Herstellung von Brombeerlikör - Wie ansetzen?

vom 26.08.2012, 12:43 Uhr

Wir haben hier wahnsinnig viele Brombeeren und ich möchte gerne Brombeerlikör herstellen. Nun habe ich gehört, dass man das auf verschiedene Arten machen kann. Der sogenannte "Aufgesetzte" wird ja nur mit Brombeeren, Kandiszucker und hochprozentigen Schnaps gemacht. Aber welchen Schnaps nimmt man dafür und in welchem Verhältnis macht man den Zucker und die Brombeeren in die Flasche?

Wie kann man noch Brombeerlikör herstellen? Habt ihr schon mal Brombeerlikör gemacht? Hat dieser auch wirklich gut geschmeckt? Wie viel Arbeit macht es?

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» MissMarple » Beiträge: 6772 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 6000 Beiträge



Ich kenne nur die Herstellung mittels Läuterzucker oder das einfache Einlegen des Obstes oder Gewürzes in die Trägerflüssigkeit. Bei ersterem nimmt man eine Menge X dessen, womit der Likör oder Schnaps angesetzt werden soll und dieselbe Menge (wenn ich mich jetzt nicht vertue) Zucker und kocht das Ganze. Anschließend wird der entstandene Sud mit dem Schnaps oder Likör, den man sich als Basis ausgesucht hat, vermischt.

Sinnvoll ist es, das Gekochte durch ein Sieb zu seihen. Das kann man aber auch noch nach der Zeit machen, die man das Gebräu hat stehen lassen. Geeignet ist am Ende ein Teefilter, damit man auch wirklich alle Schwebstoffe und Rückstände heraus bekommt. Als Basis habe ich Nordhäuser Doppelkorn genommen, weil der Eigengeschmack nicht so stark ist. Man kann auch sicher was anderes nehmen, allerdings sollte der Alkoholgehalt in etwa bei 40% liegen.

Es empfiehlt sich, das Ganze nicht allzu lange stehen zu lassen. Es ist halt kein gebrannter Schnaps und ich weiß nicht, ob das Zeug nicht irgendwann verdirbt, trotz Kochen und Alkohol.

» Thaddäus » Beiträge: 1013 » Talkpoints: 23,30 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Meine Fruchtliköre werden alle auf die gleiche Weise angesetzt und bisher haben auch alle geschmeckt. Ich nehme auf einen Liter Korn oder Doppelkorn 500 Gramm frische Früchte und 250 Gramm Zucker und je nach Geschmack kommen dann noch Gewürze oder Kräuter dazu.

Bei mir wird überhaupt nichts gekocht - der Alkohol desinfiziert - ich gebe alles zusammen einfach in eine große Flasche und lasse es einen Monat lang im Keller stehen. Danach werden dann alle festen Bestandteile ausgefiltert und der Likör wird in schöne Flaschen umgefüllt und entsprechend beschriftet. Ich setze Likör immer im Sommer an, eben wenn es die passenden Früchte gibt, und verschenke ihn zu Weihnachten und verdorben war da noch nie etwas. Ich habe in meiner eigenen Bar auch Likör stehen, der mehr als ein Jahr alt ist und der immer noch genauso schmeckt wie am ersten Tag.

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» Cloudy24 » Beiträge: 23362 » Talkpoints: 105,67 » Auszeichnung für 23000 Beiträge



Brombeerlikör habe ich noch keinen gemacht. Aber da ich alle Fruchtliköre nach dem gleichen Schema ansetze, macht es eigentlich keinen Unterschied, welche Beeren man nimmt. Himbeeren habe ich schon probiert. Ebenso Holunderblüten, Waldmeister und aktuell Holunderbeeren. Ob letzteres schmeckt kann ich noch nicht sagen, da ich den erst vor ein paar Tagen angesetzt habe. Himbeerlikör und Holunderblütenlikör sind lecker, der mit Waldmeister schmeckt irgendwie nur nach Gras.

Ich gebe die Beeren in eine große Flasche. Ich habe eine 5l Flasche, in der mal Wein war, die ich dafür benutze. Auf die Beeren kommt bei mir Kandiszucker, in Stücke geschnittene Zitrone und eine Vanilleschote. Das gieße ich dann mit Wodka auf. Ich nehme meistens Moskovskaya. Ich finde, Wodka hat kaum Eigengeschmack und eignet sich daher perfekt. Mit Korn kann ich mich dagegen irgendwie nicht anfreunden. Alternativ kann man auch Primasprit nehmen, dann muss man aber natürlich noch mit Wasser verdünnen am Ende.

Die Flasche steht dann für 4-6 Wochen auf meiner Fensterbank. Irgendwie erzählt jeder etwas anderes, wenn es darum geht, wie der Ansatz am besten stehen soll. Einige sagen kalt und dunkel, andere warm und hell. Ich habe mich für letzteres entschieden und das hat bisher prima funktioniert. Naja, bis auf den Waldmeisterlikör. Aber da lag der Fehler sicher woanders. Nach den sechs Wochen gebe ich alles durch einen Teefilter und fülle alles in Flaschen. Die kommen dann noch für mindestens drei Monate (eher etwas länger) in den Keller. Diesmal auch dunkel und kühl. Danach ist der Likör trink fertig.

Nach den Verhältnissen darf man mich allerdings nicht fragen, da ich das immer nach Gefühl mache. Ich glaube, bei den Himbeeren habe ich etwa 2 kg gehabt und dann die Flasche aufgefüllt, soviel wie eben an Wodka rein passte. Zucker nehme ich eher wenig, einfach weil ich so arg süßen Likör nicht mag. Und den kann man ja zur Not auch noch später in Form von Zuckersirup dazu geben. Bei mir kommt eher eine Zitrone mehr dran oder noch eine Limette, die den Likör aber einen bitteren Touch gibt.

» ChaosXXX » Beiträge: 1878 » Talkpoints: 1,65 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



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