Arnold Schwarzenegger wendet sich von George W. Bush ab

vom 06.10.2007, 00:07 Uhr

Der Gouverneur des US-Bundesstaats Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, spricht nun offen, nachdem Präsident George W. Bush erneut ein Gesetz abgelehnt hat, das sozial benachteiligten Kindern eine Krankenversicherung ermöglicht hätte. Schwarzenegger drückte aus, dass der Irak-Krieg dem Präsidenten mehr wert sei als die Kinder Amerikas. Er ist betrübt, dass Kinder aus benachteiligten Verhältnissen weiterhin keinen Zugang zu medizinischen Leistungen haben. Seiner Meinung nach ist das Gesundheitssystem in den Vereinigten Staaten nun endgültig kollabiert. Präsident George W. Bush entgegnete Schwarzenegger, dass er auf keinen Fall gegen die Kinder sei, die momentane Situation jedoch keine weiteren Staatsausgaben erlauben könnte. Er verlangt vom Kongress weitere 200 Kriegs-Milliarden, das Gesundheitsprogramm von Schwarzenegger hätte nur ein knappes Viertel davon, 60 Millionen Dollar, gekostet.

Lg, Tauraxx

» Tauraxx » Beiträge: 1163 » Talkpoints: -12,13 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



:lol: Schwarzenegger, der Wolf im Schafspelz bei den Republikanern. Der Krieg wird noch einiges kosten und daran kann man leider nichts mehr ändern. Ich meine, Bush kann ja jetzt schlecht sagen, "Och, ist doch ein bisschen schief gegangen, also blasen wir die Sache im Irak ab und konzentrieren uns wieder auf die Probleme in unserem Land."
Eine Zwickmühle, für die mir auch keine simple Lösung einfällt.

» Saturn1985 » Beiträge: 446 » Talkpoints: 0,17 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Also Schwarzenegger hat sich ja sowieso in den letzten Jahren mehr von Bush abgewendet. Bei Arnolds letzten Wahlkampf sogar ziemlich bewußt und auffällig, jedoch hat er Bush nicht offen kritisiert oder angegriffen.
Ob das jetzt Taktik ist weiß ich nicht. Der Unmut über den Präsidenten steigt ja in letzter Zeit bei der US-Bevölkerung. Würde Schwarzenegger zu Bush bedingunslos stehen, dann würde seine Beliebtheit evtl auch sinken.
Aber eins zeigt, dass doch, nämlich, dass Schwarzenegger zumindest mal den Mut hat offen den Präsidenten und Parteikollegen anzugreifen. Aber Schwarzenegger kann sich das auch leisten, da er genug Geld und Einfluß hat, sodass er sich nicht zum Parteisoldaten machen muss. Einige Leute sagen auch, dass er sowieso nie ein Busch Freund war.

Aber so oder so, hat er denk ich mal Recht, wenn er sagt, dass mehr für das Gesundheitssystem gemacht werden soll.

» Jack R » Beiträge: 1038 » Talkpoints: 49,43 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Schon einige Male vorher hat Schwarzenegger zumindest in seinem politischen Handeln bewiesen, dass er von Bushs Politik nicht viel hält. Schon im August diesen Jahres hat er zusammen mit Steinmeyer eine Erklärung unterzeichnet, die den Emissionshandel nach europäischen Vorbild auf die USA ausdehnen soll. Beide betonten ihre Vorreiterrolle im Kampf gegen Umweltverschmutzung und in ihren Bemühungen den Klimawandel zu verhindern. Auch die Einsicht, dass dies nur gemeinsam geschehen kann sind ein positives Zeichen aus den USA, dass zumindest einige erkannt haben, dass ein politisches Handeln endlich nötog wird.

Da "Erdöl-Bush" und Anhang Kyoto und alle anderen Umweltprotokolle der UNO ablehnen könnte Schwarzeneggers Umweltpolitik durchaus als revolutionär für Amerkia bezwichnet werden. Auch seine Bemühungen, den Stromverbrauch zu reduzieren, den Schadstoffausstoss bei Fahrzeugen zu verkleinern und die vielen Programme zum Bau von Solar-und Windanlagen, aber ebenso die Forschung in diesen Bereichen sind einfach beispielhaft.
Schwarzenegger for President. Ich könnte mir gut vorstellen, dass nach nach acht Jahren Hillary er die Macht im Weißen Haus übernimmt. Bis dahin bedarf es zwar einer Verfassungänderung, aber darüber wird ja schon laut nachgedacht.

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» betty » Beiträge: 1460 » Talkpoints: 0,13 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



So ungern ich es zugebe, aber als Politiker finde ich Arnie garnicht mal soooo schlecht. Als er sich damals zur Wahl gestellt hat, hab ich noch drüber gelacht, weil ich dachte, dass er einfach nur Langeweile hat. Aber gerade was Umwelt- und Sozialpolitik angeht, fährt Mr Schwarzenegger eigentlich eine sehr vernünftige Linie.
Das er sich jetzt offen gegen Bushs Politik stellt, macht ihn in meinen Augen nur sympathischer. Ob das bei ihm natürlich wirklich alles von Herzen kommt oder doch nur politisches Wahlkampfkalkül ist, lässt sich natürlich schwer beurteilen.

MfG
Phantomlord

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» Phantomlord » Beiträge: 956 » Talkpoints: 6,67 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Phantomlord hat geschrieben: Als er sich damals zur Wahl gestellt hat, hab ich noch drüber gelacht, weil ich dachte, dass er einfach nur Langeweile hat...........
Ob das bei ihm natürlich wirklich alles von Herzen kommt oder doch nur politisches Wahlkampfkalkül ist, lässt sich natürlich schwer beurteilen.


So ging es mir am Anfang auch. Also, ich habe nicht wirklich gelacht, aber es fiel mir schon ein bisschen schwer, diese Kandidatur ernst zu nehmen. Und jetzt könnte seine Amtszeit sogar der Stein zum Anstoß sein, die Verfassung dahingehend zu ändern, dass auch Nicht-Amerikaner mal Präsident werden könnten :lol:
Was von Herzen kommt und was nicht, ist bei Politikern, gerade in höheren Ämtern, generell schwer zu beurteilen. In seinem Fall denke ich aber schon, dass hinter seinen Aussagen auch Ehrlichkeit steckt, immerhin ist er mit einer lupenreinen Demokratin aus dem Kennedy-Clan liiert und ich vermute mal, dass die beiden sich in ihren Anschauungen ganz gut ergänzen und beeinflussen.

» Saturn1985 » Beiträge: 446 » Talkpoints: 0,17 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Also ich als Österreicher fand ja Arnie schon immer Klasse, obwohl ich damals wie er sich zur Wahl stellte, auch eher darüber lächelte, weil ich mir nicht denken konnte, das ein Mister Universum und Schauspieler in der Politik etwas "reissen" würde. Aber andererseits wenn man bedenkt was der Mensch in seinem Leben schon alles erreicht hat. Eigentlich alles was er in Angriff nahm, glückte ihm.

Und das er sich gegen Bush stellt, ist eher eine logische Schlussfolgerung, weil sich ja mittlerweile schon Bush selbst seinen Kreisen, sich Feinde gemacht hat.

Was mir noch sehr gut gefällt ist, das Arnie sich mit den Demokraten verbünden möchte. Sowas finde ich insofern gut, weil "zusammen" ist man immer stark und viellleicht wird ja mal aus dem Amerika was ;)

So hab ich eine Idee für Amerika, unzwar.
:idea: Arnie4Präsident :idea:

Ich weiss, momentan ist es noch nicht möglich, aber mit den Demokraten und seinen Republikanern an seiner Seite lässt sich das sicher ändern ;)

» FlexMax » Beiträge: 36 » Talkpoints: 0,10 »



Nur so im Spass, aber gerade Du als Österreicher solltest doch wissen, wie das endet, wenn einer von Euch im Ausland die Macht an sich reißt und dann auch noch die Parteien miteinander verbünden will.... :-)

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» betty » Beiträge: 1460 » Talkpoints: 0,13 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


George W. Bush hat sich nun in Washington erneut zum geplanten Programm für die Krankenversorgung von Kindern geäußert, ohne genauer ins Detail zu gehen. Bush möchte nun doch mehr als die von ihm geplanten fünf Milliarden für das Programm ausgeben, nachdem er am Mittwoch letzter Woche sein Veto eingelegt hatte. Das Veto von Bush kann vom Senat mit einer Zweidrittel-Mehrheit noch gestoppt werden, das voraussichtlich Mitte dieses Monats stattfinden soll. Allerdings wird nicht davon ausgegangen, dass diese Mehrheit auch tatsächlich erreicht wird.

Lg, Tauraxx

» Tauraxx » Beiträge: 1163 » Talkpoints: -12,13 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Der arme George W. Bush. Nun bläßt ihm der Wind wirklich eiskalt in's Gesicht. Er tut mir leid. :wink:
Zur Zeit kommt er mir eher wie eine Fahne im WInd vor. Vielleicht hat er ja nun auf Druck seiner Partei eingelenkt. Wahrscheinlich möchten viele seiner Parteifreunde eine allzu große Schlappe bei den nächsten Präsidentschaftswahlen verhindern. Deswegen üben sie sich jetzt in Schadensbegrenzung, um den späteren Schaden geringer zu halten.

Es ist einfach unglaublich, daß einem Mann ein Krieg wichtiger ist, als die Kinder im eigenen Land. Auch wenn Herr Bush betont, dem sei nicht so, so erwähnt er im gleichen Satz, daß durch den Irak-Krieg kein Geld mehr in der Kasse sei. Soll er doch ein paar Tausend Mann nach Hause schicken. Dann ist genug Geld da. Im Übrigen würde das beim amerikanischen Volk richtig gut ankommen. Die meisten wünschen sich eh, daß ihre Männer nicht länger Zielscheiben irakischer Fanatiker spielen und endlich nach Hause kommen.

Aber wenn sich nun ein sehr populärer Senator aus der eigenen Partei gegen den Präsidenten stellt, das will schon was heißen. Ich bin ja mal gespannt, mit welchem Rückstand die Republikaner bei der nächsten Wahl mit Mann und Maus untergehen werden. Vielleicht ist Arnold Schwarzenegger ja dann bei der übernächsten Wahl bereit, als Präsidentschaftskandidat der Republikaner an den Start zu gehen. Große Chancen und einen starken Rückhalt in der Bevölkerung hat er ja. Dann kann er ja zeigen, ob er nicht nur Kalifornien noch vorne bringen kann...

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» struppi66 » Beiträge: 567 » Talkpoints: 0,71 » Auszeichnung für 500 Beiträge


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