Wie der Familie eine Krankheit beibringen

vom 26.03.2008, 21:09 Uhr

Die familiären Belange sind ja bei dir mehr als traurig. Bei uns ist es mein Vater bei dem eine Lebererkrankung festgestellt wurde. Seit heute ist er im Krankenhaus zur Ursacheforschung. Denn es gibt mehrere Möglichkeiten, die das bei ihm ausgelöst haben könnten. Aber er hat in dem Sinne nicht das Mitleid von seiner Familie sondern die volle Unterstützung. Egal was kommt, wir sind für ihn da. Ich könnte mir das gar nicht vorstellen ihn jetzt fallen zu lassen nur weil es vielleicht nicht mehr so kann, wie ich das gewohnt bin.

Aber genug von mir und meinen Problemen. Dir wünsche ich ganz viel Kraft und noch mehr Glück, das deine Hoffnungen sich erfüllen werden, das du alles recht gut überstehst.

» Punktedieb » Beiträge: 17273 » Talkpoints: 85,15 » Auszeichnung für 17000 Beiträge



Hallo Soare, ich finde das du da eine gewisse Verantwortung deiner Familie gegenüber hast. Guck mal ich bin jetzt 22 und war schon in beiden Situationen eine schwere Krankheit zu erfahren und sie zu erklären.

Ich habe vor 2 Jahren die Diagnose MS , Mulitples Sklerose bekommen. Ich war 20 und am Ende.. Ich konnte nicht mehr und wollte es für mich behalten. Doch dann überlegte ich. Würde meine Familie verstehen wenn es mir schlecht geht und ich nichts sage oder sie nicht den Grund kennen dafür , würde mich das ganze eher schwächen weil ichs in mich rein fresse .

Ich musste es meiner Familie sagen, weil ich angefangen habe drüber nachzudenken was wäre, wenn es mir so schlecht geht, das alle es mitbekommen. Man hat sieenr Familie gegen über eine große Verantwortung, weil so eine Krankheit nicht nur einem selbst Schmerzen zufügt, seelisch oder körperlich sondern auch denen die sich Sorgen machen ! Also beschloß ich es ihnen so schnell wie möglich zu sagen um gemeinsam da reinzuwachsen und es zu verstehen ! das Gefühl war sehr hilfreich !

Andersrum bin ich schon in der situatiion gewesen, als Sohn eine Diagnose nicht zu erfahren. Im letzten Jahr erkrankte meine Mama an Magenkrebs. Alle wussten es bis auf ich. Ich verstand nicht, wenn es meiner Mutter schlecht ging, warum sie nicht zum Arzt ging. Doch das tat sie ja, nur sprach sie nciht drüber, weil ich sonst erfahren würde das sie schwer krank sei, das wollte sie nicht. sie wollte mich schützen.

Ich war total fertig und machte mir sorgen ! Bis ich bei Jürgen Domian anrief und ihm sagte was ich glaube. Mein ältester Bruder unterhielt sich per Telefon und erzählte halt das meine Mutter an Krebs erkrankt ist. So die Katze war aus dem Sack und ich erzählte Domian von meiner Vwermutung und meinem Wisse. Darauf sagte er, deine Mutter schützt dich nicht, wenn sie es dir nicht erzählt, denn schützen ist es , seine Familie zu informieren und vorzubereiten ! Einfach aufzuklären, soweit es eht, jenach alter der Kinder.

Ich habs genau so gesagt zu ihr und sie fing an zu weinen ! Wir weinten beide aber wir sprache ! Sehr lange und ausführlich sodass ich schnell verstand was Sache war ! Und ich lernte, gemeinsam mit ihr das zu verstehen damit zu leben ! Sich einfach auf schwere Behandlungsmöglichkeiten wie Bestrahlung vorzubereiten !

Es war sehr schwer, aber sie ist geheilt ! Es wurden kein Krebs mehr gefunden ! Darüber bin ich sehr dankbar ! Im übrigen hat sich meine MS Diagnose viele Monate später als Fehldiagnose herausgestellt. Also tu dir und deiner Familie diesen Gefallen und spreche mit ihnen !

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und vorallem Mut ! Alles gute und Genesung soweit es geht !
Es grüßt herzlichst, ZappHamZ

» ZappHamZ » Beiträge: 1889 » Talkpoints: -16,50 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Hallöchen,

vor ca. 4 Jahren erkrankte ich an einer Schlafkrankheit namens Narkolepsie. Keiner wollte mir vorab glauben, da ich im Internet schon etwas recherchiert habe und somit auch auf den Namen gestoßen bin. Auf der Arbeit (Ausbildung) war ich komplett durch ein halbes Jahr krank, um diese ganzen Klinikaufenthalte zu nutzen, das man endlich erkennen kann ob es wirklich diese Krankheit ist oder nicht. Jeder stellte mich als Simulant hin (sogar meine eigene Chefin und meine ach so netten Arbeitskollegen). Nach vielen vielen Klinikaufenthalten und mehmaligem Drängen des Arztes endlich mir eine Diagnose zu nennen und nicht immer zu testen, kam er dann auf diese Krankheit, die ich vermutete!

Ich bin sozusagen "unheilbar" krank. Mit den "BTM" Tabletten kann man es verbessern, doch je öftes man diese Tabletten einnimmt, umso "mehr nimmt man zu" und "umso mehr wird man abhängig" und genau dies versuche ich zu vermeiden.

Ich habe es meinen Eltern sofort erzählt, denn ich hätte es auf kurz oder lang nicht alleine bewältigt. Anfang war es ziemlich schwer für mich. Ich habe fast den ganzen Tag nur geschlafen. Es fällt mir ab und an sehr schwer den Tag lang wach zu bleiben. Zu der Zeit als ich es ihnen erzählte hatte ich auch noch nicht so ein gutes Verhältnis wie jetzt, aber ich finde es im nachhinein richtig, das ich es ihnen erzählt habe. Mitleid bekam ich keines, wollte ich auch nicht.

Denke es wäre anders gewesen, wenn ich ein schlechtes Verhältnis zu ihnen gehabt hätte, aber da ich zu meinem Vater sehr sehr guten Kontakt pflege, war mir sofort klar, das es meine Eltern sofort wissen sollten. Es wa anfangs ein großer Schock und erstmal schwer zu verdauen, aber man konnte nichts dran ändern!

Wünsche dir viel Glück und viel Kraft!

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» SybeX » Beiträge: 3896 » Talkpoints: 11,19 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



ZappHamZ hat geschrieben:Hallo Soare, ich finde das du da eine gewisse Verantwortung deiner Familie gegenüber hast. Guck mal ich bin jetzt 22 und war schon in beiden Situationen eine schwere Krankheit zu erfahren und sie zu erklären.


Ich bin ebenfalls fast 22 Jahre alt, und habe keinerlei Verantwortung meiner Familie gegenüber, da es nicht mehr meine Familie ist. Wem ich Verantwortung habe, das sind meine beiden kleinen Schwestern. Und bei beiden bin ich mir sehr sicher, dass sie es nicht verstehen würden und "Dummheiten" machen. Und ich bin auch nicht nebendran, um etwas zu verhindern und die 300 Kilometer fährt man nicht einmal in 5 Minuten. Zudem weißt du gar nicht was bei uns daheim das eigentliche Problem ist, das Problem liegt daran, dass meine Eltern keinerlei Interesse an ihren Kindern haben. Meine Mutter bemitleidet nur sich selbst, macht nichts im Haushalt und sperrt sich oftmals tagelang im Schlafzimmer ein ... Mein Vater verbringt die Zeit damit, andere Frauen zu vögeln und uneheliche Kinder zu zeugen, die nach seiner Aussage "besser als wir" sind. und seine volle Aufmerksamkeit geniessen.

Darauf sagte er, deine Mutter schützt dich nicht, wenn sie es dir nicht erzählt, denn schützen ist es , seine Familie zu informieren und vorzubereiten ! Einfach aufzuklären, soweit es eht, jenach alter der Kinder.
Also tu dir und deiner Familie diesen Gefallen und spreche mit ihnen !


Dazu sag ich nur, ließ den oberen Text und die anderen auf der ersten Seite. Dann weißt du, welches Verhältnis ich zu meiner Familie habe. Ich schäme mich auch dafür, dass sie meine Eltern sind und würde sie am liebsten Umtauschen gegen ein anderes Paar. Und ja, ich hab es mir auch sehr oft gewünscht, dass das Jugendamt kommt und uns mitnimmt oder wir zu Adoption freigegeben werden - leider ist es nie eingetroffen. Niemand meiner Geschwister verbringt eine Minute länger in dem Elternhaus, als es unbedingt notwendig ist. Deswegen sehe ich mich auch nicht wirklich jemanden "verpflichtet", auch wenn meine Mutter ebenfalls nur ein Opfer ist.

Gratuliere dir, dass es bei dir eine Fehldiagnose war. Bei mir ist das leider nicht der Fall, da ich bei so vielen Fachärzten war und mir jeder genau das selbe Diagnostiziert hat, ohne das etwas erwähnt wurde über vorherige Befunde.

Liebe Grüße
Sorae

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» Sorae » Beiträge: 19435 » Talkpoints: 1,29 » Auszeichnung für 19000 Beiträge



Sorae das tut mir sehr leid, ich kannte die Situation nicht. Jetzt sieht es naütlich anders aus. Die Situation zuhause bei denen Eltern macht dich noch kranker und nimmt dir die Kraft die du brauchst. Ja dann so schnell wie möglich weg, wie du es ja tust. Ich dachte du hättest Mann und Kinder. Meine Fantasie.

Wenn sich deine Eltern nur um sich kümmern und so handeln wie du es beschrieben hast , ist für mich deine Frage kein wUnder mehr. Würde ich es meiner Familie erzählen wenn ich in deiner Situtation wäre. Ich glaube nicht nein, denn wieso ? Es würde warscheinlich sowieso ncihts dran ändern !

Ich drücke dir die Daumen und denke an dich ! Geht mir ziemlich nahe deine Situation.
Alles Gute !

» ZappHamZ » Beiträge: 1889 » Talkpoints: -16,50 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


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