Nahostkonflikt: Geht es überhaupt noch um Jerusalem?

vom 15.05.2021, 10:07 Uhr

Der Nahostkonflikt ist derzeit in aller Munde und immer wieder wird darauf hingewiesen, dass Jerusalem historisch in jedem Fall zu Palästina gehört. Dies führte in der Vergangenheit vermehrt zu gegenseitigen Angriffen und ist auch immer wieder ausschlaggebend für einen aufkeimenden Hass.

Gleichzeitig leben natürlich in Jerusalem sowohl Palästina, Israeliten als auch sehr orthodoxe Siedler, die offenbar nicht immer das gemeinsame Leben unter einem Hut kriegen. So wurde kürzlich ein Video veröffentlicht (gerade in den englischsprachigen Medien), wo israelische Siedler palästinensische Häuser beim Fastenbrechen besetzt haben. Dies führte unweigerlich zur körperlichen Auseinandersetzung, was offenbar sich bis zum Tempelberg zu einer Auseinandersetzung über Tage hinweg aufstaute.

Daraus resultierten seither natürlich u.a. auch die gegenseitigen Beschüsse, die wir alle in den Medien verfolgen können und deren Auswirkungen teils weltweit auf den Straßen mit Hass-Demos zu sehen sind. Doch es stellt sich natürlich jeder irgendwie die Frage, wie solch ein Konflikt jemals enden soll, wenn beide Seiten irgendwo nicht zu Verhandlungen bereit sind.

Naiv habe ich mal die Idee gehabt, wenn man Jerusalem den Palästinensern zurückgeben würde, wäre das Theater vielleicht vorbei, aber so recht glaube ich daran natürlich nicht. Denn mir stellt sich die Frage, geht es eigentlich wirklich nur noch um die Besetzung Jerusalems durch die Israelis oder geht es längst in dem Nahostkonflikt um mehr? Was denkt Ihr darüber?

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» Kätzchen14 » Beiträge: 5636 » Talkpoints: 34,26 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



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