An Alle Studenten - Studiengebühren bezahlen + Erfahrungen

vom 13.04.2008, 10:37 Uhr

Mein Studium und mein Leben bzw. Wohnen finanziere ich über Bafög und durch Geld von meinen Eltern. Meine Eltern zahlen die Studiengebühren und ich bekomme monatlich einen Pauschalbetrag von ihnen.

Das Geld ist allerdings trotzdem knapp bemessen. Wenn ich die Miete gezahlt habe und Strom, Internet und alle anderen Fixkosten abgebucht wurden, bleiben mir monatlich noch 170 EUR übrig. Dass man damit keine großen Sprünge machen kannmachen kann dürfte klar sein.

Zusätzlich habe ich einen Nebenjob. Da ich in den Arbeitszeiten sehr flexibel bin, kann ich mir selbst aussuchen, wann und wieviel ich arbeiten möchte. Meistens verdiene ich zwischen 300 und 400 Euro, aber während der Prüfungszeiten arbeite ich immer weniger, manchmal auch einige Wochen gar nicht.

Ich bin froh, dass ich die Möglichkeit habe, zu studieren, selbst wenn ich gar nicht dafür arbeiten müsste bzw. nur arbeiten muss, wenn ich mir mal etwas leisten möchte. Ich finde schon, dass die meisten Studiengänge so aufgebaut sind, dass man sich das Studieren nicht komplett selbst finanzieren kann. Ohne die Eltern oder Bafög geht es einfach nicht. Einen Studienkredit wollen verständlicherweise die wenigsten aufnehmen, und dadurch wird einigen die Möglichkeit vorenthalten studieren zu können, was ich sehr schade finde.

Ein Bekannter von mir hat im September 2009 Bafög beantragt. Alle fehlenden Unterlagen hat er im Laufe einer Woche nachgereicht. Da er noch Anspruch auf Halbweisenrente hat, musste er darüber auch einen Nachweis erbringen. Die Bundesversicherungsanstalt wollte die Halbwaisenrente allerdings erst auszahlen (und auch erst dann einen Bescheid erstellen), wenn ein Bafög-Bescheid vorliegt. Nach viel hin und her und einigen Monaten mit Telefonaten, Briefen und Behördengängen hat er dann endlich einen Bescheid von der Bfa bekommen, obwohl der Bafög-Bescheid noch nicht vorlag. Daraufhin hat er dann auch Bafög bekommen.

Das ganze hat natürlich ewig gedauert und er hat erst im März 2010 das erste Mal Geld bekommen. Es wurde zwar rückwirkend alles nachgezahlt, aber bis dahin musste er sich ohne finanzielle Unterstützung über Wasser halten. Kurz bevor er das Geld bekommen hat, hatte er schon befürchtet, dass er das Studieren wieder aufgeben muss, weil er es sich einfach nicht leisten kann. Besonders in solchen Fällen muss die Kommunikation zwischen den Behörden einfach besser laufen. Es wird den Studenten unnötig schwer gemacht, was zum Teil dazu führt, dass das Studieren nicht möglich ist.

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