Ist der Plastik-Verzicht für euch persönlich bedeutsam?

vom 24.10.2020, 02:44 Uhr

Wenn man einkaufen geht, merkt man vielerorts, dass Läden versuchen, auf Kunststoff zu verzichten. Einige Supermärkte bieten keine Plaste-Tüten mehr an, andere haben die zumindest verteuert, in manchen Märkten kosten nun sogar diese kleinen Kunststofftüten für das Gemüse etwas, bei McDonalds gibt es nun keinen Plaste-Löffel mehr, sondern einen aus Holz usw. Es soll demnächst ja auch kein Kunststoffgeschirr zum Wegwerfen mehr geben.

Ich finde das nicht ganz so toll. Die Papier-Tüten im Supermarkt sind meiner Meinung nach kein vollwertiger Ersatz für die Plastetüten, denn die halten nicht so viel aus, mir ist auch schonmal eine zerrissen. Eis mit Holzlöffel schmeckt mir weniger gut, weil man den Holzgeschmack merkt und Wegwerfgeschirr habe ich auch immer gern verwendet, sowohl für mich als auch für meine Haustiere. Beispielsweise nutze ich für meine Schildkröte Wegwerfschalen als Trinknapf. Die pullert und kackt da auch gern rein und dann schmeiße ich die einfach weg und nehme eine neue, anstatt das Ding reinigen zu müssen.

Mir ist schon klar, dass es den Trend in Richtung weniger Plastik gibt, aber ich finde, man sollte selbst entscheiden dürfen, welches Produkt man wählt. Wenn ich mich recht erinnere, war das ja wieder einmal so ein EU-Beschluss, der eben die Abschaffung des Plastebestecks vorschreibt. Das ist genauso wie bei der Glühbirne, da hat man nicht den Verbraucher entscheiden lassen, welche Leuchtmittel er wählt, sondern bevormundet. Man lässt Menschen also auch beim Plaste nicht die freie Wahl, sondern bevormundet wieder.

Mir persönlich ist in meinem Leben ein Verzicht auf Kunststoffe nämlich nicht wichtig, für mich überwiegen die Vorteile und wer das anders sieht, der darf von mir aus gern Verzicht üben. Dass aber alle gezwungen werden, zu verzichten, finde ich weniger schön. Ich werde mich dann in den nächsten Wochen nochmal richtig mit diesen Wegwerfschalen eindecken, damit ich einen Vorrat für ein paar Jahre habe. Ich finde, der Staat sollte sich da eigentlich nicht einmischen und wirklich den Menschen selbst die Wahl überlassen.

Geht ihr den Verzicht auf Kunststoff mit? Oder würdet ihr euch wünschen, dass dem Verbraucher die Wahl überlassen wird? Seht ihr das als Bevormundung?

» Zitronengras » Beiträge: 9079 » Talkpoints: 153,60 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



Hast du dich schon mal mit dem Thema beschäftigt? Ganz klassisch, die Schildkröte mit dem Plastikstrohhalm in der Nase gesehen? Mich lässt das Thema nicht kalt. Es ist einfach so etwas von schlimm, dass wir ganze Meere mit Plastik verseuchen, Tiere sich komplett anders verhalten, Lebensräume wegfallen und so weiter. Plastik bringt jede Menge Schaden mit sich und natürlich ist es vielleicht angenehm, aber es ist nicht so, dass es keine Alternativen dazu gibt. Du kannst dir selber Sachen mitnehmen.

Die Papiertüte kannst du doch auch durch einen selbst mitgebrachten Korb ersetzen oder dir einen Rucksack mitnehmen, es zwingt dich keiner zu einer solchen Tüte und dein geliebtes Eis kannst du mit einem mitgebrachten Löffel essen. Ich finde es verantwortungslos sich damit nicht zu beschäftigen und dann zu meckern, dass große Firmen umdenken und unsere Umwelt noch etwas retten wollen. Es ist schon so dermaßen zu spät, dass das kaum etwas bringen wird, aber lass sie den Versuch doch starten.

In meinem Haushalt achten wir seit diesem Jahr sehr auf den Plastikverzicht. Es ist nicht so schwer wie man denkt. Den Kindern lasse ich das was sie wollen, wenn es Spielzeug ist, aber wir haben Alternativen gefunden und so schwer ist das nicht. Du wirst nicht eingeschränkt nur weil es für manche Dinge Alternativen gibt. Das ist doch Quatsch. Du tust gerade so als hätte man gesagt, dass du dein Leben nicht mehr führen kannst, das ist doch nicht so. Stell dir mal vor es gibt zu jedem deiner Plastiksachen Alternativen und ich hoffe, dass du irgendwann mit denen leben musst. Wobei die Qual des Ganzen gar nicht so groß sein wird.

Ich bin bei Weitem kein militanter Öko, aber deine egoistische Art regt mich zuweilen wirklich auf. Es muss immer nach deiner Nase gehen und wenn man dann gute Alternativen und Vorschläge macht, dann ist das nichts, weil du es dir anders in den Kopf gesetzt hast. Es gibt nur diese eine Welt, denk mal darüber nach. So schwer dürfte dir das doch mit deinen Abschlüssen nicht fallen mal zu überlegen, was so schlecht am Plastik sein könnte.

Benutzeravatar

» Ramones » Beiträge: 43108 » Talkpoints: 63,57 » Auszeichnung für 43000 Beiträge


Ramones hat geschrieben:Ich bin bei Weitem kein militanter Öko, aber deine egoistische Art regt mich zuweilen wirklich auf. Es muss immer nach deiner Nase gehen und wenn man dann gute Alternativen und Vorschläge macht, dann ist das nichts, weil du es dir anders in den Kopf gesetzt hast. Es gibt nur diese eine Welt, denk mal darüber nach. So schwer dürfte dir das doch mit deinen Abschlüssen nicht fallen mal zu überlegen, was so schlecht am Plastik sein könnte.

Du klingst schon ziemlich nach einem militanten Öko. Ich finde, es sollte jeder so leben, wie er möchte. Meine Meinung, dass ich Plastetüten eben praktischer finde, ebenso wie Plaste-Besteck, ist genauso legitim wie die Meinung derjenigen, die dann lieber zu Papier oder Pappe greifen. Das hat nichts mit Nachdenken zu tun, sondern das ist eine Frage der persönlichen Freiheit.

Ob ich mir im Lidl eine Plastetüte nehme, die tatsächlich mehrere Einkäufe hält und dann irgendwann zum Müllbeutel wird oder ob ich dort einen Papierbeutel nehme, der dann aber spätestens beim Auspacken auseinander fällt und dafür beim nächsten mal Müll wegschaffen einen normalen Müllbeutel verwende, macht keinen Unterschied. Und nein, ich möchte nicht mit dem Jute-Beutel oder Rucksack einkaufen gehen, das finde ich unhygienisch und außerdem kaufe ich meistens viel Gemüse für meine Tiere und Gemüse kann man nicht einfach so in Stoff packen, das färbt ab oder tropft, da kannst du dann den Jute-Beutel auch nach zweimal Benutzen wegwerfen.

Ich habe auch keine Lust, jedes Mal einen Korb mitzuschleppen. Ich gehe meistens spontan einkaufen, wenn ich irgendwo unterwegs bin und da ich heute auch nicht weiß, mit welchem Auto ich in drei Tagen fahren werde, müsste ich dafür dann in jedem Auto einen Korb vorrätig haben, was mir zu viel Platz wegnimmt, abgesehen davon, dass ich keine Lust darauf habe, den Korb putzen zu müssen. Der wird nämlich garantiert dreckig, wenn du da beispielsweise Salate reinlegst.

Wenn du so daran appellierst, man müsse sich Gedanken machen, dann überlege du doch mal, wie der Plastemüll ins Meer kommt. Der schwimmt da nicht, weil ich mein Eis nicht gern mit Holzlöffeln esse. Das liegt daran, dass irgendwelche Entwicklungsländer ohne sinnvolles Müll-Entsorgungs-System das Zeug ins Meer kippen und Deutschland seinen Plastemüll teilweise an diese zurückgebliebenen Länder verkauft. Ist das dann meine Schuld? Wenn alles hier entsorgt werden würde, würde kein Stück deutscher Müll im Meer schwimmen. Ist das meine Verantwortung, was irgendwelche Entwicklungsländer machen?

» Zitronengras » Beiträge: 9079 » Talkpoints: 153,60 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



Du redest von bevormunden. Denk mal drüber nach, wie viele Vorschriften und Gesetze du täglich einhalten musst. Du fährst Auto und wir haben eine Gurtpflicht. Du bist Unternehmerin und du hast die Pflicht deine Einnahmen und Ausgaben gegenüber dem Finanzamt offen zu legen. Und so geht das munter weiter.

Und wenn man sich mal mit dem Thema etwas mehr beschäftigt, sollte man schon mitbekommen haben, dass selbst beim Menschen schon Microplastik im Körper nachgewiesen wurde. Wenn dir schon die Umwelt und die dort lebenden Tiere egal sind, sollte es deine Gesundheit wohl nicht sein.

Ich gebe zu, dass ich nun nicht so genau darauf achte, ob ich Plastik nutze oder nicht. Aber ich vermeide es da, wo es vermeidbar ist. Beim Einkaufen habe ich entweder Beutel aus Stoff dabei oder meinen eigenen Einkaufskorb. Sollte ich mal kurz entschlossen einen größeren Einkauf tätigen wird kein Plastikbeutel im Laden gekauft, sondern alles so im Kofferraum verstaut. Und die Plastiktüten für Obst und Gemüse werden bei uns halt noch mehrmals verwendet, bevor sie über den gelben Sack entsorgt werden.

» Punktedieb » Beiträge: 16745 » Talkpoints: 119,84 » Auszeichnung für 16000 Beiträge



Ich bin ehrlich: für mich persönlich steht der Verzicht auf Plastik auf meiner Prioritätenliste auch nicht an oberster Stelle. Kunststoffe haben viele Eigenschaften und Vorteile, für die ich sie schätze und in manchen Situationen anderen Materialien vorziehen würde, auch wenn ich um die gesundheitlichen und umweltrelevanten Risiken weiß. Alleine in der modernen Medizin, in der Verkehrstechnologie und in diversen anderen Branchen ist Plastik quasi nicht mehr wegzudenken und hat revolutionäre Fortschritte ermöglicht.

Dennoch bin ich durchaus in der Lage dazu, über den Tellerrand meiner eigenen Existenz hinauszublicken und einzusehen, dass mein privater Umgang mit Plastik vielleicht keinen Einfluss auf den Rest der Welt hat, aber durchaus relevant wird, wenn eben dieser Rest der Welt mit der gleichen Einstellung lebt. Deswegen bemühe ich mich dort, wo es mich nicht lebensqualitätsmindernd einschränkt oder übermäßige Mehrkosten verursacht, achtsamer mit Kunststoffen umzugehen.

Ordnungsgemäß entsorgen und so häufig wie möglich wiederverwenden tue ich Kunststoffwaren sowieso schon immer, und Plastiktüten generell gegen Jutebeutel eingetauscht habe ich nun auch. Ich kaufe zwar nicht Marke A in Öko-Verpackung, wenn mir Marke B aus dem Plastikbehälter besser schmeckt, aber ich rebelliere auch nicht dagegen, wenn mein Lieblingscafé keine Strohhalme oder Plastiklöffel mehr ausgibt. Kurzum: ich passe mich kleinschrittig an den Trend der Zeit an, aber ich teile keine radikalen Ansichten.

» MaximumEntropy » Beiträge: 7761 » Talkpoints: 868,23 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


Ich finde es ehrlich gesagt sehr gut, das bestimmte Dinge aus Plastik immer mehr vom Markt verschwinden, leider muss das ja mit Zwang passieren, weil viele Menschen einfach nicht in der Lage sind zu erkennen was deren Plastikkonsum ausmacht. Jeder denkt nur, ach die eine Plastiktüte beim Einkauf, das eine Mal Weg-Werfgeschirr beim Grillen im Park, der eine Coffee-to-Go Becher mit dem Plastikdeckel etc. und wenn jeder so denkt und das alles nur einmal in der Woche so macht? Dann wird aus der einen Plastiktüte in der Woche, 52 Tüten im Jahr und das Millionenfach auf Deutschland hochgerechnet.

Jeder kann seit Jahren ohne weiteres seinen Plastikkonsum einschränken und da es nicht in dem Maße umgesetzt wird, wie es gut wäre, muss es halt wieder über Verbote laufen. Also sollte man sich bei all jenen bedanken, die nicht zum Umdenken bereit sind.

Für Lebensmittel habe ich im Supermarkt noch nie im Leben eine Plastiktüte gebraucht, geschweige denn gekauft. Entweder habe ich einen Rucksack dabei, wenn ich mit dem Fahrrad einkaufen fahre oder ich habe einen Korb dabei, denn eigentlich weiß man morgens, wenn man abends nach der Arbeit mit dem Auto einkaufen geht. Der Korb ist eigentlich auch nie wirklich dreckig und wenn doch mal, dann lässt er sich mit einem feuchten Lappen in 2 Minuten auswischen, da ist nichts mit umständlich reinigen oder ähnlichem und auch Gemüse sifft nie so rum, das der Boden des Korbes quasi schwimmt. Wenn ich bewusst shoppen gehe habe ich auch schon seit Jahren 1--2 Jute-Beutel dabei und verzichte so schon lange auf Plastik- oder Papiertüten und wenn so ein Jutebeutel mal dreckig ist, dann muss man ihn auch nicht gleich wegwerfen, sondern kann ihn einfach mit in die Waschmaschine stecken, das ist im Endeffekt auch kein Aufwand.

Und wenn mir jemand sagt deutsches Plastik gelangt nicht ins Meer, der soll im Sommer mal an Flüssen und Seen langgehen und sich die Ufer ansehen, was da alles so liegt und dann mit weggespült wird und schlussendlich auch ins Meer gelangt, dafür braucht man nicht auf andere Länder zeigen und eins der häufigsten Dinge die man da so sieht sind Einmalgeschirr und ähnliches.

Es gibt auch Dinge wo ich denke, der Plastikersatz ist nicht optimal, ich denke da z.B. an Trinkhalme aus Pappe, die weichen tatsächlich auf und verändern den Geschmack von einem Cocktail dann doch zum negativen, da finde ich die Varianten aus Glas oder Metall deutlich besser, die werden sich aber in der Gastronomie wohl nicht durchsetzen, da die Reinigung eher aufwendig ist. Aber ich finde es gut, dass in solchen Bereichen Alternativen zu Plastik gesucht und angeboten werden.

Ich finde es in vielen Bereichen sehr sehr einfach auf Plastik zu verzichten ohne das es für mich eine großer Aufwand oder eine riesen Umstellung ist, aber da muss auch jeder mal ein wenig von seiner eigenen Bequemlichkeit weg. Ich finde eine verdreckte Wasserschale kurz unter Wasser sauber zu machen ist jetzt auch kein Argument für Einwegplastikgeschirr, das ist eher die eigene Bequemlichkeit mehr nicht.

» StarChild » Beiträge: 1396 » Talkpoints: 34,06 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


StarChild hat geschrieben:Ich finde es ehrlich gesagt sehr gut, das bestimmte Dinge aus Plastik immer mehr vom Markt verschwinden, leider muss das ja mit Zwang passieren, weil viele Menschen einfach nicht in der Lage sind zu erkennen was deren Plastikkonsum ausmacht. Jeder denkt nur, ach die eine Plastiktüte beim Einkauf, das eine Mal Weg-Werfgeschirr beim Grillen im Park, der eine Coffee-to-Go Becher mit dem Plastikdeckel etc. und wenn jeder so denkt und das alles nur einmal in der Woche so macht? Dann wird aus der einen Plastiktüte in der Woche, 52 Tüten im Jahr und das Millionenfach auf Deutschland hochgerechnet.

Dieses Wenn-Jeder-So-Denkt-Argument kann ich nicht so richtig gelten lassen. Das kommt ganz oft, dass man bei Dingen sagt, was wäre, wenn jeder so denkt. Aber was ich mache, hat ja keinen Einfluss auf andere und was andere machen, keinen Einfluss auf mich. Jeder entscheidet sein Verhalten selbst.

Für Lebensmittel habe ich im Supermarkt noch nie im Leben eine Plastiktüte gebraucht, geschweige denn gekauft. Entweder habe ich einen Rucksack dabei, wenn ich mit dem Fahrrad einkaufen fahre oder ich habe einen Korb dabei, denn eigentlich weiß man morgens, wenn man abends nach der Arbeit mit dem Auto einkaufen geht. Der Korb ist eigentlich auch nie wirklich dreckig und wenn doch mal, dann lässt er sich mit einem feuchten Lappen in 2 Minuten auswischen, da ist nichts mit umständlich reinigen oder ähnlichem und auch Gemüse sifft nie so rum, das der Boden des Korbes quasi schwimmt. Wenn ich bewusst shoppen gehe habe ich auch schon seit Jahren 1--2 Jute-Beutel dabei und verzichte so schon lange auf Plastik- oder Papiertüten und wenn so ein Jutebeutel mal dreckig ist, dann muss man ihn auch nicht gleich wegwerfen, sondern kann ihn einfach mit in die Waschmaschine stecken, das ist im Endeffekt auch kein Aufwand.

Ok, also ich weiß das morgens nicht, ob ich einkaufen gehen werde. Ich mache das immer spontan und da entscheide ich nicht Stunden vorher, sondern je nachdem, ob es gerade passt oder eben nicht. Klar könnte man das immer genau planen und sich entsprechend wappnen, aber so will ich nicht leben, dass ich alles vorausplane. Ich bin ein spontaner Einkäufer und ich habe die Erfahrung gemacht, dass Gemüse schon sehr siffig ist. Beispielsweise kaufe ich oft Kopfsalat und den stecke ich dann in eine kleine Tüte. Wenn ich den dann später auspacke, dann schwimmt oft etwas Wasser oder Schmodder in der Türe. Würde ich einen Stoffbeutel nehmen, dann wäre der nachher entsprechend siffig.

Ich habe gerade wieder einen Salat ausgepackt und der Beutel schwamm, wenn man den ausgewrungen hätte, hätte man einige ml Wasser zusammenbekommen. Möchte ich das in meiner Tasche haben oder in meinem Rucksack? Ganz klar nein. Und ich möchte auch den Napf der Schildkröte, in dem dann die Kacke schwimmt, nicht in meinem Waschbecken ausspülen, also ehrlich, das ist die eklig.

Und wenn mir jemand sagt deutsches Plastik gelangt nicht ins Meer, der soll im Sommer mal an Flüssen und Seen langgehen und sich die Ufer ansehen, was da alles so liegt und dann mit weggespült wird und schlussendlich auch ins Meer gelangt, dafür braucht man nicht auf andere Länder zeigen und eins der häufigsten Dinge die man da so sieht sind Einmalgeschirr und ähnliches.

Es gibt auch bei uns Menschen, die ihren Müll beispielsweise nach dem Grillen im Wald einfach wegwerfen, aber dafür können ja die nichts, die ihren Müll ordnungsgemäß entsorgen.

» Zitronengras » Beiträge: 9079 » Talkpoints: 153,60 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



@Zitronengras: Dir ist aber schon bewusst, wenn jeder Mensch das vermeidet, was ihm ohne größeren Aufwand möglich ist, dass es in der Masse viel bringt. Hier kam das Beispiel mit den Einkaufstüten aus Plastik. Rechne mal den einen Beutel, den jeder Einwohner in Deutschland pro Woche sparen würde. Dann kommen wir auf über 4 Milliarden im Jahr. Das macht dann schon was aus.

Und man muss ja nicht mal auf den Plastikabfall schauen, der nach Grillpartys oder so liegen bleibt. Da reicht schon das was durch die Gegend fliegt, wenn die gelben Säcke geholt werden und da der eine oder andere Sack kaputt gegangen ist.

Aber selbst als Spontaneinkäufer kann man doch im Auto Beutel aus Stoff haben. So dass man eben an der Kasse keinen Plastikbeutel kaufen muss. Das ist ein sehr geringer Mehraufwand den man da betreibt. Aber der kommt am Ende nicht nur der Umwelt zu gute, sondern auch dem eigenen Geldbeutel.

» Punktedieb » Beiträge: 16745 » Talkpoints: 119,84 » Auszeichnung für 16000 Beiträge


Na ja, "bedeutsam" ist relativ, aber Mikroplastik, Weichmacher und so weiter in meinem Essen finde ich persönlich "eklig", also schaue ich schon, dass ich in dem Bereich auf Plastik verzichte. Höhere Müllgebühren für die größere Tonne fände auch auch nicht geil, also achte ich auch in Bereichen, die nicht mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, darauf Verpackungen zu reduzieren. Und ich wäre echt zu geizig um eine Plastiktüte im Geschäft zu kaufen wo ich doch zig Stoffbeutel zu Hause liegen haben.

Was den Umweltaspekt betrifft, da ist längst nicht alles so schwarz-weiß wie es oft dargestellt wird. Papiertüten sind nicht automatisch umweltfreundlicher, "Bioplastik" ist längst nicht so kompostierbar wie in der Werbung behauptet wird und Mineralwasser in Glasflaschen macht nur Sinn wenn es von einem regionalen Anbieter kommt. Ansonsten führt das höhere Gewicht von Glas beim Transport zu mehr CO2 Ausstoß. Oder Plastikverpackungen bei Obst und Gemüse sorgen für längere Haltbarkeit, also weniger Lebensmittelverschwendung. Ökobilanz ist kompliziert und lässt sich nicht auf "Plastik ist böse" reduzieren.

Ja, es gibt ganz schlimme Bilder von Umweltverschmutzung durch Plastik, aber wenn ich persönlich meinen Müll immer ordentlich entsorge ist das dann meine Schuld? Wenn der Müllentsorgen, den ich ja für die ordentliche Entsorgung bezahlt habe, irgendwas illegales mit meinem Müll anstellt kann ich doch nicht dafür und kann das vor allem auch nicht verhindern.

Benutzeravatar

» Cloudy24 » Beiträge: 25725 » Talkpoints: 31,74 » Auszeichnung für 25000 Beiträge


Zitronengras hat geschrieben:Dieses Wenn-Jeder-So-Denkt-Argument kann ich nicht so richtig gelten lassen. Das kommt ganz oft, dass man bei Dingen sagt, was wäre, wenn jeder so denkt. Aber was ich mache, hat ja keinen Einfluss auf andere und was andere machen, keinen Einfluss auf mich. Jeder entscheidet sein Verhalten selbst.

Natürlich hat dieses Argument durchaus einen Einfluss auf andere, auf Dich, die Umwelt, die Ressourcen etc. Denn durch dein Handeln verbrauchst du Ressourcen (Plastik muss auch produziert werden), verursachst Müll der vermeidbar ist etc. Also hat ein "ich will frei sein und nur so handeln wie es mir passt" durchaus einen Einfluss auf andere und auch auf dich selber.

Ok, also ich weiß das morgens nicht, ob ich einkaufen gehen werde. Ich mache das immer spontan und da entscheide ich nicht Stunden vorher, sondern je nachdem, ob es gerade passt oder eben nicht. Klar könnte man das immer genau planen und sich entsprechend wappnen, aber so will ich nicht leben, dass ich alles vorausplane. Ich bin ein spontaner Einkäufer und ich habe die Erfahrung gemacht, dass Gemüse schon sehr siffig ist. Beispielsweise kaufe ich oft Kopfsalat und den stecke ich dann in eine kleine Tüte. Wenn ich den dann später auspacke, dann schwimmt oft etwas Wasser oder Schmodder in der Türe. Würde ich einen Stoffbeutel nehmen, dann wäre der nachher entsprechend siffig.

Also ich weiß, wenn etwas aus ist oder der Kühlschrank leer ist oder ob ich irgendetwas vermisse nicht erst 5 Minuten vor Feierabend und selbst wenn ich mal spontan einkaufe, um einen Einkauf in mein Auto zu packen, brauche ich keine Plastiktüte für die 5 Meter von der Kasse bis zum Auto und zu Hause brauche ich dann auch keine. Ich plane auch nicht morgens meinen kompletten Einkauf oder lege fest, dass ich unbedingt an dem Abend einkaufen gehen muss, wenn es dann ein Tag später ist, dann verbleibt der Korb eben im Auto.

Was ich mich ja gerade frage, wenn du immer nur spontan einkaufen gehst, wie machst du das dann eigentlich mit Pfand? Alles wegschmeißen? Du weißt ja nie, wann du einkaufen gehst, dann kannst du den ja auch nie mit zurück nehmen. Wie gesagt, ich habe die Erfahrung mit Gemüse oder auch Salat noch nicht gemacht, scheinbar kaufe ich woanders ein.

Und ich möchte auch den Napf der Schildkröte, in dem dann die Kacke schwimmt, nicht in meinem Waschbecken ausspülen, also ehrlich, das ist die eklig.

Mal komplett überspitzt gefragt, putzt du dein Klo oder lässt du da auch immer ein neues einbauen? Man kann den Napf auch ins Klo ausleeren, dann hat man da nichts im Waschbecken und das Klo benutzt du ja auch für die gleichen Hinterlassenschaften.

Es gibt auch bei uns Menschen, die ihren Müll beispielsweise nach dem Grillen im Wald einfach wegwerfen, aber dafür können ja die nichts, die ihren Müll ordnungsgemäß entsorgen.

Natürlich können die nichts dafür, aber die können sich jetzt eben bei denen bedanken, die das machen, genau aus solchen Gründen sind immer mehr Verbote nötig. Aber die denken sich wahrscheinlich auch, deren Müll hat ja keinen Einfluss auf andere, liegt ja nur im Wald.

» StarChild » Beiträge: 1396 » Talkpoints: 34,06 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

^