Drogenanfälligkeit eine Frage der Intelligenz?
Immer wieder hört man, wenn jemand Drogen nimmt, dass er nicht nachgedacht hat oder schlau genug sein sollte, dass er es nicht nimmt. Außerdem hört man gerade die Leute, die keine Drogen nehmen sagen, dass die Intelligenz verbietet, dass man Drogen nimmt. Aber ist der Drogenkonsum wirklich eine Frage der Intelligenz? Sind nicht auch intelligente Leute anfällig Drogen zu konsumieren? Man hört doch auch von Ärzten und Anwälten, dass sie Drogen nehmen. Und die sind doch bestimmt nicht dumm oder unintelligent.
Ich habe mich darüber mit einer Freundin unterhalten und die meint, dass nur unintelligente Leute auch Drogen nehmen, weil sie sich nicht vorstellen können, was passiert, wenn man Drogen nimmt. Aber ich bin der Meinung, dass es nichts mit Intelligenz zu tun hat. Was meint ihr dazu?
Ich denke nicht. Ich glaube das Intelligenz nicht gleich Wissen ist, aber Intelligenz ein gesteigertes Verlangen nach Wissen (Erfahrung)! Das heißt Intelligente Leute sind neugieriger und probieren viele Dinge aus, auch wenn sie nicht ganz auf die Resultate vorbereitet sind.
Ich bin auch davon überzeugt, dass der schnitt der Intelligenz (IQ) der Leute die bereits Erfahrung mit Drogen gemacht haben, über dem der Leute liegt, die noch nie damit experimentiert haben. Womit ich natürlich nicht ausschließen will, dass viele Idioten dabei sind, die aber eher auf den Spaß aus sind und nicht auf die Erfahrung selbst. Aber Idioten gibt es auch viele die noch keine Erfahrungen mit Drogen gemacht haben.
Andere Beispiele sind exotische/spezielle Gerichte/Spiesen und Kleidung d.h. das Intelligente Menschen sich nicht verstecken und gerne neue Dinge ausprobieren. Dass heißt aber nicht dass sie die neuen Dinge mögen. ![]()
Intelligenz ist in diesem Falle nicht die ausschlaggebende Eigenschaft. Gibt es überhaupt eine spezielle Eigenschaft, die uns zu diesen unsinnigen Taten treibt? Ich denke, dass es die Kombination mit mehreren anderen Eigenschaften ist, die Menschen dazu verleitet Drogen zu nehmen. Aber es sind nicht nur die Eigenschaften, die zu so etwas führen, es ist auch das Umfeld, in dem man aufwächst oder seine Zeit vertreibt. Jeder normale Mensch weiß, dass Drogen überhaupt nicht gut sind und kann sich erahnen was diese Dinger mit einem selber anstellen werden. Das hat absolut nichts mit Intelligenz zu tun. So etwas sollte auch ein ungebildeter Mensch auf Anhieb erkennen können.
Drogen sind ja heutzutage ein ständiger Begleiter, vor allem bei jungen Menschen. Man versucht einfach mal seiner eigenen Welt zu entfliehen und in eine andere einzutauchen. Dabei ignoriert man gerne mal die Gefahren, die damit in Verbindung stehen und die dabei auftreten werden. Man will einfach mal weg. Viele versuchen auch damit ihre Schmerzen zu betäuben obwohl sie selber genau wissen, dass dies keine Lösung ist und nur kurzfristig die Schmerzen verdrängen kann. Auch hier kann man nicht sagen, dass die Intelligenz eine Rolle spielt. Man könnte aber auch einfach sagen:"Dumm ist wer dummes tut." Dieses kleine Zitat hat sicher schon mal jemand gehört. Dies bezieht sich nicht auf die geistigen Fähigkeiten einer Person, sondern seiner Handlung, die er ausführt. Ich will damit sagen, dass auch hoch gebildete Menschen mal richtigen Mist verzapfen.
Drogen findet man in jeder Schicht der Gesellschaft. Ob arm oder reich, ob in Deutschland oder in China, ob gebildet oder ungebildet. Sie sind überall gegenwärtig und werden von vielen Menschen benutzt. Auch ranghohe Geschäftsführer können genauso Drogensüchtig sein wie der kleine Arbeiter aus dem Kaufladen von nebenan. Man sieht es ihnen vielleicht nicht gleich an, weil sie es auch zu verbergen wissen.
Ich denke nicht, dass Intelligenz allein vor Drogenkonsum schützt. Es gibt sicherlich genügend erfolgreiche bzw. intelligente Menschen, die Drogen konsumieren bzw. konsumiert haben. Ich z.B. habe schon von Leuten gehört, die gerade aufgrund von zu großem Stress, der aus einer hochrangigen Arbeit (z.B. als Manager) entsteht, zu Drogen wie Kokain greifen. Ich bin mir sicher, dass Konsumenten von harten Drogen aus allen Schichten kommen.
Dass nur unintelligente Menschen anfällig für Drogen sind, halte ich für den größten Quatsch. Es kann jeden von uns treffen, wenn wir mit irgendetwas nicht fertig werden, egal wie viel wir in der Birne haben und wissen, dass das Zeug gefährlich ist. Und vergessen wir mal bitte nicht: auch die legalen Drogen wie Alkohol oder Rauchen sind Drogen, können süchtig machen und den Körper schädigen! Und eines von beiden oder sogar beides nehmen bestimmt viele von uns täglich oder von Zeit zu Zeit zu sich, wenn vielleicht auch nur unbemerkt! Dann müsste man laut deiner Aussage jeden von uns als hohl bezeichnen. Auch Stars nehmen Drogen und willst du jetzt behaupten Amy Winehouse hätte deswegen nichts in der Birne gehabt? So pauschal kann man das garnicht sagen.
Es gibt da sicher andere Gründe dafür, wieso jemand zu Drogen greift, diese müsste man beleuchten. Viele Leute haben zum Beispiel etwas hinter sich, mit dem sie nicht fertig werden. Das kann Liebeskummer sein oder der Tod einer liebgewonnenen Person und schon sitzt man hinter der Bar und betrinkt sich. Bei Stars ist es dagegen häufig darauf zurückzuführen, dass sie mit dem Druck im Showgeschäft einfach nicht fertig werden und denken die Drogen könnten ihre Nervosität herunterpuschen. Genauso ist es dann beim Sport, wo gedopt wird, sodass man bessere Leistungen erbringt.
Meiner Meinung nach hat die Tatsache, ob man zu Drogen greift oder nicht, gar nichts mit der Intelligenz zutun. Ich weiß gar nicht, ob es wirklich ganz klare Atribute gibt, die man mitbringen muss, um abhängig zu werden. Wenn man sich mal in falschen Kreisen bewegt, kann einem das passieren, ob man nun intelligent ist oder nicht.
Die sogenannten "dummen Menschen" oder Menschen, die nicht so intelligent sind wie andere, werden nicht deshalb abhängig, weil sie sich nicht vorstellen können was das bedeutet. Ich glaube, vorstellen kann sich das jeder, aber der eine nimmt es ernster als der andere. Manche unterschätzen vielleicht die Suchtgefahr und denken sich "Ich werde nicht abhängig". So etwas kann aber auch intelligenten Menschen passieren.
Ich denke, viel liegt hierbei auch im Gruppenzwang. Wenn man mit Leuten zusammen ist, die Drogen konsumieren, dann wird man eher dazu verleitet dies auch zu tun. Und natürlich muss man generell dafür empfänglich sein. Aber beides ist unabhängig von Intelligenz.
Drogenkonsum und -Abhängigkeit ist meiner Meinung nach auch weniger eine Frage der Intelligenz, sondern eine Frage der Willenskraft. Wer nicht besonders willensstark ist, wird wohl sehr anfällig für Drogensucht sein. Es gibt definitiv auch intelligente Menschen, die Drogen konsumieren. Es ist auch eine Sache der Erziehung. Wenn man von seinen Eltern beispielsweise starke Verbote bekommt, kann man sozusagen als Protest-Reaktion Drogen nehmen und darauf hängenbleiben, was natürlich nicht von besonders hoher Intelligenz zeugt.
Das Umfeld spielt natürlich auch eine große Rolle. Wer viel Kontakt mit Personen hat, die Drogen konsumieren, wird auch anfälliger sein. Aber im Prinzip muss jeder selbst für sich verantworten, ob er Drogen nimmt. Wenn sich eine Sucht entwickelt, muss man auch die Courage haben, sich Therapiemöglichkeiten zu verschaffen. Drogenabhängigkeit führt durch den Sucht-Faktor dazu, dass es mit den Leuten bergab geht und sie nichts mehr aus ihrem Leben machen können und ihre Sucht nicht mal einsehen und daher auch keine Genesungschancen haben.
Ich würde nun aus der Tatsache, dass jemand Arzt oder Anwalt ist noch nicht auf seine oder ihre Intelligenz schließen. Das sind doch beides eher Bereiche, in denen auch viel Fleißarbeit gefragt ist im Studium, also einfaches reproduzieren von auswendig gelerntem Stoff. Ich denke, dass man Leuten, die in Forschung oder Entwicklung arbeiten, pauschal mehr Intelligenz unterstellen kann, weil es dort wirklich darum geht angelerntes Wissen kreativ auf völlig neue Situationen und Fragestellungen anzuwenden.
Genau wie diese Annahme, halte ich aber auch die andere Annahme für falsch. Da brauche ich mir nur die Raucher und Ex-Raucher in meinem Umfeld anzusehen um zu wissen, dass das nicht stimmen kann. Und auch was die härteren Drogen betrifft - ich denke, dass jeder, egal wie schlau, weiß, dass diese zu einer Abhängigkeit führen können. Aber es fängt doch niemand an Drogen zu nehmen mit dem Vorsatz davon abhängig zu werden und als abgewrackter Junkie zu enden. Es denkt doch jeder, dass er es nur mal ausprobieren will und natürlich jederzeit wieder aufhören kann, wenn er das möchte. Intelligent zu sein ist da vielleicht sogar eher ein Nachteil, weil man vielleicht gerade deshalb denkt, dass man schlauer als die durchschnittlichen Junkies ist und selber deshalb nie so weit unten landen wird.
Ganz davon abgesehen beginnen viele Drogenkarrieren auch in einem Alter, in dem man eh viel ausprobiert und sich wenig sagen lässt. Sachen, die verboten sind und von den Erwachsenen als schlecht dargestellt werden, werden für manchen Teenager doch genau deshalb interessant. Und durch die Pubertät muss jeder durch, egal was der IQ Test sagt.
Laut WHO spielen ja verschiedene Faktoren eine Rolle für die Suchtgefährdung. Das wären zum einen die Persönlichkeit, die Umwelt und das Suchtmittel an sich. Ich persönlich finde, dass die Persönlichkeit auf jeden Fall am ausschlagebensten ist. Sicherlich spielt hier die Intelligenz auch eine Rolle, aber eben nicht nur. Man kann auch sehr schlau sein, aber nicht in der Lage sein "Nein" zu sagen. Interessant ist sicherlich der Stressfaktor und meiner Meinung nach gibt es da schon Berufsgruppen, welche gefährdeter sind.
Ich möchte damit nicht pauschal sagen, dass das dann so ist, aber das Risiko als Anwalt oder Arzt liegt dann eben einfach höher in eine Sucht zu rutschen, als bei einem Job mit weniger Verantwortung. Sicherlich kann man auch als Büroangestellter Stress haben und unter Druck stehen, aber damit bringt man dann in der Regel keine Menschen um,wenn man einen Fehler macht oder bringt sie durch Unfähigkeit für Jahre hinter Gitter oder lässt einen Mörder frei auf die Gesellschaft los. Deswegen sind Anwälte und Ärzte wohl gefährdeter und weniger, weil sie unheimlich intelligent sind.
Man kann sich nun darüber streiten, ob es schlau ist, alles auswendig lernen zu können. Ich meine, dass das auch ein Zeichen von Intelligenz ist, denn nicht jeder kann diese Mengen in seinem Gehirn speichern und verarbeiten. Und ob du es glaubst oder nicht: nicht alles im Medizinstudium kann man auswendig lernen und für die Rechtswissenschaft muss man ein Händchen haben. Da kann man viel durch Fleiß kompensieren, aber eine gewisse Grundintelligenz muss vorhanden sein. Ob man dann mal suchtgefährdet ist oder nicht, entscheidet dann eben wieder die Persönlichkeit. Wenn ich gut mit Stress umgehen kann, minimiere ich sicherlich eher das Risiko.
Dass eine gewisse Anfälligkeit für Drogen mit einem Mangel an Intelligenz, beziehungsweise mit dem Intelligenzquotienten allgemein zu begründen ist, halte ich für ausgeschlossen. Es gibt sehr viele Leute, die schon mal in ihrem Leben ziemlich harte Drogen genommen haben, ohne, dass man all diese Menschen auch gleich als dumm bezeichnen könnte, und die meisten von ihnen waren sich der Konsequenzen solcher Suchtmittel sicherlich auch durchaus bewusst. Okay, hier könnte man wohl oder übel anbringen, dass es nicht gerade von Klugheit zeugt, diese Substanzen dennoch einzunehmen; aber die meisten Personen nehmen Drogen ja wirklich nur auf Partys ein, um sich etwas aufzulockern beziehungsweise Spaß zu haben, das ist dann meiner Meinung nach zwar auch nicht gerade in Ordnung, aber ich kann es schon irgendwie verstehen. Wobei da ja auch sehr viele Leute sich einfach mit einem Glas Alkohol oder etwas anderem zufrieden geben.
Und überhaupt, wo ich schon mal an diesem Punkt angekommen bin: Auch Alkohol ist eine Droge, und so gut wie jeder Mensch auf der Erde, der einen Supermarkt um die Ecke stehen hat, hat auch schon mindestens einmal Alkohol getrunken. Sollte man da wirklich die gesamte Welt als dumm bezeichnen? Ich denke nicht. Auch bei diesen Menschen wird Alkohol als eine Droge ja vorwiegend zur Auflockerung der Stimmung, und zur eigenen Entspannung eingesetzt, wobei ein ganz kleines Gläschen Sekt sicherlich auch keine so große Wirkung wie eine „richtige“ Droge wie zum Beispiel Ecstasy erzielt. Aber Alkohol ist nun mal eine Droge, das kann man wohl auch gar nicht abstreiten, und allein an dieser Aussage sollte einem doch auffallen, dass man nicht jeden, der Drogen nimmt, auch als dumm bezeichnen kann, denn damit erzielt man in der Regel eher ein Eigentor.
Die meisten Menschen, welche zu Suchtmitteln wie Tabletten, Spritzen und was es sonst noch so alles gibt, greifen, nehmen die Drogen ja aber auch, obwohl sie in der Regel ganz genau über deren Konsequenzen Bescheid wissen. Ein jeder weiß, dass der ganze Stoff sehr viel Geld kostet und auch sehr schnell süchtig macht, aber allein aus Gründen des Preises würde wohl so gut wie gar niemand auf eine Droge verzichten. Nein, es gibt auch noch wesentlich schlimmere Auswirkungen, die die Droge überhaupt auf einen menschlichen Körper bewirken kann, und dennoch schrecken die Aussichten auf verfaulte Zähne, Haarausfall und Ähnliches so gut wie niemanden, der gerne solche Suchtmittel einnimmt, ab. Warum? Weil die meisten Menschen denken, nichts befürchten zu müssen, wenn sie nur mal gelegentlich auf einer Party Drogen einnehmen. Oder, wenn sie schon richtig süchtig nach denen sind, weil es ihnen einfach gleichgültig geworden ist, was mit ihrem Körper geschieht. Es ist ja nicht selten der Fall, dass Drogenabhängige auch ihre körperliche Hygiene vernachlässigen. Tja, ein Grund dafür ist halt, dass sie den Stoff mittlerweile in all ihrer Sucht einfach brauchen und deswegen nicht mehr darauf verzichten wollen.
Hier stellt sich dann die Frage: Warum haben diese Menschen dann überhaupt erst damit angefangen, Suchtmittel zu sich zu nehmen? Ganz einfach, meistens liegt hier pure Verzweiflung und das Nicht-mehr-klarkommen-im-Leben vor, wofür in der Regel kein Mensch irgendeine Schuld trägt. So flüchten sich diese Menschen dann halt in Drogen, weil diese Mittel den Menschen auf irgend eine Weise für kurze Zeit all ihre Probleme nehmen. Ich finde nicht, dass das irgendetwas mit Intelligenz zu tun hat, denn wer verzweifelt ist, dem sind auch die gefährlichen Auswirkungen der Suchtmittel egal, es gilt nur: Genommen wird, was hilft. Ganz egal, welchen Preis man dafür zahlen muss.
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