Drogenanfälligkeit eine Frage der Intelligenz?

vom 16.11.2011, 15:26 Uhr

Die These, dass die Wahrscheinlichkeit einer Drogenabhängigkeit mit verminderter Intelligenz steigt, kann ich so nicht unterstützen. Ich gehe davon aus, dass eine Drogensucht der Instabilität der eigenen Psyche zuschulden ist und dem sozialen Umfeld, mit dem man sich umgibt.

Viele berühmte und intelligente Menschen haben Drogen genommen, weil sie mit sich oder ihrer Umgebung nicht klarkamen. Drogen sind ein Ausweg aus der Realität, ein Verdrängen der Wirklichkeit. Diesen Ausweg kann man auch als Manager, Professor oder anderer intelligenter Mensch suchen. Eine Sucht ist etwas, wovon auch der intelligenteste Mensch nicht mehr so schnell loskommt.

Sicher man versteht sicher besser, was mit einem passieren wird. Aber schützt Intelligenz vor Fehlern? Vor psychischen Erkrankungen? Ich denke nicht.

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» Ramones » Beiträge: 47758 » Talkpoints: 8,52 » Auszeichnung für 47000 Beiträge



Ich kann mir nicht vorstellen, dass Drogensucht oder sonstige Süchte wie zum Beispiel Spielsucht etwas mit Intelligenz zu tun haben. Dafür gibt es zu viele, offensichtlich intelligente Leute, die süchtig sind. Die Alkoholsucht ist ja zum Beispiel erblich bedingt und eine starke körperliche Sucht, wenn man von ihr betroffen ist.

Dann dürfte man als intelligenter Mensch nie Alkohol ausprobieren, erst recht nicht, wenn man einen alkoholkranken Menschen in der weiteren Verwandtschaft hat. Man müsste ja als intelligenter Mensch erkennen, dass man alkoholsüchtig werden könnte. Aber auch bei intelligenten Menschen wägt das Unterbewusstsein zwischen Chancen, Risiken, gegenwärtigen Zuständen und zukünftigen Zuständen ab. Wenn die Chance auf ein Vergnügen das Risiko, abhängig zu werden, überwiegt, probiert man es eben aus. Das läuft alles in tieferen Schichten des Gehirns ab. Kein Mensch besteht ja nur aus bewusstem, intelligentem Denken.

» anlupa » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »


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