Freiwillige Sonderzahlungen in Rentenversicherung sinnvoll?

vom 29.09.2020, 13:43 Uhr

Hat man in seiner Erwerbsbiografie Lücken und daraus resultierende Rentennachteile, so kann man diese auch durch freiwillige Sonderzahlungen abmildern oder ausgleichen. Die Frage ist aber nur, ob sich das denn auch wirklich lohnt. Habt ihr schon mal solch einen Fall gehabt oder für euch selbst durchgerechnet? Meint ihr, dass es durchaus sinnvoll ist derartige Sonderzahlungen zu leisten oder kommt da unterm Strich auch nicht viel dabei heraus?

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» Lupenleser » Beiträge: 334 » Talkpoints: 35,53 » Auszeichnung für 100 Beiträge



In der Zeitung habe ich darüber mal einen Artikel mit verschiedenen Rechenbeispielen gelesen und die haben mich eher etwas abgeschreckt. Man müsste wirklich viel einzahlen (10.000 Euro und aufwärts), um dann pro Monat einen zweistelligen Eurobetrag mehr zu haben. Das finde ich nicht lohnend.

Hat man da nicht mehr davon, das Geld zu behalten und sich selbst einzuteilen? Die Rentenversicherung ist ja auch so konzipiert, dass du weniger heraus bekommst als du eingezahlt hast, schon aus diesem Aspekt her würde ich davon abraten. Eigentlich frage ich mich, ob es überhaupt Konstellationen gibt, in denen das Sinn macht.

» Zitronengras » Beiträge: 8964 » Talkpoints: 79,41 » Auszeichnung für 8000 Beiträge


Ich kann mir fast keine Situation vorstellen, in der sich das lohnt. Vielleicht sollte man es machen, wenn man mit 60 Jahren eine fette Abfindung bekommt, sein Geld hundertprozentig sicher anlegen will und weiß, dass man mindestens 90 Jahre alt wird.

Man muss auch bedenken, dass man ja von der Rente auch Steuern, Krankenversicherung und Pflegeversicherung bezahlen muss. Außerdem ist das Geld weg, wenn man stirbt, während bei einer anderen Anlage wenigstens die Erben noch etwas davon haben.

Ich glaube, dass es auch gar nicht so viele Konstellationen gibt, in der man sich Rentenpunkte kaufen kann. Eine Möglichkeit besteht zum Beispiel dann, wenn man als langjährig Versicherter mit 63 mit Abschlägen in Rente geht. Man kann dann ab 50 Jahren Sonderzahlungen machen. Aber es ist eine große Summe und man muss überdurchschnittlich alt werden, damit man mehr herausbekommt als man eingezahlt hat. Und die Steuern sind zu berücksichtigen.

» blümchen » Beiträge: 1642 » Talkpoints: 1,71 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



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