Angst vor dem Zahnarzt
Hallo Nanni!
Ein Zahnarztbesuch war für mich auch immer sehr schlimm gewesen und die Angst kommt immer wieder, wenn ich einen Termin habe und zwischen dem Letzten und dem Aktuellen eine Weile vergangen ist.
Wenn man klar ankündigt, dass man ein Angstpatient ist, dann kann sich der Zahnarzt oder die Zahnärztin entsprechend darauf einstellen und dir ganz anders begegnen.
Meine Angst liegt tief in der Kindheit verwurzelt. Damals war ja alles noch ein wenig anders gewesen und die Zahnärztin ist auch mit mir nicht gerade zaghaft umgesprungen, was die kindliche Seele betraf. Sie war eine sehr rauhe Person gewesen, die schnell launisch wurde und auch kein richtiges Einfühlungsvermögen besaß. Heute praktiziert sie immer noch. Sie hat sich jetzt auf die Zahnspangen komplett spezialisiert und bohrt keine Löcher mehr oder zieht Zähne. Zudem ist sie wesentlich freundlicher geworden, da es jetzt ja um ihre Existenz geht und ein unhöflicher Zahnarzt verliert eben schneller Kundschaft als ein freundlicher.
Gut um, ich habe auch sehr schlechte Zähne, da ich schon eine ganze Weile nicht mehr gewesen war. Nach meinem Umzug müsste ich mir jetzt dringend einen neuen Zahnarzt suchen. Das ist leichter gesagt als getan, da dann wieder in mir eine so große Angst aufkommt, wie derjenige mit mir umgeht und wie er so als Zahnarzt arbeitet. In meiner Heimatstadt habe ich eine gute Zahnärztin zurückgelassen, jedoch ist die Entfernung zu groß, als dass ich dort noch als Patientin geführt werden könnte. Hier einen Neuanfang zu machen, fällt mir sehr schwer und auch ich werde mich in den nächsten Wochen dazu durchringen müssen, mir einen neuen Zahnarzt zu suchen.
Wollen wir zusammen zu einem Arzt gehen?
Über eine kleine Berichterstattung, ob du warst und wie es war, würde ich mich sehr freuen. Dies würde mich sicher auch noch mehr bestärken, endlich die Initiative zu ergreifen und selbst einen Termin zu holen und dies dann auch wirklich durchzuziehen.
Nein, dum stellst dich nicht an. Es gibt definitiv schlechte Zahnärzte! Unser Zahnarzt, also der aus unserem Dorf, ist zum Beispiel einer. Da war ich mit meiner Tochter hingegangen, weil sie Zahnschmerzen hatte. Da war sie gerade erst 17 geworden. Der Zahn musste gezogen werden, was an sich nicht schlimm war, weil sie im oberen Kiefer sowieso zu wenig Platz hatte und ein Zahn gezogen werden musste. Umso besser, wenn es ein kranker Zahn ist. Zum Ziehen gab er ihr eine Spritze, und sie hatte Tränen in den Augen, weil der Zahnarzt spritzt wirklich unsaft und drückt gleich alles rein. Nach der Prozedur fuhren wir nach Hause und sieh hatte beinahe das ganze Gesicht gelähmt. Also selsbt die ganze Nase war taub und sie konnte kaum mehr die Lippen bewegen. Ihr wurde anscheinend zu viel Schmerzmittel gespritzt, denn sie hatte noch 12 Stunden später ein par taube Stellen im Gesicht.
Wir sind jetzt bei einem anderen Zahnarzt und die Spritzen sind dort immer so gut dosiert, dass man eine Stunde nach der Behandlung keine Betäubung mehr spürt. Außerdem spürt man die Spritze selbst nicht, weil dieser zart, langsam und vorsichtig spritzt, weil er sich bei seiner Behandlung Zeit lässt. Also ich würde dir auf jeden Fall raten, zu einem guten Zahnarzt zu gehen. Am besten hörst du dich mal um, welcher der Beste in deiner Umgebung ist.
Hallo
Ich denke die "Angst vor dem Zahnarzt" ist eigentlich unnötig, denn wenn du jetzt Schmerzen hast, erlöst dich der Zahnarzt von diesen Schmerzen und du wirst sehen das die Angst völlig unbegründet ist. Aber das siehst du ja jetzt schon ein,
Wie du die Angst weegbekommst? Ich würde sagen, in dem du dich deiner Angst stellst. Das ist immer noch die beste Lösung. Du wirst sehen er kann dir helfen.
Das du beim letzen Zahnarztbesuch Schmerzen hattest, dass bist du selber schuld. Denn wenn du dich richtig ernährst uund nicht die ganze Zeit an der Flasche hängst und dir die Zähne putzt, dann passiert so etwas nicht und du brauchst auch keine Angst und Schmerzen zu haben. Du musst jetzt zum Zahnarzt, denn sonst hast du noch mehr Schmerzen und du bekommst noch mehr Angst!
Ich hoffe ich habe dir damit geholfen!
D@nny
Ich kann Deine Angst gut nachvollziehen, mich selbst packt auch das kalte Grauen, wenn ich an den nächsten Zahnarztbesuch denke. Bei mir liegt das an zwei Zahnoperationen, die damals sehr schmerzhaft waren und einen sehr nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben.
Wenn ich jetzt zum Zahnarzt gehen ist mir schon Tage vorher übel, aber wenn ich wieder rauskomme, denke ich jedes mal, wie blöd man doch ist, weil es gar nicht schlimm war. Ich hatte auch schon zwei Wurzelbehandlungen, die bei mir allerdings nicht schlimm waren. Vielleicht hattest Du da wirklich Pech mit Deinem Arzt, ich hatte dabei keinerlei Schmerzen, es war nur etwas unangenehm.
Ich kann Dir nur raten, so schnell wie möglich einen Termin zu machen. Wenn die Schmerzen unerträglich werden, bleibt Dir sowieso nichts anderes übrig, als hinzugehen und wenn Du Pech hast, musst Du dann zum Notdienst und mit dem Arzt vorlieb nehmen, der gerade Dienst hat. Mit Notdiensten, egal welcher Fachrichtung, habe ich bisher keine guten Erfahrungen gemacht, da gehe ich dann lieber rechtzeitig zum Arzt meines Vertrauens.
Hallo Nanni,
bestimmt warst Du mittlerweile beim Zahnarzt - falls nicht, erkundige Dich doch vielleicht einmal, wo in Deiner Nähe ein Zahnarzt ist, der Angstpatienten behandelt, denn solche Zahnärzte gibt es.
Hier sind zum Beispiel einige Zahnärzte aufgelistet, ebenso
hier. Auch
hier kannst Du Zahnärzte finden, die sich auf Angstpatienten spezialisiert haben, denn Patienten, die Angst vor dem Zahnarzt haben und ihn deshalb meiden, gibt es gar nicht mal selten.
Was D@nny sagt, möchte ich mal nicht unkommentiert stehen lasse. Es gibt diverse Fälle, in denen man einen Zahnarzt dringend braucht, in denen man sich vorher aber weder ungesund ernährt noch an der Flasche gehangen oder sich nicht die Zähne geputzt hat. Sowas ist einfach Quatsch. Eigentlich weiß man, dass Karies & Co. auch entstehen können, wenn man gut aufpasst, z. B. durch falsches Zähneputzen. Aber einen Zahnarzt braucht man gern auch in anderen Fällen, wenn nicht unbedingt Karies die Ursache ist.
Ich drücke Dir die Daumen, dass Du Deine Schmerzen bald los bist - und die Angst vorm Zahnarzt ebenso.
LG,
moin!
Mir ist nicht ganz klar, warum die Leute solche Angst vor einer Wurzelbehandlung haben. Die empfinde ich als gar nicht so schlimm, da habe ich schon schlimmeres mitgemacht.
Als kleiner Junge, ich war vielleicht acht Jahre alt oder so, keine Ahnung mehr, ist schon über dreissig Jahre her, bekam ich bei der Schulreihenuntersuchung einen Zettel. Mein Papa soll sich mit mir zu dem Termin auf dem Zettel bei Prof. Dingsbums an der Uniklinik einfinden. Der müsse da was machen. Also an diesem Tag dann mit meinem Pappa zu der Uniklinik an den Empfang. Die Dame beschrieb uns den Weg zu einem Zimmer. Dort begrüsste mich eine Dame mit den Worten, "Ah, sehr gut, dass du so pünktlich zu deiner Operation kommst!".
Ich schaute geschockt zu meinem Vater! Kurze Zeit später sass ich auf dem Stuhl, zugedröhnt mit Chemie, und liess mich operieren. Der Professor hatte noch Studenten dabei und beschrieb die Schritte die gemacht wurden, sehr "speziell" für mich. Das zu operierende Problem war ein Zahn der weg musste, da von untern der nachkommende drückte. Nur konnte der darüberliegende Zahn nicht weg, da er auf beiden Seiten von den Nachbarszähnen festgehalten wurde, da die etwas höher und breiter waren als der in der Mitte. Also konnte er nicht nach oben gezogen werden. Man schnitt daher das Zahnfleisch links und rechts des Zahnes von oben nach unten auf und klappte das Zahnfleisch nach unten, damit war der Zahn auf der Seite freigelegt (das ganze immer mit der Livereportage des Professors).
Danach wurde der zu entfernende Zahn diagonal mit einer kleinen "Trennscheibe" durchgeschnitten und die beiden Teilstücke seitwärts rausgenommen. Zahnfleisch wieder aufgeklappt und vernäht und das Loch von oben mit einer Chemiegetränkten grünen Gaze gestopft. Natürlich blutete das wie Sau und die Assistentin war vollauf beschäftigt das Blutwasser immer abzusaugen, die Zuschauer wollten ja was sehen. Als ich nun fix und fertig war von der Reportage und den Strapazen wollte ich aufstehen, aber als ich mich aufrichtete sah ich eine wirklich grosse Flasche, so um die zehn Liter, die mit Blutwasser gefüllt war. Keine Ahnung ob ich halluzinierte oder ob es echt war, auf alle Fälle kippte ich nach hinten um, wieder schön in den Stuhl.
An diesem Abend hatte ich keinen Hunger. ![]()
Hm, ich kann dir da eigentlich nicht weiterhelfen. Ich glaube jeder hat Angst vor dem Zahnarzt, der eine mehr, der andere weniger. Das liegt einfach daran, dass es eine sehr unangenehme Sache ist. Zahnschmerzen sind wohl die schlimmsten Schmerzen, die es gibt.
Du kannst ja mal wirklich probieren den Zahnarzt zu wechseln. Vielleicht behandelt dich ein anderer Zahnarzt besser. Ich hab damals auch meinen Zahnarzt gewechselt und bin jetzt sehr zufrieden. Ich hatte immer das Gefühl, dass der Zahnarzt nicht richtig betäuben kann. Jedenfalls, tat es immer sehr weh. Bei meinem neuen Zahnarzt fühle ich mich absolut wohl.
Eins bleibt aber: Ich geh trotzdem nicht gerne
.
Wie schon alle geschrieben habe, ist für die Tatsache, ob man Angst vorm Zahnarzt hat oder nicht ausschlaggebend, welches Verhältnis man zu ihm hat. Auch ist es wichtig, wie man in dieser Hinsicht von seinen Eltern erzogen wurde, also das Bild vom Zahnarzt, dass einem als Kind vermittelt wird. Wenn die Eltern versuchen, mit einem entsprechenden Einfühlungsvermögen Verständnis beim Kind für die Notwendigkeit zu erzeugen, ist sicherlich einfacher für dieses damit umzugehen, als wenn man die Ängste des Kindes ignoriert.
Bei mir ist es glücklicherweise so, dass ich meinen Zahnarzt schon sehr lange kenne. Vor inzwischen mehr als 15 Jahren habe ich von ihm eine Zahnspange verpasst bekommen. Der große Vorteil war, dass er damals gerade frisch angefangen hat, was man an seiner einfühlsamen Art merkte. Daher habe ich über die Jahre ein sehr persönliches und freundschaftliches Verhältnis zu ihm aufgebaut. Aus diesem Grund ist ein Besuch beim Zahnarzt für mich keineswegs mit Angst-oder Horrorvisionen verbunden. Ich weiß genau, dass ich ihm in dieser Hinsicht 100 % vertrauen kann und darf, weil ich mit allem was zahntechnisch bei mir gemacht hat absolut und uneingeschränkt zufrieden bin.
Auf der anderen Seite hat es natürlich auch seine Schattenseiten. Wäre ich, aus welchen Gründen auch immer, gezwungen, einen anderen Zahnarzt aufzusuchen, würde ich das sehr viel kritischer angehen. Auch in diesem Fall könnte ich mir vorstellen, durchaus Angst davor zu verspüren. Das Risiko und die Ungewissheit, dass auch bei einem Fremden alles so reibungslos und unproblematisch abläuft, wie ich es bisher von meinem eigenen Zahnarzt gewöhnt bin, wäre der Grund dafür. Bisher war ich Gott sei Dank noch nicht in dieser unangenehmen Situation.
Allein die große Angst vorm Zahnarztbesuch haben kann ich nur sagen, auch Zahnärzte sind nur Menschen, die auch gelegentlich zum Zahnarzt müssen! Von daher bin ich der festen Überzeugung, dass kein Zahnarzt echtes Interesse daran hat, seinen Patienten unnötig Schmerzen zuzufügen.
Ich habe jedes Mal aufs neue Angst vorm Zahnarzt. Doch dies ist bei mir auf ein Erlebnis zurückzuführen, welches ich euch kurz schildern möchte.
Vor drei Jahren bekam ich die Diagnose, dass ich unbedingt meine Weisheitszähne entfernen lassen muss, da diese in meinem Kiefer keinen Platz hätten. Damit dies alles schnell von statten geht, entschloss ich mich alle 4 Zähne gleichzeitig entfernen zu lassen. (dachte halt, so müsste ich nur einmal leiden). Bei der Wahl ob ich mich einer Vollnarkose oder einer örtlichen Betäubung unterziehe, entschied ich mich für die örtliche Betäubung. Wollte ja schließlich im wachen Zustand alles mitbekommen. Als es dann soweit war ich im OP lag, bereute ich diese Entscheidung. Es war nämlich total schrecklich all die beängstigenden Geräusche wahr zu nehmen und dann abschließend das Knacken des Kiefers hören, als die Zähne raus gezogen wurden.
Wie dem auch sein, nach der Horror OP wurde ich nach Haus entlassen und machte es mir auf der Couch bequem. Habe ja noch auf Grund der Betäubung keine Schmerzen gespürt. Als ich morgens aufwachte konnte ich vor Schmerzen nicht mehr aushalten. Alle Zähne haben sich gänzlich entzündet und lösten bei mir Fieber aus. Es waren Qualen Schmerzen die ich im Leben nicht mehr vergessen werde. Als ich dann zum Zahnarzt gebracht wurde, sagte dieser nur, dass sofort ein Antibiotikumstreifen in die Wund eingenäht werden müsse. Allerdings ohne Betäubung, da ich Fieber hatte und die Wunde ohnehin schon entzündet war. Also bekam ich mit, wie der Zahnarzt mir in die Wunde einen Streifen einnähte. Die Stiche der Nadel waren die Höhle und haben bei mir wohl ein Trauma ausgelöst.
Auch wenn die Wunden anschließend schnell heilten und der Zahnarzt eigentlich nichts dafür kann – außer dass er sofort nach der OP vorsichtshalber dies Maßnahme ergriffen hätte. Seit diesem Erlebnis habe ich Angst vorm Zahnarzt und pflege meine Zähne noch mehr, damit ich ja nie wieder in eine Behandlung muss.
Hallo!
Ich hatte zwar noch nie wirklich schlimme Zahnprobleme, aber vor meinem Zahnarzt ( oder besser gesagt Zahnärztin) hatte ich noch niemals Angst. Sicher liegt dies aber zu einem großen Teil daran, dass ich einfach keine negativen Erlebnisse mit einem Besuch dort verbinden kann. Meine Zahnärztin behandelt meine Beißerchen schon seit ich ein kleines Kind bin und sie war immer sehr sanft und vorsichtig. Wennsie doch einmal mit größerem Gerät ranmusste, habe ich das ohne besondere Emotionen über mich ergehen lassen. Auch wenn Bohren oder andere Sachen nicht sehr angenehm sind, man weiß noch, dass es bald wieder aufhört und das Ganze geschieht ja nur zum Besten seiner Zähne.
Deshalb kann ich denjenigen, welche große Angst vor dem Zahnarzt haben leider nicht wirklich weiterhelfen. Das Einzige, was ich ausprobieren würde ist, sich einen Punkt in dem Behandlungszimmer zu suchen und immer dorthin zu sehen. Ich bilde mir ein, je mehr man sich konzentrieren muss, einen bestimmten Punkt anzustarren, hat man nicht mehr viel Zeit, über die Handlungen des Zahnarztes nachzugrübeln. ![]()
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