Gehaltserhöhung in Form von Fahrtkostenzuschlag

vom 04.07.2014, 08:23 Uhr

Ich habe meine Stunden ab diesen Monat erhöht, und damit ich nicht so viele Abzüge habe, möchte der Steuerberater das jetzt als Fahrkostenzuschlag rechnen. Ich kenne mich damit gar nicht so aus, davon müssen wohl nur 15% versteuert werden, wenn ich das im Internet richtig verstanden habe. Aber ist es dann so, dass mir das bei der Steuerklärung dann wieder abgezogen wird, und ich den Weg nicht mehr mit berechnen darf? Das würde mich dann vermutlich doch schlechter kommen, da ich dann weniger in die Rentenkasse zahle?

Mich würde mal Interessieren, hier sind besonders die gefragt, die selber Fahrtkostenzuschläge bekommen, wie das funktioniert? Wie viel mehr Geld bekommt ihr raus, setzt ihr trotzdem noch die Fahrtkosten bei der Steuererklärung ab, was sind meine Vorteile? Gibt es auch Nachteile? Und wie läuft das mit dem 13. Gehalt, wird das trotzdem dazu gerechnet?

» laraluca » Beiträge: 966 » Talkpoints: 15,68 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Bei solchen Dingen gibt es immer wieder Fallstricke. Auch wenn ich kein Experte dafür bin, hast du meiner Sicht nach schon entscheidende Nachteile genannt. Denn wenn du einen Fahrtkostenzuschlag erhältst, dann wirst du dies wohl auch bei der Steuererklärung angeben müssen und ich denke, dass da dann die Pauschale in Mitleidenschaft gezogen wird.

Außerdem verlierst du wirklich die Rentenansprüche, weil dein Beitrag in die Rentenkasse trotz der höheren Stundenzahl ja gleich bleibt! Und was nicht zu vergessen ist (auch wenn es unwahrscheinlich ist und man nicht daran denken will): sowohl das Krankengeld (wenn du mal mehr als sechs Wochen ausfallen solltest) als auch das Arbeitslosengeld wird nicht nach dem berechnet, was du noch an Sonderleistungen erhalten hast, sondern nach dem, was dir als Lohn ausbezahlt wurde. Und natürlich hat dieser zweckgebundene Zuschlag keinen Einfluss auf das 13te Monatsgehalt. Den Zuschuss wirst du ja nur für die Monate erhalten, in denen du arbeitest. Das sind nicht mehr als 12 Monate pro Jahr.

» derpunkt » Beiträge: 9897 » Talkpoints: 88,33 » Auszeichnung für 9000 Beiträge


Falls der Arbeitgeber eine Erhöhung als Fahrtkostenzuschlags bezahlen möchte, wird er dies auch dem Finanzamt mitteilen. Es steht dann auch auf der Lohnsteuerbescheinigung, anhand der du die Steuererklärung abgeben wirst. Somit kannst du deine Fahrtkosten nicht mehr komplett abgeben können, denn damit machst du dich strafbar. Du musst die Bezahlung/Erstattung deines Arbeitgebers mit angeben, somit hat es viele Nachteile für dich. Wie schon erwähnt wurde bei der Steuererklärung, beim Krankengeld, beim Arbeitslosengeld, der Rente etc.

» iggiz18 » Beiträge: 3286 » Talkpoints: 59,72 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



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