Katze einschläfern und dabei bleiben bis zum Schluss?
Vor einem halben Jahr etwa bekam ich die traurige Nachricht, dass meine Katze einen unheilbaren Tumor in der Lunge hat. Deshalb musste ich sie einschläfern lassen, was mich sehr, sehr traurig machte, da diese Nachricht so unverhofft und plötzlich kam. Ich blieb fast bis zum Schluss dabei. Die Tierärztin meinte immer wieder, dass ich ruhig gehen könnte, die Katze würde jetzt eh nichts mehr mitbekommen. Aber ich hatte solche Angst, meine Katze im letzten Augenblick alleine zu lassen, dass ich wirklich fast bis zum Schluss dort geblieben bin.
Kennt ihr eine solche Situation? Würdet ihr dabei bleiben oder vorher gehen?
Ich würde auch auf jeden Fall dabeibleiben. Zum einen kann man wirklich nie wissen, wie viel die Katze noch mitbekommt. Wir stehen noch nicht am Ende unserer wissenschaftlichen Erkenntnisse. Da opfere ich gerne ein paar Minuten meiner Zeit, egal wie gering die Chance sein mag. Zum anderen ist es doch auch für den Menschen wichtig, sich zu verabschieden. Man kann doch der geliebten Katze nicht den Rücken kehren, wenn da noch ein Hauch Leben drin ist. Dann fragt man sich immer, wie lange es wohl noch ging. Nein, erst wenn sie wirklich tot ist, ist es vorbei und solange würde ich bei ihr bleiben.
Ich habe keine Katze aber ich hatte mal einen Hund. Im Prinzip ist es ja fast das gleiche. Meine Hündin musste ich vor 2 Jahren auch einschläfern lassen. Sie war da schon 16 Jahre alt und war bei mir als sie ein Welpe war. Wir haben ganz viel Zeit miteinander verbracht und so war auch mir klar, dass wenn sie eingeschläfert wird ich auch mit ihr das durchstehen werde. Sie lag damals in meinen Armen als sie die Spritze bekommen hatte und ich hatte das Gefühl dass sie sich wohl fühlt, denn ich war ja bei ihr. Als sie irgendwann nicht mehr atmete blieben wir noch paar Minuten so sitzen denn 16 Jahre sind eine lange Zeit und ich war sehr traurig. Ich habe sie damals einäschern lassen und sie steht in einer Urne auf meinem Schrank.
Ich würde es immer und immer wieder so machen. Ein Tier, gerade in den letzten Minuten, brauch doch seinen Menschen, schließlich war das Tier doch auch ein treuer Begleiter. Auch wenn ein Hund keine Katze ist und manche Katzen etwas eigen, so denke ich, dass auch eine Katze gerne seine Besitzer dabei haben würde.
Ich hatte nie eine Katze, aber ich musste meinen Vogel einschläfern lassen und bin auch bis zum Ende geblieben. Immerhin habe ich die Entscheidung getroffen und er hat vorher fast zwanzig Jahre bei mir gelebt, da kann man den Weg auch zu Ende begleiten. Ich habe ihn auch mitgenommen und mein Vater hat ihn am nächsten Tag begraben. Ich würde das immer wieder so machen.
Mit zum einschläfern gehen?
Ich würde immer dabei bleiben, das stand für mich von Anfang an fest. Ich habe mal einen Bericht von einem Tierarzt gelesen, der darin erwähnte, dass die Tiere es ganz genau merken, wenn es mit ihnen zu Ende geht. Und da würde ich es lieblos finden, einfach zu gehen und das Tier seinem Schicksal zu überlassen. Das Tier sucht nämlich auch in seinen letzten Minuten seine Bezugsperson. Und wenn die dann nicht mehr da ist, ist das für das Tier sehr schmerzvoll.
Andererseits kann man Leute auch nicht verurteilen, die das Tier einfach beim Tierarzt zum Einschläfern abgeben und dann wieder gehen. Ich habe auch eine Bekannte, die das so gemacht hat. Sie konnte wohl einfach nicht dabei bleiben. Ob ihr Mann das dann übernommen hat, weiß ich natürlich nicht, aber ich hoffe es.
Ich selber war bisher bei drei Einschläferungen dabei. Das erste Mal war es der Kater meiner Eltern, das war im Sommer 2011. Meine Mutter konnte auch nicht mitfahren und so fuhr unser Vater mit dem Kater zum Tierarzt. Meine Schwester und ich wohnten damals gleich um die Ecke, so dass wir uns vor Ort mit meinem Vater trafen, um ihn dabei zu unterstützen. Am Ende standen wir dann alle drei vor der Praxis, haben uns umarmt und geweint.
Im Jahr 2020 musste ich meinen Kater einschläfern lassen. Der Tierarzt kam zu mir nach Hause, weil ich das so wollte. Und ich blieb bis zum Schluss neben ihm sitzen, solange, bis er für immer eingeschlafen war. Bei meiner Kitty, die ich letzten Dezember erlösen lassen musste, bin ich auch bis zum Schluss dabei geblieben. Das Schlimmste für mich war, als ich ihren letzten Atemzug gesehen habe. Das hat mich traumatisiert und ich werden diesen Abend nie mehr vergessen.
Sicherlich ist es schwer, eine so traurige Situation zu verarbeiten. Und man wird die Bilder auch nicht mehr los, zumindest geht es mir so. Ich weine noch oft um meine Kitty, obwohl es jetzt schon über sieben Monate her ist. Und dennoch würde ich mich immer wieder dafür entscheiden, bis zum Schluss dabei zu bleiben.
Link dieser Seite https://www.talkteria.de/forum/topic-239186.html
Ähnliche Themen
Weitere interessante Themen
- Pflanzen Krankheiten - welche sind am meisten verbreitet? 1698mal aufgerufen · 2 Antworten · Autor: Darling2 · Letzter Beitrag von Gorgen_
Forum: Garten & Pflanzen
- Pflanzen Krankheiten - welche sind am meisten verbreitet?
- Anleitungen zur Pflanzen Vermehrung 1277mal aufgerufen · 1 Antworten · Autor: Zanzibaer · Letzter Beitrag von Verbena
Forum: Garten & Pflanzen
- Anleitungen zur Pflanzen Vermehrung
- Der Haselnuss-Strauch (Baum?) - Vermehrung 2051mal aufgerufen · 1 Antworten · Autor: ygil · Letzter Beitrag von Verbena
Forum: Garten & Pflanzen
- Der Haselnuss-Strauch (Baum?) - Vermehrung
- Freundin will nicht über Probleme reden 3873mal aufgerufen · 3 Antworten · Autor: microonde · Letzter Beitrag von Verbena
Forum: Alltägliches
- Freundin will nicht über Probleme reden
- Palmen & Pflege: Wie Palmen schneller wachsen lassen? 3745mal aufgerufen · 1 Antworten · Autor: Certified · Letzter Beitrag von Verbena
Forum: Garten & Pflanzen
- Palmen & Pflege: Wie Palmen schneller wachsen lassen?