Wie schafft man es, weniger zu rauchen?

vom 15.08.2008, 15:14 Uhr

Um es gleich vorweg zu sagen: nein, im Moment kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, mit dem Rauchen ganz aufzuhören (das habe ich schon drei Mal versucht - zwei Mal hat es für ein halbes Jahr gehalten, beim dritten Mal nur für fast einen Monat) - allerdings würde ich gerne etwas weniger rauchen.

Allein mit Selbstdisziplin komme ich allerdings nicht weiter - irgendwie ist die Gewohnheit dann doch meist stärker als mein Wille. Seit dem Umzug am Jahresanfang rauche ich nur noch auf dem Balkon - aber dadurch nicht unbedingt weniger, weil ich mir dummer Weise angewöhnt habe, dann gleich immer zwei Zigaretten direkt nacheinander zu rauchen, wenn ich schon raus gehe.

Ich habe mal gelesen, das es hilfreich sein soll, sich ein Rauchertagebuch anzulegen in dem man dann jede Zigarette notiert. Also: Wann man sie warum in welcher Situation raucht. Was haltet ihr von der Idee? Das ist sicher ein ziemlicher Aufwand. Auf der anderen Seite würde es vielleicht helfe, bewusster zu rauchen und nicht mehr das ganze Nikotin gedankenlos in sich hinein zu saugen.

» Fantasia2009 » Beiträge: 405 » Talkpoints: -0,53 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Ich habe vor einem Jahr mit dem Rauchen aufgehört, nachdem ich 10 Jahre Raucherin war.

Eines Tages bin ich aufgewacht und habe mir gesagt: "Ich belohne mich und tue mir und meinem Körper etwas Gutes." Von diesem Zeitpunkt an, war ich Nichtraucher. Früher habe ich geglaubt ich belohne mich, wenn ich eine Zigarette rauche. Dass ich damit meinen Körper kaputt mache, habe ich nicht begriffen.

Es ist nur die erste Woche schwer, ich habe dann einfach statt einer Zigarette ein Glas Wasser getrunken, oder einen Apfel gegessen.

» Manuela Heitfeld » Beiträge: 2 » Talkpoints: 0,42 »


Wie bereits berichtet: bei mir hat es bereits zwei Mal ein halbes Jahr lang Rauchfrei geklappt. Dann kam jeweils eine ziemlich stressige Phase und ich habe ohne nachzudenken doch wieder eine Schachtel Zigaretten gekauft und nach der ersten Sünde war schon wieder alles vorbei.

Gerade weil ich keine Lust habe, wieder das scheinbar riesige Projekt 'ganz aufhören' in Angriff zu nehmen und dann doch wieder rückfällig zu werden, würde ich ja lieber erstmal weniger rauchen.

Ich fürchte aber, da hilft echt nur Selbstdisziplin.

» Fantasia2009 » Beiträge: 405 » Talkpoints: -0,53 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Das Rauchertagebuch halte ich für gar keine schlechte Idee. Du kannst dir darin zum Beispiel immer die Zeit notieren, wann du eine geraucht hast. Am Ende eines Tages dann einfach mal die Gesamtzahl dick unten drunter schreiben, und das jeden Tag.

Wenn du dann mal die ersten Tage hast, an denen die Zahl kleiner wird, freust du dich vermutlich selbst darüber, denn du willst ja definitiv weniger rauchen. Das Erfolgserlebnis dass du dann mit dem Gesamtüberblick gewinnen kannst halte ich für einen guten Antrieb. Irgendwann überlegst du dir dann vielleicht schon selbst wenn du gerade auf den Balkon gehst "Ach, jetzt schonwieder eine rauchen? Wenn ich mir diese verkneife hab ich weniger als gestern!" und sparst dir so vielleicht die ein oder andere Zigarette.

Außerdem hilfts natürlich sowieso, wenn man sich in rauchfreien Cafés aufhält und so, weil dort der Drang zu rauchen allgemein niedriger ist.

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» Taline » Beiträge: 3594 » Talkpoints: 0,75 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Aus deinen Worten lese ich, dass du derzeit nicht aufhören sondern nur weniger rauchen möchtest. Das aufhören gesünder wäre, braucht man dir also nicht erzählen. Allerdings befürchte ich, dass du ohne den wirklichen Willen nicht weit kommst.

Ich selber war nie Raucher oder sonst einer Sucht (außer Schokolade) verfallen und kann daher wahrscheinlich auch nicht mitreden. Meiner Meinung erreicht man aber nichts, wenn man nichts tut. Also entweder du willst wirklich, dann wirst du auch genug Selbstbeherrschung haben um deinen Willen gegen die Lust durchzusetzen oder aber du willst nicht wirklich und dann wird dir auch ein Rauchertagebuch nicht helfen.

Mein Mann ist selber auch Raucher und der redet schon ewig davon mit dem rauchen aufzuhören. Bisher ohne Erfolg. Am Anfang hieß es, sobald ich schwanger bin. Dann, sobald der Zwerg da ist. Mittlerweile ist unser Sohn fast ein Jahr und mein Mann raucht immernoch. Ich mach mir aber auch keine Mühe in davon zu überzeugen, denn ohne seinen festen Willen wird es sowieso nichts.

Momentan liest er Endlich Nichtraucher! von Allen Carr und redet immer öfter vom aufhören. Bin mal gespannt, wann es wirklich soweit ist. Er ist übrigens noch nichtmal in der Hälfte.

Also ueberleg dir, ob du wirklich weniger rauchen möchtest oder ob es nur eine Phase ist, weil das Geld knapp ist oder eine Bekannte gany aufgehört hat und du dich quasi im Zugzwang fühlst. Und wenn du yum Schluss kommst, dass du wirklich weniger rauchen möchtest, dann denke einen Schritt weiter, ob nicht vielleicht ganz aufhören noch viel besser wäre.

» Atlatonin » Beiträge: 77 » Talkpoints: 0,53 »


Atlatonin hat geschrieben:Momentan liest er Endlich Nichtraucher! von Allen Carr und redet immer oefter vom aufhoeren. Bin mal gespannt, wann es wirklich soweit ist. Er ist uebrigens noch nichtmal in der Haelfte.


Stimmt, den Buchtitel kenn ich doch: damit habe ich mal für ein halbes Jahr aufgehört. Vielleicht schafft das dein Mann auch damit.

Wo du mich gerade an dieses Buch erinnerst: Vielleicht sollte ich mal im Keller nachschauen, ob ich es nicht noch irgendwo liegen habe. Es noch mal zu lesen wäre sicherlich keine Zeitverschwendung (egal, ob mit dem Ziel, ganz rauchfrei zu werden oder erstmal zu reduzieren)

Zu reduzieren ist gerade vor allem erstmal das Teilzeil an erster Stelle, weil ich mir augenblicklich die Willenskraft ganz aufzuhören nicht recht zutraue. Traurig, ich weiß.

» Fantasia2009 » Beiträge: 405 » Talkpoints: -0,53 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Ich kenne mich jetzt nicht ganz so aus, da ich selbst Nichtraucherin bin, aber ich kann von den Erfahrungen meines Mannes berichten. Er hat komplett aufgehört von heute auf morgen. Das ist auch der einzige Weg um ganz vom blauen Dunst weg zu kommen, aber das war ja nicht deine Frage. Also ich weiß, dass viele im Bekanntenkreis, wenn sie das Verlangen nach einer Zigarette haben immer mal Bonbons oder Kaugummis dabei haben und diese dann der Zigarette vorziehen, das geht bestimmt auch mit Obst oder anderen Dingen die du gerne magst. Ich weiß ja nicht wieviele Zigaretten du täglich rauchst. Aber wenn es zum Beispiel 20 sind, könntest du dir ja nur 10 in deine Schachtel tun und sind diese alle, hast du eben Pech gehabt. Dazu brauchst du allerdings auch viel Selbstdisziplin.

Versuche dich sobald du Lust auf eine Zigarette bekommst abzulenken. Such dir eine Aufgabe, irgendwas was du gern machst.

» Audimaus1 » Beiträge: 106 » Talkpoints: 0,13 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Super, dass du die Frage stellst, ich möchte derzeit ja auch, zumindest vorerst, etwas reduzieren (momentan kann ich es mir nur schwer vorstellen komplett aufzuhören). Werde diesen Thread auf jeden Fall genauer mitverfolgen!

Einen Tip kann ich dir geben, den ich selbst momentan nicht wirklich anwenden kann. Und zwar habe ich es vor zweieinhalb Jahren geschafft für über ein halbes Jahr nicht zu Rauchen. Ich habe mir selbst "erlaubt", dem starken Guster nach Zigaretten nicht nachzugeben, der dauert ja auch meistens nur einige Minuten, dafür aber jedesmal meinen Essgelüsten freien Lauf zu lassen. Ich bin dann an manchen Tagen tatsächlich mehrmals zum McDonald gegangen und hab etwas Gewicht zugelegt, was in meinem Fall aber nicht wirklich geschadet hat, weil ich Gewichtsmässig eher zu leicht bin. Mit der Zeit ist mein großes Verlangen nach Zigaretten nicht mehr so stark gewesen und ich habe diese Regel wieder verworfen.

Diese Taktik kann ich derzeit nicht anwenden, weil ich mich derzeit strikt Jodarm ernähren muss. Wenn du aber keine Gewichtsprobleme hast, dann wäre das eventuell eine Alternative. Auf Dauer gesehen, sparst du nämlich mehr Geld und deine Gesundheit dankt es dir auch!

» Ronja » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »

Zuletzt geändert von Gio am 21.09.2013, 19:46, insgesamt 1-mal geändert. Zeige Beitragsversionen

Also ich habe mir für meine Mutter ein konzept ausgedacht, mit dem sie es schon oft geschaft hat weniger zu rauchen. Im Endeffekt hat es zwar nie wirklich für lange gehalten, aber immerhin ein bisschen. Das war immernoch besser, als wenn sie es garnicht versucht hätte. Vielleicht hilft es dir, denn in Diäten zum Beispiel ist es eine alt bewährte Methode um abzunehmen, die häufig zu Erfolg führt. Also ich zeige dir mal was ich meine:

Meine Idee ist, dass der Süchtige anfängt Tagebuch zu führen, und die Zeiten seiner gerauchten Zigaretten einträgt. Man kann das ganze auch gut mit Nikotin-Kaugummis verbinden oder mit Nikotin-Pflaster, denn am wichtigsten ist es, von dem Teer wegzukommen, das viel schädlicher ist als das Nikotin.

Am ersten Tag soll man ganz normal rauchen, wie man immer raucht. man sollte die Exakte Zeit hinschreiben, also statt "kurz vor Halb Drei" "14:27". Am nächsten Tag hat man somit eine Art Vorlage, in der Rauchpausen vermerkt sind. Jetzt gibt es 2 Methoden, die man auch abwechselnd nehmen kann:

Methode 1: Abstände verlängern:
Man muss versuchen die Zeit zwischen den Zigaretten im Gegensatz zum Vortag zu verlängern. Ob es nun 3, 5 oder 10 Minuten Abstand mehr ist, soll jeder selber entscheiden. Gleichzeitig würden deshalb immer wieder Zigaretten wegfallen. Wenn man alle 2 Tage den Abstand zwischen allen Zigaretten verlängert hat man genug Gewöhnungszeit und kann sich drauf einstellen. Man sollte nicht mittendrin aufhören die Zigaretten einzutragen oder anfangen auf das innere Gefühl zu hören. Langsam aber sicher wird es dann weniger Zigaretten, die man am Tag raucht. Bei dieser Methode ist es besonders wichtig, dass zwischen all den Zigaretten der gleiche Abstand besteht, besonders wichtig ist dies für die Kontrolle.

Methode 2: Zigaretten weglassen:
Es hört sich schwerer an als es ist, denn man soll nicht die Zigaretten nicht für immer weglassen, sondern nur ab und zu mittendrin. Ein Beispiel: Man raucht zu jedem Stundenanfang eine Zigarette. Wenn man um 1 Uhr eine raucht, lässt man die 2-Uhr Zigarette weg und verdoppelt den Abstand zur 3-Uhr-Zigarette. Diese Zusatzmethode ist besonders Praktisch bei Kettenraucher, die sowieso sehr wenig Abstand zwischen den Zigaretten haben.

Wie lange das Aufhören dauert hängt mit der Suchtstärke zusammen. Wenn man merkt, dass der Abstand zu groß ist, sollte man ihn verlängern und Stück für Stück verlängern. Ich wünsche jedem der mit dem Rauchen aufhören will viel Glück :)

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» Klartext » Beiträge: 98 » Talkpoints: 1,10 »


Ich denke, dass man es in erster Linie nur schaffen kann, wenn man es WIRKLICH will! Außer diesem eisernen Willen braucht man aber auch ein gutes familiäres Umfeld und viele gute Freunde, die hinter einem stehen. Denn wenn man keinerlei Unterstützung und/oder Ablenkung bekommt, ist es umso schwerer bzw. teilweise denke ich nahezu unmöglich.

Zusammenfassend: eiserner Wille, Durchhaltevermögen und externe Unterstützung.

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» SunflowerJule » Beiträge: 126 » Talkpoints: -1,47 » Auszeichnung für 100 Beiträge


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