Kein Geld mehr und jetzt kommt auch noch Weihnachten

vom 25.11.2012, 17:42 Uhr

Ja, es stimmt schon, dass hier mehrere auf Luftschloss "herumtrampeln" und prinzipiell bin ich auch durchaus dagegen. Es soll ja auch jeder so handhaben, wie er oder sie es möchte, aber hier kommt es mir ehrlich gesagt schon etwas seltsam vor, oder sagen wir mal so, es kommt mir so vor, dass die Threadstellerin sehr gerne jammert und nicht gerne aktiv wird. Das ist nur meine persönliche Einschätzung beziehungsweise mein persönlicher Eindruck. So kommen mir die Beiträge von Luftschloss eben vor. Natürlich kann ich mich da auch ordentlich irren, weil wir sie ja alle nicht persönlich kennen (denke ich zumindest) und nur die paar Beiträge von ihr gelesen haben.

Dennoch muss auch ich sagen, dass keine Ausbildung nicht davor schützt, nicht arbeiten gehen zu können. Dass es nicht unbedingt leicht ist, seinen Traumjob von heute auf morgen zu bekommen, der dann noch dazu gut bezahlt ist, ist wohl auch allen hier klar. Aber dennoch gibt es durchaus zumindest Möglichkeiten sich ein wenig dazu zu verdienen. Dafür braucht man meistens auch keine Ausbildung. Und wenn es ein Einkuvertieren oder dergleichen ist. Ich habe das während meinem Studium auch gemacht, nicht weil es mir so viel Spaß gemacht hat, sondern eben einfach um ein wenig Geld zu verdienen.

Wie auch immer. Ich glaube weiterhin, dass die Kinder vor allem in diesem Alter nicht besonders erfreut sein werden, wenn sie gar nichts unter dem Weihnachtsbaum vorfinden. Dass die Geschenke geringer ausfallen als die Jahre davor, das werden sie durchaus verstehen können, aber so gar nichts finde ich schon sehr heftig. Das würde ich nicht machen. Vielleicht besteht ja wie gesagt auch die Möglichkeit gebrauchte Sachen zu kaufen. Kommt auch um einiges billiger. Und weiterhin ist für mich unklar, wieso derart wenig Geld vorhanden ist. Alleine am Arbeitslosengeld kann es nun denke ich nicht liegen, auch wenn die Umstellung sicher spürbar sein wird.

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» tournesol » Beiträge: 7756 » Talkpoints: 112,43 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Ich finde es einfach unglaublich, wenn Leute motzen, dass sie kein Geld haben, dafür aber rauchen wie ein Schlot. Ich frage mich einfach, was das ist. Wieso muss man denn unbedingt rauchen, wenn man arbeitslos ist und man kein Geld hat? Ich begreife, dass es schwer ist, mit dem Rauchen aufzuhören und ich verstehe auch, dass das nicht so einfach geht. Wenn man aber kleine Kinder hat und Weihnachten vor der Tür steht, würde ich niemals im Leben darauf kommen, mein Geld für Tabak auszugeben, wenn ich stattdessen für Geschenke sparen könnte.

Wie einige geschrieben haben, könnte man doch bereits viel früher angefangen haben, zu sparen. Dass man im Dezember Weihnachten feiert, steht doch schließlich nicht erst seit einer Woche fest. Von daher hätte man doch einfach immer ein wenig auf Tabak verzichten und stattdessen das Geld sparen können. So hätte man jetzt nun sicher so viel Geld beisammen, dass man den Kindern auch ein tolles Geschenk kaufen könnte.

Dass ihr den Kindern überhaupt nichts schenken wollt, finde ich einfach nur traurig. Welches Kind in Deutschland bekommt denn nichts zu Weihnachten? Also ich könnte das meinen Kindern nicht antun, wenn ich welche hätte. Lieber würde ich selbst zurückstecken und nicht rauchen und meinen Kindern stattdessen Geschenke kaufen. Da wäre es mir auch egal, wenn ich darunter leiden müsste, nicht zu rauchen, weil mir meine Kinder einfach viel wichtiger wären. Von daher würde ich euch auf jeden Fall raten, den Kindern eine Kleinigkeit zu kaufen. Denn auch wenn sie verstehen würden, wieso es dieses Jahr keine Geschenke gibt, wären sie jedoch mit Sicherheit trotzdem sehr traurig oder sogar wütend.

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 34086 » Talkpoints: 274,45 » Auszeichnung für 34000 Beiträge


Ich muss sagen, dass ich Punktediebs Meinung voll und ganz unterschreiben kann. Zwar hätte ich es vielleicht etwas diplomatischer ausgedrückt, aber es trifft auch meine Ansichten. Ich selber habe zwar keine Kinder, aber bekomme nur eine kleine Rente, die etwas weniger bringt als Hartz4. Ich weiß, dass ich das ganze Jahr über sparen muss und nicht erst 4 Wochen vor Geburtstagen oder Weihnachten mit Gedanken damit anfangen kann. So etwas kann man als erwachsener Mensch durchaus langfristig einsehen. Dann muss ich auch keine großen Beträge sparen, sondern kann jeden Monat 10 Euro weglegen. Das macht in 6 Monaten 60€, also eine Summe, mit der man durchaus etwas anfangen kann.

Natürlich ist es jetzt zu spät mit dem Sparen, aber grundsätzlich solltet ihr eure Ausgaben und Einnahmen durchdenken. Ich selbst rauche auch (viel) und weiß, dass man nicht unbedingt ohne "Leiden" aufhören kann. Aber wie bei allem im Leben muss man auch da Kompromisse eingehen oder Prioritäten setzen. Entweder 3 Dosen Tabak im Monat und den Kindern nur kleine Geschenke machen oder nur 2 Dosen Tabak im Monat und etwas größere Geschenke. Ganz aufhören müsst ihr ja nicht sofort. Etwas reduzieren riecht meist ;)

Den Kindern nun gar nichts zu schenken fände ich auch nicht unbedingt toll, auch, wenn sie einsehen würden, dass das Geld im Moment knapp ist. Wie du schreibst, sind euch finanzielle Engpässe ja nicht erst seit der Arbeitslosigkeit bekannt. Da solltet ihr dringend nachdenken, wie ihr die Situation langfristig verändern könnt. Viele schreiben von Minijobs, wenn auch nur befristet und vielleicht etwas "unbequem", aber das wäre eine Möglichkeit, nun noch etwas in die leeren Kassen zu spülen. Minijobs in Weihnachtsständen oder beim Geschenke-verpacken können auch ungelernte Menschen machen- wenn sie es denn wollen.

Ich würde beides parallel machen: nach Kleinigkeiten Ausschau halten und einen Minijob annehmen. Du oder dein Mann finden sicherlich besonders jetzt zur Weihnachtszeit etwas. Und wenn beide etwas fänden, wärs natürlich noch toller, so könnte man noch etwas mehr sparen. Wenn Bücher oder Klamotten nicht erwünscht sind, lassen sich sicherlich hunderte andere Kleinigkeiten finden, die ebenfalls passend wären. Man muss nur suchen und Preise vergleichen. Auch der Kauf gebrauchter Sachen ist schonender für den Geldbeutel.

Mich beschleicht das Gefühl, dass es gar nicht darum geht, Alternativen zu finden, sondern einfach die Idee, nichts zu schenken zu rechtfertigen. Ich denke, es wäre schöner, eine Kleinigkeit, statt gleich gar nichts zu schenken. Welche Interessen und Vorlieben haben denn deine Kinder? Über welche Kleinigkeiten habt ihr denn schon nachgedacht? Vielleicht kann man zusammen überlegen, was möglich wäre. Hier gibt es so viele Nutzer, die alle tolle Ideen haben. Statt sich zu rechtfertigen oder "stehen zu bleiben" könnte man doch zusammen überlegen, oder? Oder ging es dir hier um etwas Anderes?

» TheDutchess » Beiträge: 537 » Talkpoints: 0,67 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Mir liegt es fern auf dem Kopf von irgendwem herumzutrampeln. Und ich denke auch, dass Vorwürfe nicht weiterhelfen. Aber ich weiß auch aus eigener Erfahrung, dass man es sich in der eigenen Bequemlichkeit bequem machen kann. Es gibt einen Spruch, der besagt, in etwa, dass man Wege findet, wenn man etwas wirklich will und Ausreden, wenn man lieber jammert. Ich konnte ja nichts dafür, dachte ich mir auch lange.

Natürlich könnte ich die Tabakkonzerne verklagen, weil wenn es sie nicht gäbe und niemand Zigaretten erfunden hätte, dann würde ich jetzt nicht rauchen. Stattdessen habe ich bereits einen fünfstelligen Betrag (an dessen Anfang vermutlich nicht einmal eine 1 steht) für Nikotin ausgegeben. Bei der Threaderstellerin wird es vermutlich noch mehr gewesen sein als bei mir. Nun kann ich natürlich den ganzen Tag jammern, dass ich ja nichts dafür kann, dass ich rauche, oder ich kann aktiv werden. Möglichkeiten gibt es tausende. Und eine Nikotinsucht hat im Vergleich zu vielen anderen Drogen weit weniger körperliche Abhängigkeitsmerkmale, sondern das meiste spielt sich im Kopf ab.

Aber ich denke auch nicht, dass hier das Rauchen das Thema ist. Natürlich kommen viele Punkte zusammen. Ich weiß aus Erfahrung, dass man nicht mal eben so von einem auf den anderen Tag sein Leben umkrempeln kann. Aber man kann damit beginnen. Und bei mir ist es dann immer so, dass es leichter wird, wenn man erst einmal die ersten Schritte gegangen ist und wirklich bereit ist zu kämpfen.

Doch ich denke nicht, dass "Luftschloss" morgen bei der Arbeitsagentur regeln wird, dass Miete und Strom zukünftig direkt an den Vermieter und den Energieversorger überwiesen werden. Ich denke auch nicht, dass sie morgen auch nur einem einzigem Arbeitgeber erzählen wird, dass sie bereit ist für ihn zu arbeiten. Und so wird Weihnachten auch nicht das einzige Problem sein.

Natürlich gibt es Kinder, die vollkommen ohne Weihnachtsgeschenke auskommen. Es gibt sogar Kinder, die an Weihnachten verhungern! Und auch in Deutschland gibt es Kinder, die Weihnachten nicht feiern. Teils aus religiösen Gründen, teilweise weil die Eltern ihren Kindern einen Strandurlaub zu Weihnachten ermöglichen, aber es gibt durchaus auch Eltern, die ihren Kindern einen alternativen Lebensstil vorleben.

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» Trisa » Beiträge: 3175 » Talkpoints: 61,74 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Einsichtig ist irgend was anderes. Deswegen denke ich, dass man hier schreiben kann wie wild. Die Threaderstellerin und der Mann wollen nicht aufhören zu rauchen. Die Kinder hingegen sollen auf Weihnachtsgeschenke verzichten. Einen 400 Euro Job oder ein Putzjob will sie auch nicht annehmen. Wäre für die Weihnachtsgeschenke auch sehr knapp, es sei denn, dass "Luftschloss" privat irgendwo putzt und wöchentlichen Lohn bekommt. Das kann man eventuell ja mit der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber ausmachen. Die Kinder sind jedenfalls alt genug, dass man nicht mehr Vollzeit für sie da sein muss.

Ich kann und will es nicht verstehen, dass man jammert und nicht ändern will, weil man glaubt, dass nichts zu ändern ist. Wenn man 3 Kinder in die Welt setzt, dann muss man sehen, dass man auch eine kleine Reserve hat, wo man ein paar Monate wenigstens über die Runden kommt ohne dass man Schulden macht und ohne Geschenkeverzicht für die Kinder zu Weihnachten. Sorry, aber mir tun gerade die 7 und 9 jährigen Kinder Leid, aber auch das 16 jährige Kind. Denn sie sehen, wie die Eltern qualmen wie ein Schornstein und Geld dafür ausgeben und sie müssen verzichten. Ich denke, dass man hier noch 10 Seiten schreiben kann ohne auf einen Nenner zu kommen und ohne dass die Threaderstellerin auch nur ein bisschen ändern will.

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» Diamante » Beiträge: 41857 » Talkpoints: 9,96 » Auszeichnung für 41000 Beiträge


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