Hattet ihr schon Gefühle für einen Kollegen?

vom 18.12.2017, 05:56 Uhr

In diesem Forum gibt es bereits zig Beiträge, die thematisieren, ob man mit einem Kollegen eine Beziehung anfangen würde und wie man sich dann im Falle einer Trennung verhält. Darum soll es aber nicht gehen. Angeblich sollen 51 Prozent aller Deutschen mal in einen Kollegen verliebt gewesen sein. Ob daraus erste Schritte initiiert worden sind, ist nicht bekannt.

So wirklich nachvollziehbar finde ich das nicht. Ich hatte schon einige Jobs, aber ich war noch nie in einen Kollegen verliebt oder dabei, mich in einen Kollegen zu verlieben. Ich weiß auch gar nicht, ob das bei mir so ohne weiteres möglich wäre oder ob ich im Kopf nicht viel zu blockiert bin für so etwas. Mit romantischen Sprüchen und Flirts bin ich eh nicht zu haben, dafür ticke ich zu anders. Wie seht ihr das? Meint ihr, dass diese Zahl stimmen kann? Ward ihr schon einmal in einen Kollegen verliebt oder seid ihr da nicht der Typ für?

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» Täubchen » Beiträge: 33305 » Talkpoints: -1,02 » Auszeichnung für 33000 Beiträge



In einen Kollegen war ich noch nie verliebt. Meistens ist es auch so, dass ein Arbeitsteam aus vielen verschiedenen Menschen besteht. Oftmals waren bei mir auf der Arbeit auch ältere und verheiratete Männer zu sehen, die für mich absolut uninteressant sind. Im Moment arbeite ich eher mit Frauen zusammen und da kann ich mich nicht verlieben, da ich nicht bisexuell bin oder bis jetzt noch keine bisexuelle Neigung feststellen konnte.

Aber ich war als Schülerin schon in zwei Klassenkameraden verliebt. Ich würde es aber heute nicht als Verliebtheit bezeichnen, sondern eher als kleine Schwärmerei. Die Auswahl in der Schule war auch nicht besonders groß, so dass der Standard vielleicht dann doch automatisch ein wenig heruntergeschraubt wurde. Man fand einen Typen eben "ganz süß", aber das war es dann auch schon.

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» soulofsorrow » Beiträge: 9239 » Talkpoints: 26,10 » Auszeichnung für 9000 Beiträge


Das ist doch nun wirklich kein seltenes Phänomen. Allein bei den Menschen über 30 entsteht jede dritte Beziehung am Arbeitsplatz. Da verbringt man viel Zeit und lernt öfter neue Menschen kennen. Privat wird es mit steigendem Alter schließlich immer schwieriger.

Ich kenne mehr als zehn Ärzte, die entweder eine Krankenschwester, eine medizinische Schreibkraft oder eine Kollegin geheiratet haben. Ein Richter im Bekanntenkreis ist mit einer Anwältin liiert, das Kennenlernen fand im Sitzungssaal statt. Mehrere Tierarztpaare haben sich auf der Arbeit gefunden. Selten ist es also nicht.

Ich selbst war nur interessiert an einem Kollegen, wenn man die Vorbereitung für eine externe Prüfung als Arbeit ansieht. Immerhin habe ich einen der anderen Prüflinge geheiratet. Aber es gab immer mal interessierte Kollegen. Wenn mir davon jemand gefallen hätte, hätte es auch eine Beziehung geben können. Nur waren die eben nur nett und nicht mehr oder ich war glücklich vergeben und prinzipiell nicht interessiert.

» cooper75 » Beiträge: 13444 » Talkpoints: 523,22 » Auszeichnung für 13000 Beiträge



Ich glaube so etwas passiert schon mal. Immerhin verbringt man mit seinen Kollegen viel Zeit und redet dann auch mal über Dinge, die man privat so macht, mag und so weiter. Da kann das schon vorkommen und so schlimm ist das sicherlich auch nicht. Mir selber erging es nicht so, ich habe mich noch nie in einen Kollegen verliebt und bin auch nicht privat mit Kollegen unterwegs gewesen, weil ich das durchaus zu trennen weiß und nicht private Dinge mit beruflichen Dingen zu vermische.

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» Ramones » Beiträge: 47758 » Talkpoints: 8,52 » Auszeichnung für 47000 Beiträge



Ja, das ist mir in der Tat schon passiert, ist mittlerweile sechs Jahre her. Damals habe ich in einem Handwerkerbetrieb gearbeitet und saß mit einer anderen Kollegin in einem Büro im Eingangsbereich. Dann wurde noch ein weiterer Kollege eingestellt und der bekam dann meinen Platz und ich bin zu dem besagten Kollegen ins Büro gezogen.

Wir hatten vorher immer schon miteinander geschäkert, er hat mich immer "Sonnenschein" genannt und auch meiner Kollegin blieb es nicht verborgen, dass es zwischen uns knistert. Man muss dazu sagen, dass er verheiratet war/ist und da sowieso nichts passiert wäre. Merkwürdigerweise war er auch so gar nicht der Typ Mann, in den ich mich normalerweise vergucken würde, aber seine Art gefiel mir so gut, so dass es dann doch passiert ist, dass ich mich wohl in ihn verknallt hatte.

Wir hatten viel Spaß zusammen (im Büro!) und haben auch echt viel gelacht. Aber wir hatten auch gute ernsthafte Gespräche, die oft lange gingen und zu denen die andere Kollegin dann auch noch dazu kam, wenn wir nicht so viel zu tun hatten. Das eine Mal hatten wir dann ein eindeutiges Gespräch. Irgendwie ging es um das Thema Kopfkino. Ich weiß nicht mehr genau, wie es war, aber er wollte von mir eine Antwort haben und da meinte ich nur zu ihm, dass ich glaube, dass wir beide das gleiche Kopfkino haben. Und er antwortete dann nur "ja, haben wir wohl". Naja, für mich war es eindeutig, was er damit gemeint hat. Mehr ist aber dann auch nie passiert, es gab weder heimliche Treffen, noch sonst etwas in der Art.

Ein Jahr später bekam ich ja dann die betriebsbedingte Kündigung, so dass wir auch keinen Kontakt mehr haben. Was ich allerdings sehr traurig fand, war die Tatsache, dass er mir nicht mal geschrieben hat, denn als ich den letzten Tag im Büro war, hatte er gerade einen Außentermin, so dass er von der Kündigung gar nichts mitbekommen hatte. Eine WhatsApp wäre vielleicht anständig gewesen, aber so sind die Menschen leider. Aus den Augen, aus dem Sinn.

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» Jacqui_77 » Beiträge: 2969 » Talkpoints: 42,68 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


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