Bis zu welchem Maß empfindet ihr Eifersucht als normal?

vom 09.02.2020, 10:01 Uhr

Ich hatte glücklicherweise noch nie Probleme mit dem Thema Eifersucht in Beziehungen. Das bedeutet nicht, dass ich gar nicht eifersüchtig bin, allerdings nur soweit, dass es die Beziehung und den Alltag nicht belastet. Bei meinen Partnern war es bisher immer ganz genauso, so dass wir da immer die gleichen Ansichten hatten und es diesbezüglich auch nicht zum Streit kam.

Bis zu welchem Maß empfindet ihr Eifersucht in einer Beziehung als normal? Setzt ihr von eurem Partner voraus, dass dieser wirklich so gar nicht eifersüchtig ist oder findet ihr ein wenig Eifersucht in einer Beziehung auch wichtig, da es immerhin zeigt, dass ihr eurem Partner nicht egal seid?

Benutzeravatar

» Prinzessin_90 » Beiträge: 32347 » Talkpoints: 22,28 » Auszeichnung für 32000 Beiträge



Das ist ein schwieriges Thema. Eifersucht kann ja eigentlich nur entstehen, wenn man entsprechende Sachen macht. Wenn der Partner immer flirtet oder immer ganz eng mit anderen Personen ist, dann kann ich Eifersucht auch verstehen, wobei ich Flirts auch nicht wirklich okay finde. Es kommt also schon auch darauf an, was man selber als Grenze definiert und wie diese dann der Partner auch beachtet.

Mein Mann flirtet nicht mit anderen Frauen. Es gab schon mehrmals den Fall, dass er wirklich grob angebaggert wurde, als ich sogar in der Nähe war, aber er bekommt das immer gar nicht so mit und redet ganz normal, aber nicht flirtend mit diesen Frauen, lässt sich dann aber auch nicht anfassen oder so, er scheint das wirklich nicht so zu checken, was auch seine Freunde immer so gesagt haben. Wir sind uns beide einig, was unsere Grenzen sind und es ist auch kein Problem diese einzuhalten, da wir sie gleich definieren und von daher spielt Eifersucht bei uns auch keine Rolle.

Benutzeravatar

» Ramones » Beiträge: 41035 » Talkpoints: 0,22 » Auszeichnung für 41000 Beiträge


„Eifersucht“ wird von vielen Menschen grundsätzlich so negativ behaftet. Dann kommen immer Floskeln wie „mangelndes Vertrauen“. Oftmals ist Eifersucht aber auch einfach eine Angst, jemanden, den man liebt zu verlieren. Natürlich ist dann wiederum auch das Selbstwertgefühl von vielen angeknackst, weil sie womöglich vorher enttäuscht wurden. Das passiert und ist auch erst einmal ein Lernprozess.

Doch gerade stark eifersüchtige Personen leiden in aller Regel an einer falschen Wahrnehmung sich selbst gegenüber. Sie sind sehr häufig „dankbar“, wenn sie jemand als Partner nimmt, weil sie mit sich ja total unzufrieden sind. Nicht selten auch charakterlich. Da wird es dann schnell eine Art „Abhängigkeit“ nach dem Motto:“Gott sei Dank will er/sie mich“. Dann will man die betreffende Person nicht mehr verlieren, weil man sich selbst so negativ sieht und merkt oftmals gar nicht, dass man mit der krankhaften Eifersucht stark die Beziehung schädigt.

Angst, jemanden zu verlieren, sollte niemals die Beziehung im Allgemeinen behelligen. Man möchte jemanden, den man mag nicht verlieren, doch man lebt danach eben auch weiter, wenn dem so ist. Die Eifersucht als solches ändert daran nichts und kann je nach Ausmaß alles nur verschlimmern.

Mich persönlich stört sie nicht. Ich habe mein Smartphone offen liegen, Passwörter sind bekannt und diese Art der Privatsphäre ist mir vor meinem Partner daher generell nicht wichtig. Ich lasse im Grunde keine Luftlöcher für etwaige Gedanken aufkommen, wobei zeitlich das Fremdgehen mir auch zu komplex mit Job, Freizeit etc. wäre, um ganz ehrlich zu sein.

Benutzeravatar

» Kätzchen14 » Beiträge: 5111 » Talkpoints: 36,22 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



Eifersucht im klassischen Sinne kenne ich eigentlich gar nicht. Ich vertraue meinem Partner, auch wenn ich ihn nicht immer im Blick habe und weiß, dass er als freundlicher und geselliger Mensch auch bei der Damenwelt gut ankommt. Aber völlige Gleichgültigkeit finde ich andererseits auch befremdlich. Beispielsweise ist es mir nicht völlig egal, wenn der gute Mann in aller Unschuld (er kann sich vom Charakter her absolut nicht verstellen) zu sehr von einer Kollegin schwärmt, die definitiv jünger und hübscher als ich mittelalterliches Gerümpel.

Da regt sich bei mir schon die eine oder andere Emotion und ich mache darauf aufmerksam, dass er bitteschön nicht über Gebühr von Dritten schwärmen sollte, weil mich das doch kränkt. Wenn sich da gar nichts mehr regen würde, fände ich das schon irgendwie langweilig.

» Gerbera » Beiträge: 8738 » Talkpoints: 3,31 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

^