Sich als Bedienung im Restaurant vorstellen?

vom 06.11.2015, 15:28 Uhr

Ich war vor kurzem mit meinem Freund in einem neuen, teureren Burger-Restaurant in unserer Stadt essen. Das Restaurant sah dabei richtig stylish aus, wobei die Bedienung allesamt auch sehr jung war. Als wir ins Restaurant reingekommen sind, wurden wir von einer Bedienung an einen Tisch geführt., wobei sich der junge Mann auch bei uns vorstellte und uns sagte, dass er an dem Tag eben unsere Bedienung sein würde. Er empfahl uns auch Speisen und fragte mehrmals, ob wir noch weitere Wünsche hätten.

Ich fand die Bedienung richtig toll, da der junge Mann eben sehr freundlich wirkte, aber dabei gar nicht aufdringlich war. Allerdings vermute ich, dass es nur so war, weil das Restaurant eben auch ganz neu war und bestimmt auch Kunden angelockt werden sollten. Kennt ihr es so, dass man sich als Bedienung im Restaurant vorstellt? Erwartet ihr das vielleicht sogar?

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 31829 » Talkpoints: 185,86 » Auszeichnung für 31000 Beiträge



Ich finde es auch schön, wenn sich eine Bedienung vorstellt, aber ein Muss ist das für mich nicht. Gerade wenn man einen besseren Bezug zum Gast bekommen möchte ist das sicherlich eine gute Idee, Als Gast würde ich mich dann wichtiger fühlen und mehr wertgeschätzt. Wobei ich nun auch nicht den kompletten Namen hören wollen würde, ich denke, dass da ein Vorname reicht und gut ist.

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» Ramones » Beiträge: 40163 » Talkpoints: 41,68 » Auszeichnung für 40000 Beiträge


Ich erwarte es in einem Restaurant nicht, dass die Bedienung sich vorstellt, aber schön finde ich es schon. Ich kenne es eigentlich nur von Kreuzfahrtschiffen. Dort ist es üblich, dass Kellner und Assistenzkellner sich vorstellen, damit man einen Ansprechpartner hat. In einem deutschen Restaurant habe ich so etwas noch nicht mitbekommen, aber es wäre schon nett, wenn sich das auch hier durchsetzen könnte.

» Barbara Ann » Beiträge: 27916 » Talkpoints: 65,96 » Auszeichnung für 27000 Beiträge



Das ist so der Stil den man aus Amerika übernommen hat und daher finde ich, dass es in einen Burgerladen schon ganz gut passt. Drüben sind die Bedienungen natürlich auch abhängiger vom Trinkgeldanteil als hierzulande, da macht das eben auch Sinn, wenn man Schönwetter bei der Kundschaft macht. Mich stört das aber jetzt auch nicht, ich freu mich eigentlich immer, wenn man mit dem Kellner Spaß hat.

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» Bellikowski » Beiträge: 7692 » Talkpoints: 15,42 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Ich war schon oft essen, wobei ich es aber nicht kenne, dass sich die Bedienung vorstellt. In meinen Augen ist das aber auch nicht nötig. Ich gebe bestimmt nicht mehr Trinkgeld, nur weil ich weiß, wie der Kellner heißt und weil er sich vorab vorgestellt hat und Empfehlungen ausspricht. Also mir ist das völlig egal, ob der Kellner sich vorstellt, ich lege darauf keinen großen Wert, diese Information zu erhalten.

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» Täubchen » Beiträge: 33313 » Talkpoints: 0,01 » Auszeichnung für 33000 Beiträge


Ich habe es auch noch nicht erlebt, dass sich die Bedienung in einem Restaurant vorgestellt hat. Guter Service ist sicherlich wichtig und ich fände es auch gut, wenn die Bedienung aufmerksam und höflich ist, ohne aufdringlich zu sein. Dazu ist es aber sicherlich nicht zwingend notwendig, dass sich die Bedienung auch vorstellt. Allerdings ist es mal etwas anderes und sicherlich das Konzept des Restaurants. So bleibt es im Gespräch und macht sich eben etwas interessanter.

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» Nelchen » Beiträge: 32251 » Talkpoints: -0,12 » Auszeichnung für 32000 Beiträge


Ich habe auch die Theorie, dass dieser Trend aus den US of A zu uns herüberschwappt, weil irgendwelche Marketing-Spezialisten meinen herausgefunden zu haben, dass sich die Kunden persönlicher betreut fühlen oder so was. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob hier kulturelle Unterschiede nicht ein bisschen arg ignoriert werden, aber jeder so, wie er lustig ist.

Ich hatte neulich im Burgerladen auch den guten "John" als persönlichen Burgerbringer und der Service war auch einwandfrei, was sich im Trinkgeld niedergeschlagen hat. Aber mir würde ein Namensschild auch reichen. Schließlich bin ich zum Essen da und nicht, um von meinem persönlichen Conferencier durch die kulinarische Erfahrung geleitet zu werden.

Bei der Bahn im Fernverkehr stellen sich die SchaffnerInnen bei der "Willkommen an Bord"-Durchsage seit Neuestem auch immer mit Namen vor, wahrscheinlich aus ähnlichen Gründen. Und auch hier finde ich es zwar ganz lustig zu erfahren, dass die Donata mal wieder Spätschicht hat, aber das täuscht natürlich nicht darüber hinweg, dass das alles nur kosmetische Maßnahmen sind und die Bahn lieber in Baumaßnahmen investieren sollte als die Sprüchlein ihrer Mitarbeiter aufzupeppen.

» Gerbera » Beiträge: 8118 » Talkpoints: 0,91 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



In den meisten Restaurants, die ich bisher besucht habe, blieben die Bedienungen anonym. Dass sich tatsächlich mal ein Kellner mit Namen vorgestellt hat, ist mir (soweit ich weiß) noch nie passiert. Gelegentlich war ich aber schon in Lokalen, wo die Bedienungen Namensschilder getragen haben. Da es sich meistens um Fast-Food-Ketten oder Burgerrestaurants gehandelt hat, wenn dies der Fall war, kann ich die Theorie des U.S.-Trends dahingehend zumindest teilweise bestätigen.

Erwarten würde ich es keinesfalls, dass sich ein Kellner namentlich bei mir vorstellt, und im ersten Moment würde mich das wohl auch etwas überraschen und verdutzen, weil ich es in Deutschland nun mal einfach nicht gewohnt bin. Als störend würde ich diese Geste aber auch nicht empfinden, denn prinzipiell ist es ja schon höflich und zeigt ein persönliches Engagement, wenn man dem Gegenüber etwas von sich preisgibt. Allerdings würde ich mich im Gegenzug eher nicht vorstellen, denn ich bevorzuge es bei externen Besuchen und Tätigkeiten, distanziert und für mich zu bleiben.

» MaximumEntropy » Beiträge: 6223 » Talkpoints: 963,81 » Auszeichnung für 6000 Beiträge


Das ist so ein amerikanisches Ding, gibt es da schon ganz lange. Basiert auf der Tatsache, dass es bei einer gefühlt persönlichen Beziehung zwischen Personal und Kunden weniger Beschwerden, mehr Zufriedenheit und mehr Trinkgeld gibt. Aus dem gleichen Grund wird dein Name bei Starbucks auf deinen Becher gekritzelt, obwohl ein System mit Nummer sicher effektiver wäre.

Ich finde das eher irritierend weil es mich nicht interessiert wie meine Bedienung mit Vornamen heißt und weil der Typ hinter dem Tresen mir einfach nur einen Kaffee verkaufen soll und weil dafür mein Vorname irrelevant ist. Und wenn man diese Marketing Masche kennt funktioniert sie halt auch nicht mehr. Jedenfalls bei mir nicht.

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» Cloudy24 » Beiträge: 23338 » Talkpoints: 100,05 » Auszeichnung für 23000 Beiträge


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