Wann werden euch Streitigkeiten in Partnerschaft zu viel

vom 23.04.2019, 14:57 Uhr

Es kommt sicherlich in den meisten Beziehung vor, dass es Auseinandersetzungen, Meinungsverschiedenheiten und Streit gibt. Bei dem einen Paar kracht es da vielleicht häufiger als bei einem anderen. Sicherlich kommt es auch immer auf die Charaktere an, die da aufeinander treffen. Natürlich ist eine Beziehung schöner, wenn es harmonisch abläuft, aber manchmal lässt sich ein Streit oder eine kleinere Meinungsverschiedenheit eben nicht vermeiden.

Wann werden euch Streitigkeiten in der Partnerschaft zu viel? Habt ihr deswegen schon mal die Notbremse gezogen und euch getrennt? Meint ihr, dass häufige Streiterein doch zu sehr eine Beziehung belasten? Wäre das für euch eindeutig ein Trennungsgrund? Oder käme das eher darauf an, um welche Dinge es in den Streitigkeiten geht?

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» Nelchen » Beiträge: 32246 » Talkpoints: -0,17 » Auszeichnung für 32000 Beiträge



Sagen wir so. Ich finde, dass die Streitereien mit der Zeit weniger werden sollten. Wenn sie sich immer mehr häufen sollten, würde ich auch die Notbremse ziehen und mich trennen, weil ich in so einer Beziehung keinen Sinn sehe. In den ersten Jahren meiner Beziehung gab es bei uns auch den einen oder anderen Streitpunkt, der zu Diskussionen geführt hat, aber seitdem diese Punkte ausradiert sind, haben wir uns nicht mehr gestritten und das ist mittlerweile Jahre her. Wir sind zwar nicht immer einer Meinung, aber wir streiten nicht mehr, weil die wichtigsten (Streit)Punkte nicht mehr existieren.

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» Täubchen » Beiträge: 33313 » Talkpoints: -0,26 » Auszeichnung für 33000 Beiträge


Es soll ja Leute geben, denen es sogar gefällt, wenn in einer Beziehung regelmäßig die Fetzen fliegen. In meinen Augen verwechseln diese Leidenschaft mit Unbeherrschtheit oder Liebesbeweise mit Eifersucht oder generell Drama mit Zuneigung. Mir würde es sehr schnell zu viel werden, wenn ich an jemanden geraten würde, der meint mir seine Liebe dadurch beweisen zu müssen, dass wir regelmäßig aneinander geraten, weil ich ihm ja so viel bedeute. Das ist mir alles zu anstrengend.

Ich finde, dass beide Beteiligten in einer Beziehung sich zumindest bemühen sollten, Streitigkeiten zu minimieren. Sprich, jeder gibt mal nach, entschuldigt sich oder geht auch mal aus der Situation heraus, um einen klaren Kopf zu bekommen. Man muss sich dafür nicht immer einig sein und auch Diskussionen gehören für mich zu einer funktionierenden Beziehung dazu. "Wir streiten nie!" ist Schwachsinn.

Aber vergleichbare Konfliktlösungsstrategien sind in meinen Augen unabdingbar für eine Beziehung, weil man sich sonst nur gegenseitig fertigmacht, wenn einer gleich unbeherrscht herumschreit und der andere dagegen abblockt oder schmollt.

» Gerbera » Beiträge: 9009 » Talkpoints: 4,37 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



Häufige Streitigkeiten möchte ich nicht. Mein Mann und ich sind uns auch so ähnlich, dass Streitigkeiten eher der Seltenheit angehören und nicht an der Tagesordnung sind. Es mag ja sein, dass es Menschen gibt, die es nicht stört sich auch mal zu streiten, aber ich finde das nicht weiter gut, außerdem kennt man sich auch über Jahre besser und sollte dann auch eher zusammenwachsen. Wenn dies nicht der Fall ist, dann muss man Konsequenzen ziehen.

Mir würden Streitigkeiten zu viel werden, wenn man nur noch streitet und auch keine Lösung des Ganzen in Sicht ist. Auf so etwas habe ich keine Lust. Auch auf Grundsatzdiskussionen hätte ich keine Lust. Wenn man sich nie einig werden kann, dann macht das alles keinen Spaß mehr. Es gibt ja Menschen, die suchen bei jedem Ding Streit, so jemand bin ich einfach nicht. Ich mag es dann doch eher harmonisch und finde Beziehungen, in denen immer nur gestritten wird, nicht besonders gehaltvoll.

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» Ramones » Beiträge: 42074 » Talkpoints: 19,04 » Auszeichnung für 42000 Beiträge



Ich finde, dass es nicht nur auf die Häufigkeiten der Streitereien ankommt, sondern auch, wie intensiv sie sind und wie groß das Problem dann auch wirklich ist. Mein Freund und ich zoffen eigentlich schon verhältnismäßig häufig. Da ging es bisher aber tatsächlich immer nur um Kleinigkeiten.

Meistens geht es darum, dass der eine etwas besser weiß als der andere oder zumindest meint, etwas besser zu wissen. Natürlich ist es absolut unnötig, sich wegen so etwas zu zanken, aber gerade weil es nur Kleinigkeiten sind, versöhnen wir uns dann auch direkt wieder. Das Thema ist anschließend vergessen und kommt nie wieder auf den Tisch.

Schlimmer fände ich es, wenn wir uns seltener streiten würden, wenn es dann aber immer um wirklich große Sachen gehen würde, bei denen wir uns uneinig wären. So etwas kann man eben nicht immer klären und wenn solche Themen trotzdem immer wieder auf den Tisch kommen, kann das eine Beziehung ganz schön belasten. Vieles kann man ja auch nicht einfach klären, wenn man da nicht einer Meinung ist, wobei die Themen trotzdem immer wieder aufkommen. Das wäre mir dann sicher auch zu viel des Guten.

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 33809 » Talkpoints: 166,21 » Auszeichnung für 33000 Beiträge


Tja ab wann ist Streit in einer Beziehung zu viel? Manch einer soll es ja auch wirklich als Zeichen der Liebe empfinden, wenn man sich so richtig fetzt. Und in der Tat kenne ich welche, die glauben, dass genau das eine gute Beziehung ausmachen würde. Das halte ich jedoch für fragwürdig.

Zunächst einmal mag ich keinen Streit. Die Definition dieser Streitigkeiten ist wohl aber auch immer eine andere. Ich mag es vor allem nicht, wenn der Tonfall laut wird. Das kann ich überhaupt nicht leiden, aber das kommt auch aktuell bei meinem Freund nicht wirklich vor. Diskutieren, nicht einer Meinung sein, sich etwas ärgern, das mitteilen usw. alles Okay. Lauter werden, da flippe ich schnell aus und kann anders.

Ich mag Streit jedoch einfach nicht. Ich finde, ehe es zum wirklich lauten Knall kommt, kann man mal im Vorfeld den Mund aufmachen, weil es eben nicht schadet. Da lernt man dann auch mal zu sagen, was einen ankotzt, zu merken, was wichtig ist und eben nach Lösungen zu suchen. Doch viele fressen gerne in sich hinein und regen sich dann mit Streit, lauter werden, Türe knallen usw. künstlich lieber fein auf. Das ist nicht meine Baustelle.

Deswegen kann ich da wirklich nicht so viel mit dem Thema, wann es zu viel ist anfangen. Ich definiere Streit eben aus eigenen Erfahrungen daher auch ganz anders. Lauter werden, Türen knallen, am besten ständig mit Trennung drohen, am Arm packen, auch beleidigend werden etc. waren meine Vergangenheit und bin ich schon vom Eltern- und Omahaus gewohnt. Das muss nicht sein.

Diskutieren ist für mich dann aber kein Streit. Auch wenn das viele so sehen. Heftiger diskutieren, nicht einer Meinung sein, sagen was einen nervt, was einem stinkt und ankotzt - alles super. Es ist eben eine Frage der Tonart, denn die spielt hier eine Rolle für mich. Zu viel gibt es immer, zu wenig für mich wiederum nicht. Doch alles ist eben nie rosig, sodass ich erwarte, dass man schon klare Stellung zu allem bezieht und zwar dann, wenn es soweit ist und nicht ständig, ehe es dann in einem eskalierenden Streit endet.

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» Kätzchen14 » Beiträge: 5349 » Talkpoints: 3,41 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


Ich führe mit meiner Partnerin bereits seit 15 Jahren eine Beziehung und ich würde lügen wenn ich behaupten würde dass es in unserer Beziehung immer nur Harmonie pur gibt. Streitereien bzw. Diskussionen kommen immer wieder mal vor und es gibt auch immer wieder mal ein Thema was bisher nicht diskutiert worden ist.

Wichtig bei einer fairen Streitkultur finde ich allerdings, dass man sich trotz unterschiedlicher Meinung immer mit einem gewissen Respekt begegnet und sich auch anhört was der / die andere zu sagen hat. Körperliche Gewalt ist dabei natürlich genauso ein No-Go wie verbale Entgleisungen. Wir sind in all den Jahren nie beleidigend und verletzend geworden und so hat so manches Streitgespräch durchaus unsere Beziehung auch bereichert.

Ich fände es viel schlimmer wenn wir alle Themen, die einem am anderen stören, totschweigen würden. Das macht in meinen Augen die Beziehung viel schneller kaputt wenn man sich nicht sagt was einem stört und man so nebeneinander herlebt in dem man die Dinge einfach nur stillschweigend akzeptiert.

Natürlich macht eine Beziehung aber keinen Sinn, wenn man in zu vielen Dingen unterschiedlicher Meinung ist und jede Kleinigkeit zu unterschiedlichen Ansichten, Diskussionen und Streitereien führt. Eine gewisse Grundharmonie muss natürlich schon in der Beziehung vorhanden sein sonst fällt es schwer die schönen Momente der Beziehung zu pflegen und es überwiegen die Momente die die Beziehung entzweien.

» Huibuu » Beiträge: 212 » Talkpoints: 30,13 » Auszeichnung für 100 Beiträge



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