Kennt ihr die Insekten, die sich bei euch im Haus aufhalten?

vom 17.04.2021, 06:56 Uhr

In meiner Wohnung gibt es nicht allzu viele Insekten, weil ich nicht ebenerdig wohne, sondern im ersten Stock. Bei mir gibt es nur ein paar kleinere Spinnen (ich weiß, dass das keine Insekten sind), die ich aber lasse. Ab und zu sauge ich die Spinnennetze unter einem Sofa weg. Manchmal verirrt sich eine Fliege, eine Mücke oder im Sommer eine Wespe in die Wohnung.

Neulich habe ich einen kleinen braunen Käfer an der Wand entdeckt. Den habe ich raus gesetzt. Zuerst habe ich befürchtet, dass es irgendein Schädling ist, der es sich in irgendwelchen Lebensmitteln bequem gemacht hat. Aber ein solcher war es wohl nicht. Ich habe meine Küchenvorräte gründlich daraufhin untersucht und unsere Wohnung ist sehr übersichtlich, sodass man nichts übersehen kann.

Wir haben auch keine Silberfischchen im Bad, wie ich sie von unserer alten Wohnung her kannte. Als Kind hatten wir sehr viel mehr kleines Getier im Haus. Alleine im Keller gab es viele unterschiedliche Arten von Spinnen. Außerdem kann ich mich an Ohrenkneifer, sehr dicke Fliegen und mottenähnliches Getier erinnern.

Kennt ihr die Insekten, die sich bei euch im Haus aufhalten? Gibt es viele davon? Welche sind das? Lasst ihr sie, weil sie eh immer wieder hereinkommen? Oder setzt ihr sie grundsätzlich raus, auch wenn sie ganz klein sind? Wenn ihr ein euch unbekanntes Tier entdeckt, versucht ihr dann herauszufinden, um welches es sich handelt?

» blümchen » Beiträge: 2771 » Talkpoints: 14,08 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Die meisten Insekten kenne ich insoweit, dass ich schon weiß, was sie sind und was sie tun. Wobei Mücken und Ohrenkneifer haben wir so gut wie nie in der Wohnung, aber Fliegen schon und wenn mir die zuviel werden, dann wedele ich diese ungebetenen Plagegeister mit dem Geschirrtuch wieder zum Fenster hinaus. Und wenn mir mal ein unbekanntes Insekt unterkäme, dann würde ich es bestimmt nicht stundenlang untersuchen, sondern wieder an die Luft setzen und fertig.

» specki » Beiträge: 146 » Talkpoints: 40,56 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Die häufigsten Mitbewohner, die hier in der Wohnung dauerhaft ihr Domizil aufschlagen sind leider auch die Spinnen. Und ja, ich weiß auch, dass es biologisch keine Insekten sind, zähle sie aber großzügig mal zu diversem Krabbelviehzeug. Meistens handelt es sich glücklicherweise nur um diese dünnen Zitterspinnen oder seltener mal ein kleines Exemplar, was fast schon drollige Größen aufweist. In einer Lampe wohnt seit einiger Zeit eine solch kleine Spinne, die kaum größer als ein Reiskorn ist.

Ich lasse sie da, auch wenn es seltsam klingt. Eigentlich finde ich es ganz skurril, wie sie ihr Netz akribisch immer wieder auf- und abbaut und dabei des Weges kommende Miniaturfliegen einfängt. Mich stört es nicht so, dass ich mich jetzt auf die Jagd begeben würde, denn sie wohnt genau im Gelenk, sodass ich gewaltsamen Aufwand betreiben müsste, sie dort zu entfernen. Das täte mir schon leid. Hier gilt die Devise: Rausbringen, nicht töten. Ansonsten hatte ich mal mit einer meiner Pflanzen im Winter einen mir damals noch unbekannten Käfer mitgebracht. Es stellte sich am Ende dank Bestimmung durch das Internet als Stinkwanze raus, auch wenn der Kerl, wie ich ihn nannte, nicht gestunken hat. Einmal haben wir auch durch einen Weihnachtsbaum so einen Kerl eingeschleppt.

Und vor schon längerer Zeit krabbelte mal aus einer überwinterten Balkonpflanze durch die Wärme in der Wohnung plötzlich ein sehr außergewöhnlich aussehender Käfer über den Boden, den ich als Goldglänzenden Rosenkäfer identifizieren konnte. Hier ist schon insektenmäßig manchmal was los. Vor zwei Jahren flog etwas immer über den Balkon, von dem ich dachte, es wäre eine riesige schwarze Hornisse. So groß, dass sie im Sonnenlicht sogar deutlich vernehmbare Schatten auf die hellen Wände warf. Es war keine Hornisse, sondern eine Schwarze Waldbiene. Sehr faszinierend.

Vor zwei Jahren haben leider auch Wespen versucht, sich unter dem Balkontisch ein Nest zu bauen bzw. die Wespe hatte schon fleißig damit angefangen. Da hat die Toleranz dann aber aufgehört und ich habe das Nest in einem frühen Stadium entfernen müssen, leider. Aber ein Wespennest auf einem kleinen Balkon einer Mietwohnung ist für mich nicht mehr tolerabel.

» Verbena » Beiträge: 4314 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



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