Kann Kimbal Musk Essverhalten der Amerikaner verbessern?

vom 06.05.2018, 10:49 Uhr

Kimbal Musk, der Bruder des sehr viel bekannteren Elon Musk, möchte das Essverhalten der Amerikaner positiv beeinflussen und verändern. Soweit zumindest seine Aussage. Durchsetzen will er das Vorhaben, indem er eine Restaurantkette eröffnen will, wo saisonale Produkte direkt eingekauft und verarbeitet werden, sodass die Kosten und Lieferketten klein und kurz gehalten werden und dementsprechend natürlich auch die Endpreise für seine späteren Kunden.

Ich frage mich aber, ob er damit die gefährdete Klientel, die billig und schnell kauft, überhaupt wird erreichen können. Gehen Leute von sehr geringem Einkommen wirklich öfter essen oder holen sie sich nicht vielmehr das billigste im Supermarkt oder von der Burgerkette? Wird Kimbal Musk mit seinem ambitionierten Vorgehen Erfolg haben? Oder ist das ein unrealistischer Traum?

» Verbena » Beiträge: 2827 » Talkpoints: 7,90 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Kurzfristig wird er sicherlich keinen Erfolg haben. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und wenn die Menschen es eher gewöhnt sind zu den etablierten Fast Food Ketten zu gehen, um sich Essen zu kaufen, dann wird so ein "Pionier" es ziemlich schwer haben meiner Ansicht nach. Also wenn er es schafft, als ernsthafter Konkurrent zu Mc Donalds und Co sich zu etablieren hätte er vielleicht eine Chance. Aber bis er das Filialnetz ausgebaut hat und eine eigene Kette hat, dauert es ja auch eine Weile, wenn er es nicht vorher in den Sand setzt.

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» Täubchen » Beiträge: 23198 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 23000 Beiträge


Ich glaube eher, dass hier jemand Werbung für seine Restaurantkette machen möchte, und ihm die Arterienverkalkung bzw. das Essverhalten der 325 Millionen US-Amerikaner ehrlich gesagt relativ egal ist. Wir vergessen hier immer, wie groß die USA sind, wie viele Menschen dort wohnen, und wie viele Restaurantketten es dort gibt. Ich bin mir sicher, dass es dort zahllose Projekte gibt, gesundes und umweltverträglich produziertes Essen auch den ärmeren Bevölkerungsschichten anzudrehen, aber wir bekommen nur in diesem Fall etwas davon mit, weil der Betreiber hinten Musk heißt.

Davon abgesehen kann ich mir vorstellen, dass Bemühungen, die breite Bevölkerung zu besserem Essverhalten zu erziehen, ähnlich verlaufen wie hierzulande oder beispielsweise in Großbritannien drüben. Viele Leute werden wohl gar nicht gelernt haben, wie gesundes Essen funktioniert und können mit dem Prinzip an sich nicht viel anfangen, während sich andere wie so oft "bevormundet" fühlen und auf ihr Recht auf Pommes und Cola pochen. Ernährungstrends erfassen meines Erachtens sowieso immer nur geringe Teile der Bevölkerung, die Geld, Muße und Bildung genug haben, um sich mit Chia-Pudding, Granatäpfeln und unpasteurisiertem Sauerkraut auseinanderzusetzen und nicht einfach zum billigsten Angebot greifen.

» Gerbera » Beiträge: 6577 » Talkpoints: 4,48 » Auszeichnung für 6000 Beiträge



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