Gehören Hymnen auf Schulabschlussfeiern?

vom 07.05.2026, 06:03 Uhr

Kürzlich wurde bekannt, dass ab dem Schuljahr 2026/2027 an bayerischen weiterführenden Schulen bei festlichen Zeugnisvergaben mindestens zwei Hymnen verpflichtend gespielt werden, wobei die Bayernhymne eine davon sein muss und die zweite die Deutschland- oder Europahymne sein sollte. Eine Mitsingpflicht für die Schüler gibt es zwar nicht, der Text soll diesen aber auf jeden Fall zur Verfügung gestellt werden.

Den Anstoß für diese Regelung gab wohl die ein Antrag der Jungen Union (JU) auf dem CSU-Parteitag im Dezember 2024. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte sich daraufhin persönlich dafür stark gemacht, die Hymnenpflicht möglichst schnell einzuführen.

Befürworter dieser Verpflichtung sehen in dem Abspielen der Hymne ein wichtiges Symbol für Zusammenhalt und Heimatverbundenheit. Außerdem soll dadurch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt werden und unterstrichen, dass dies der Abschluss eines wichtigen Lebensabschnitts ist auf den die Schüler stolz sein können und sie dies als großen Erfolg sehen können.

Kritiker empfinden das als Patriotismus bzw. als Aufzwingen vorgegebener Werte und aus pädagogischer Sicht wird bezweifelt, dass ein Pflichtritual ein Gemeinschaftsgefühl entscheiden verstärkt. Grundsätzlich könnte man die Kommentare vieler bayrischer Bürger so interpretieren, dass sie das als unnötige Einmischung der Politik in eine Schulveranstaltung sehen.

Wie seht ihr das, gehören Staatshymnen auf eine Schulabschlussfeier? Worin seht ihr positive als auch negative Aspekte einer solchen Verpflichtung? Denkt ihr, dass so eine Verpflichtung das Gemeinschaftsgefühl tatsächlich fördern kann?

» EngelmitHerz » Beiträge: 4025 » Talkpoints: 49,18 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



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