DPD liefert nur in einen weit entfernten Laden

vom 03.08.2022, 22:46 Uhr

Wir haben etwas über amazon bestellt. Noch vor dem Versand haben wir gegenüber dem Marktplatzverkäufer angegeben, dass es auf keinen Fall mit DPD versendet werden soll, weil DPD einfach nicht zu uns liefert, warum auch immer. Sie stehen zwar mehrmals wöchentlich auf dem Parkplatz vor unserem Haus, aber angeblich gibt es unsere Adresse nicht, wir seien nicht da, würden die Annahme verweigern oder was auch immer.

Die Lieferung wurde trotzdem mit DPD versendet. Und dann ging es wieder los: Erst waren wir Montag nicht da, nachmittags sei dann zugestellt worden. Ein Paket war aber nicht zu finden, woraufhin wir uns bei amazon beschwert haben. Montag endete es mit einem Vorwurf des Verkäufers, wir wären Betrüger. Seltsamerweise versuchte DPD dann Dienstag aber noch zweimal, uns das Paket zuzustellen, hat uns aber angeblich nicht angetroffen. Das Paket wurde daraufhin im DPD-Shop abgegeben.

Dieser ist ca. zehn Kilometer entfernt. Er ist auch nicht in der nächsten Stadt, wo man mit Bus oder Bahn hin käme, sondern in einem weiter entfernten kleinen Dorf, wo es ungefähr eine Tagesreise wäre, wenn man auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreift, denn dorthin muss man viele Umwege fahren. Mein Freund, der im Rollstuhl sitzt, und die öffentlichen Verkehrsmittel wenigstens kostenlos benutzen könnte, kommt in den Laden dann auch nicht hinein, weil er nur über Treppen zu erreichen ist.

Und so sitzen wir hier wieder einmal und haben aktuell keine Ahnung, was wir machen sollen. Wenn das Paket zurück geht, wollen wir natürlich auch nicht die Portokosten zahlen, denn DPD war nie hier und hat erst recht nicht versucht zuzustellen! Wir waren sowohl Montag wie auch Dienstag hier, können es auch beweisen, denn wir haben andere Pakete im gleichen Zeitraum entgegen genommen!

Habt Ihr einen Vorschlag, wie wir an dieses und zukünftige Pakete kommen können? Wir haben kein Auto mehr, haben auch keine Möglichkeit mit einem Fahrrad oder dergleichen. Und wir sehen es ganz ehrlich auch nicht ein, ständig an DPD Versandkosten zahlen zu müssen, ohne dass zugestellt wird!

Die Bundesnetzagentur ist sowohl von uns wie auch von amazon schon eingeschaltet worden, weil das hier bei weitem nicht der erste Fall ist. Es gibt schon ca. 400 solcher Fälle - alle betreffen ausschließlich DPD. Mit allen anderen Lieferanten gibt es keine Probleme. Als Antwort kam bisher nur, dass wir doch DPD direkt kontaktieren sollten, das seien nur Einzelfälle.

Kennt Ihr so etwas? Wie habt Ihr es gelöst? Habt Ihr noch eine Idee, was wir machen können?

» SonjaB » Beiträge: 2561 » Talkpoints: 0,51 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Wir hatten im letzten Monat 2x den gleichen Fall, auch mit einem Amazonhändler, beide Male mit DPD versendet und wir wären angeblich auch nie anzutreffen gewesen, woraufhin die Sendung dann in einem DPD-Shop abgegeben wurde. Nur, unser Shop liegt eine Autominute entfernt und von daher war es bei uns weniger dramatisch.

Die Bundesnetzagentur in Eigenregie einzuschalten, erachte ich für wenig sinnvoll, denn da wird sich nicht viel bewegen. Ich habe meinen Unmut bisher immer gegenüber amazon kundgetan und da kommt man nach meinen Erfahrungen am weitesten. In deinem Fall würde ich die Sendung irgendwie abholen oder wenn du keine Lust mehr drauf hast, dann rufe einfach beim amazon Kundendienst an und kläre es mit denen ab, wie du ohne Nachteile diesen Kauf stornieren kannst. Diese Option würde ich mir auch für mögliche Folgefälle offenhalten.

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» Pfennigfuchser » Beiträge: 3728 » Talkpoints: 30,45 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


DPD scheint da das schlimmste Unternehmen zu sein. Ich habe da leider auch so meine Erfahrungen machen dürfen. Vor allem, wenn man den ganzen Tag kein Auto von denen zu sehen bekommt und dann steht in der Sendungsverfolgung, dass ich nicht da gewesen wäre. Und das an meiner Geschäftsadresse. Ich habe dann dort angerufen und mich ordentlich beschwert. Das ist jetzt zwei Jahre her und seitdem sind die Fahrer von denen bei meinen Lieferungen sehr zuverlässig.

Vielleicht wäre das eine Option für euch mal dort anzurufen und euch direkt zu beschweren. Die Bundesnetzagentur kann man nach meinen Erfahrungen in allen Belangen vergessen.

» Punktedieb » Beiträge: 17274 » Talkpoints: 85,32 » Auszeichnung für 17000 Beiträge



Ich würde auch anrufen. Ich hatte das auch mal so ähnlich. Bei mir war es so, dass ich irgendwann mal einen Shop eingestellt hatte als Ort, an den meine Sendung geschickt werden soll, weil wir nicht da waren. Danach habe ich das wieder herausgenommen und auf meine Adresse und einen Ablageort gestellt. Ich dachte dann also, dass alles läuft und zack hatte ich eine Benachrichtigung, dass mein Paket in Laden XY ist. Ich habe dann angerufen und mir ordentlich Luft gemacht und dann ging das auch, seit dem habe ich keinen Ärger mehr mit denen.

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» Ramones » Beiträge: 46686 » Talkpoints: 7,06 » Auszeichnung für 46000 Beiträge



Das ist wirklich extrem ärgerlich. Ich hatte auch mal Ärger mit DPD, weil sie mir auf dem Zustellzettel (auch ich war zu Hause!) eine falsche Abstelladresse angegeben hatte und ich von Pontius zu Pilatus rennen musste. Das war aber nicht so ein Problem wie bei euch, weil ich in einer großen Stadt mit guten öffentlichen Verkehrsmitteln wohne.

Vielleicht gibt es bei euch ein Werbeblättchen, also eine lokale Werbezeitschrift, an die man sich wenden kann. Manchmal greifen sie solche Themen gerne auf, besonders wenn ansonsten nicht viel los ist. Beschwert bei DPD und Amazon habt ihr euch ja schon.

» blümchen » Beiträge: 4385 » Talkpoints: 0,02 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Wenn das so ein Aufwand ist, ich mit dem Versender vereinbart habe, dass er explizit auf keinen Fall mit DPD versendet und er mir das zusicherte, würde ich das Paket einfach zurückgehen lassen. Am Ende muss man noch Bus- oder gar Taxi Geld verfahren, weil auf der anderen Vertragsseite schlicht geschlampt oder vielleicht sogar dreist gelogen wurde.

Ich würde dem Verkäufer eine geharnischte Mail schreiben mit dem Verweis auf seinen Wortbruch und meine persönliche Situation, die ich auch entweder als Mail oder mündlich an die Hotline von Amazon so weiterleiten würde. Dann würde ich zusehen, die Ware bei einem ordentlichen Händler zu ordern. Für mich bzw. uns schließen wir Versender mit DPD sofort aus, es sei denn, es ist nicht anders zu machen wie zum Beispiel beim Body Shop, die, soweit ich mich noch erinnere, auch nur mit DPD liefern. In diesen seltenen Fällen, wenn ich nur alle paar Jahre dort bestelle, lasse ich es an einen Ladengeschäft hier in der Nähe schicken, weil es mit DPD einfach keinen Sinn hat. So gar keinen.

Eine Beschwerde über diesen Saftladen bringt auch nichts, ich habe es versucht. In all den Jahren, wo ich noch nicht auf den Versender geachtet habe und Ware zuweilen mit DPD kam, kann ich mich nur an ein einziges Mal erinnern, dass die Ware pünktlich und ordnungsgemäß ankam. Sonst sind die Sachen immer sonst wo gelandet, einmal sogar ohne Unterschrift bei meinem Freund im Garten des Vermieters in den regenfeuchten Büschen, wo sie im Winter zufällig jemand nach Wochen entdeckt hat.

Früher habe ich jedes Jahr zwischen den Jahren bei DPD bestellt, weil dort der jährliche TBS Sale gewesen ist. Und jedes Jahr saß ich freudig vor dem Lifetracking, um den Wagen mit meinem ersehnten Paket zu erwarten. Noch 15 Stationen, noch 10. Gleich, nur noch zwei! Sicher wird es jeden Moment klingeln. Es klingelte nie. Stattdessen sah ich den Wagen unverrichteter Dinge wegfahren mit dem Verweis, man hätte niemanden angetroffen. So ging das jedes Mal, einmal habe ich sogar noch während des Zustellversuchs die Hotline angerufen. Man wollte dem Fahrer flugs Bescheid sagen. Kam natürlich keiner.

Ganz ehrlich, ich hasse diesen Laden. Und wie man an den Online-Bewertungen sieht, nicht nur ich, auch mein Partner und Freunde haben wiederholt miese Erfahrungen gemacht. Bei Amazon haben wir unsere Accounts so eingestellt, dass nur noch Ware für Packstationen akzeptiert wird, mit den anderen will ich nichts zu tun haben. Dann kaufe ich am Ende lieber gar nicht, als mich mit DPD rumzuärgern.

» Verbena » Beiträge: 4519 » Talkpoints: 0,41 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Kann diese Verärgerung absolut nicht nachvollziehen. Bei mir hat das stets geklappt, wenn Ware per DPD versandt wurde. Ja, in einer meiner Arbeitsstellen wurde sogar mit DPD versendet. "Unsere" Kunden haben sich diesbezüglich nie beschwert. Daher weiß ich noch in etwa, welche Listen damals geführt, welche Label ausgedruckt und welche Online-Shipping-Tools neuerdings verwendet werden müssen, damit alles reibungslos klappt, der Tagesabschluss mit dem Manifest pünktlich dem Fahrer zur Verfügung gestellt werden kann.

Oft ist es ja so, dass vom Versender der Waren "blind" Versandetiketten ausgedruckt werden können, die Ware dann zur Abholung beim Versender bereitstehen sollte. Je nach gewähltem Service und Prioritätsgrad kann das schon einmal ein paar Tage dauern, bis ein DPD-Abholer auf seiner Tour dann vorbeikommt.

Es kommt also auch auf die gewählte Service-Art an, wie schnell und zuverlässig Pakete und Sendungen beim Empfänger eintrudeln. Ja, bei uns hat DHL bzw. Post nicht alle Pakete, die wir per Post verschicken wollten, angenommen. Bestimmte Waren sind da von der Beförderung ausgeschlossen. Entweder zu sperrig, zu schwer oder anderweitig von der Annahme ausgeschlossen. DPD nimmt die aber anstandslos an, wenn zum Beispiel entsprechende Gefahrgutaufkleber gut sichtbar angebracht worden waren.

Auch hatte sich unsere Firma damals für DPD als Dienstleister entschieden, weil die Tagesproduktion turnusmäßig abgeholt werden konnte, ohne diese selber zum Postamt fahren zu müssen. DHL bzw. Post hatte damals keinen Abholservice. Im Laufe der Zeit hatten wir sogar ein extrem gutes Verhältnis zum Fahrer. Der kam sogar auf Telefonanruf nochmal zurück, wenn wir ein Express-Paket nicht rechtzeitig genug fertig kommissioniert hatten, um es dann außerhalb des regulären Abholzeitfensters mitzunehmen. Dafür gab es dann ein Sixpack Bier extra, auch weil er uns seine Handynummer genannt hatte, was ja eigentlich nicht so üblich ist.

Wollte sagen: Wenn es bei der Zustellung hapert, dann liegt das bestimmt einmal an den Zustellzeiten, die "extended" sein können, wo DHL auch nachgezogen hat und bis 21:00 Uhr sogar. Und auf die gewählte Versandoption. Bei DPD 12:00 Uhr (Express) klappt das bestens. Bei Classic (Standard) könnte das schon mal weniger komfortabel sein. Warum viele Versender statt DHL, UPS, Hermes, DSL, GLS, Transoflex u.v.a.m. gerade DPD wählten liegt auf der Hand: Weil DPD preislich günstiger ist bzw. war.
Und vom Service keineswegs schlechter.

Dagegen sind nur als Beispiel zu nennende, von A*n angeheuerte Privatzusteller ohne Firmenwagen oft wesentlich unzuverlässiger. Hatten wir letztens noch. Überall im Hause wurde geklingelt, dann nach Betätigen des Türöffners ein Amazon-Umschlag ins Treppenhaus gepfeffert. Und das war's. Da lob ich mir DPD. Das habe ich bei denen noch nie erlebt. Zumindest wird nur da geklingelt, an wen das Paket auch geliefert werden soll, und nicht im ganzen Haus.

» Gorgen_ » Beiträge: 566 » Talkpoints: 226,83 » Auszeichnung für 500 Beiträge



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