunken haben. Im Studium war ich Mitglied in einer Studentenverbindung und der Großteil der Mitglieder in den Verbindungen hat wirklich viel Alkohol getrunken, also auf einem Niveau, wo es sicher nicht gesund ist. Da war ich, weil mir Bier nicht schmeckt, immer die große Ausnahme.

Alkoholkonsum oberhalb eines gewissen Pegels und auch Drogenkonsum sind in unserer Gesellschaft ziemlich weit verbreitet. Bei Jugendlichen würde ich schon so sagen, hat vielleicht die Hälfte mal Erfahrungen mit Drogen gemacht. Es ist echt nicht selten, dass Menschen wenigstens mal irgendwas ausprobiert haben.

Somit ist es schon rein statistisch auch bei Prominenten zu erwarten, dass sie nicht selten Drogenerfahrungen haben. Zudem könnte ich mir vorstellen, dass die auch gerade an die etwas teureren Sachen leichter herankommen.

» Zitronengras » Beiträge: 9393 » Talkpoints: 1,18 » Auszeichnung für 9000 Beiträge


Ich denke auch, dass es bei "Stars" eben mehr auffällt, weil anders als bei dir und mir eine gelangweilte Öffentlichkeit jeden Furz, den sie lassen, online und offline in Klatschblättchen nachlesen, kritisieren, shit-stormen und bewerten kann. Da würde ich auch das Saufen anfangen.

Diese ewige Selbstgerechtigkeit und Fake-Naivität, mit der ständig mit dem Finger auf andere gezeigt wird, geht mir auch allmählich tierisch auf den Sack. Natürlich wissen "Stars" ebenso wie Herr Weber von nebenan, der sich die Pandemie mit Rotwein schöntrinkt, oder Frau Piccolo aus der Kita-Gruppe, die das gleiche mit der Mutterschaft macht, dass "Alkohol und Drogen" nicht gerade zu einem langen, gesunden Leben beitragen.

Aber während sich Normalbürger ganz unbeachtet die Leber wegsaufen können, machen brave Muttis bei "Stars" ganz empört "Ts ts ts" und wackeln mit dem erhobenen Zeigefinger: Könnt ihr euer Leben nicht genießen? Wie naiv muss man sein, um zu glauben, dass alle "Stars" von sich aus ein supertolles Leben haben, wo es nichts zum Schöntrinken gibt und ihnen auch ihre Aufgaben und Pflichten immer lässig von der Hand gehen, sodass sie nicht mir diesem und jenem Mittelchen nachhelfen müssen?

» Gerbera » Beiträge: 9660 » Talkpoints: 4,40 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



Von vielen Berühmtheiten weiß man ja, dass es Borderline-Persönlichkeiten sind, Britney Spears wäre da so ein Beispiel. Die suchen einerseits Bestätigung durch den Starrummel, haben andererseits aber gar nicht das Selbstbewusstsein und die mentale Stärke dem gewachsen zu sein, denn es ist eine Branche, in der man unter unnormal viel Druck lebt. Und solche Menschen haben ja von Haus eine gewisse Anfälligkeit für Suchterkrankungen.

Hinzu kommt dann, dass in dem Tätigkeitsbereich Drogen sehr viel leichter verfügbar sind und sich an Alkoholgenuss kaum jemand stört, im Gegensatz zu anderen "Arbeitsplätzen". Außer man vergeigt deshalb reihenweise Auftritte, wie es Amy Winehouse gerne tat. Viele Stars berichten auch, wie schwierig es ist, nach einem Konzert wieder herunterzufahren. Einfach ins Hotelzimmer gehen und vor den Fernseher setzen ist schwierig, zumal oft die ganze Crew feiert. Wenn man so ein Leben führt, geschieht der Griff zu solchen Mitteln sicher schneller, als im normalen Alltag.

» Paulie » Beiträge: 476 » Talkpoints: 58,24 » Auszeichnung für 100 Beiträge



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