Bieten eure Schulen vegetarische Gerichte an?

vom 22.11.2022, 18:24 Uhr

Die Tochter einer meiner Kolleginnen ist bereits seit der Grundschulzeit Vegetarierin. Sie hat damals für ihr Alter schon sehr weit gedacht und das für sich so entschieden, obwohl ihre Eltern nicht vegetarisch leben. Auf Nachfrage, ob das denn auch in der Schule realisierbar war sagte mir meine Kollegin, dass sogar mehr vegetarische und vegane Gerichte in deren Schule angeboten werden im Vergleich zu Fleisch und Fisch. Letztlich habe ich auch einen Artikel gelesen, dass in einigen Städten eine komplett vegetarische Schulküche als Pilotexperiment eingeführt werden soll.

Wenn ich das mit der Kleinstadt vergleiche aus der ich komme, war es dort wirklich viel schwieriger überhaupt ein vegetarisches Angebot in der Schule zu bekommen. Ich weiß auch, dass in meiner ehemaligen Schule immer noch die nicht-vegetarischen Gerichte überwiegen, es allerdings so ist, dass auf Sonderwunsch auch etwas anderes bestellt werden kann beziehungsweise bestimmte Komponenten dann weggelassen werden. Oft ist es dann aber auch keine wirklich vollwertige Mahlzeit mehr, wenn es eben keinen vegetarischen Ersatz für die Beilage etc. gibt. Hier gibt es wirklich große Unterschiede zwischen Stadt und Land.

Wie war das bei euch oder ist es aktuell an den Schulen von euren Kindern? Findet ihr es wichtig, dass vegetarische Alternativen angeboten werden - eventuell auch unabhängig davon, ob die Kinder sich bewusst fleischfrei ernähren?

» bambi7 » Beiträge: 1117 » Talkpoints: 4,88 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Ich hatte nie die Möglichkeit, an der Schule zu essen. An der Grundschule gab es gar kein Angebot, lediglich Schulmilch konnte als Milch pur oder als Kakao gebucht werden. Das Tor zum Schulhof war abgeschlossen, zum Bäcker nebenan konnte man also nicht schleichen.

Auf dem Gymnasium gab es ebenfalls keine Möglichkeiten, obwohl spätestens in der Oberstufe auch gern mal die 12. oder 13. Stunde unterrichtet wurde. Es gab eine Mittagspause und es wurde einfach erwartet, dass die Mütter Hausfrauen waren und das Essen auf dem Tisch stand. Wer, wie ich, nicht so aufgewachsen ist, musste sich eben selbst versorgen. Beim Hausmeister gab es in den Pausen Kaffee für 50 Pfennig. Das war's.

Bei meinen Kindern ist das anders. Schule A kocht selbst und betreibt einen Kiosk für Snacks und belegte Brote. Aus Kostengründen ist das gesamte Angebot vegetarisch, denn gekocht wird regional, saisonal und ausschließlich mit Bioland -zertifizierten Produkten. Das kostet interessanterweise nur 3 Euro pro Mittagessen.

Schule B hat einen Caterer, der verschiedene Hauptgerichte und Nachspeisen pro Tag anbietet. Das vegetarische Angebot ist eher mau. Denn es gibt beispielsweise Möhreneintopf mit Bockwurst, Vegetarier bekommen den Eintopf dann halt mit vegetarischer Wurst. Pro Menü müssen Mindestbestellmengen erreicht werden, klappt das nicht, Pech gehabt. Das deutlich schlechtere Angebot kostet 4 Euro.

Schule C nimmt auch 4 Euro, aber es gibt ein Büffet. Die Kinder können aus veganen, vegetarischen und Komponenten mit Fleisch wählen und sich ihre Mahlzeit selbst zusammenstellen. Das klappt ebenfalls sehr gut.

» cooper75 » Beiträge: 12722 » Talkpoints: 374,67 » Auszeichnung für 12000 Beiträge


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