Wie das eigene Kind an neuen Arzt gewöhnen?

vom 05.03.2021, 14:08 Uhr

Kinder brauchen bis zu einen bestimmten Alter feste Bezugspersonen. Sei es in der Schule, im Kindergarten oder auch im allgemeinen Alltag. Kinderärzte sind in der Regel auch eine feste Bezugsperson und erster Ansprechpartner bei Krankheiten und körperlichen sowie seelischen Beschwerden von Kindern.

Doch muss man diesen wechseln, weil man umgezogen oder der alte Kinderarzt in Rente gegangen ist, dann stellt das auch eine Umstellung für das jeweilige Kind dar. Wie kann man den eigenen Nachwuchs beispielsweise einen neuen Kinderarzt oder auch Zahnarzt gewöhnen und eine Bindung zwischen beiden schaffen? Oder hat der jeweilige Arzt da seine eigene Herangehensweise?

» Nebula » Beiträge: 3017 » Talkpoints: 0,98 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Ich weiß nicht, wie das bei großen Kindern ist, aber unsere Kinder finden die Ärzte nun nicht so klasse, dass man da eine besondere Bindung aufgebaut hätte. Die sind alle nett, kompetent und man hat da auch drei Ärzte in der Praxis, da man aber durchaus mal Sachen machen muss, die man nicht mag oder eine Spritze bekommt, sind die eben bei den Kindern nicht so hoch im Kurs.

Die Wartezimmer gehen da schon eher, da kann man immer schon spielen bei Ärzten und ich glaube zumindest meinen Kindern wäre es egal, wenn es andere Ärzte wären. Mir und meinen Mann aber nicht, deswegen fahren wir schon etwas bis wir da in der Praxis sind. Wir haben aber sehr gute Erfahrungen dort gemacht und wollten daher auch nicht den Arzt wechseln, als wir da weggezogen sind. So wahnsinnig weit ist es ja auch nicht und man kann es immerhin noch mit dem Einkaufen verbinden.

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» Ramones » Beiträge: 45237 » Talkpoints: 6,09 » Auszeichnung für 45000 Beiträge


Meine Kinder hatten keine Bindung zu einem speziellen Arzt. Wir waren eh eine Zeit lang in einer Gemeinschaftspraxis, wo die Ärzte auch mal wechselten. Oder manchmal mussten wir auch in die Ambulanz ins Krankenhaus fahren, wenn beispielsweise nachts oder am Wochenende etwas war. Ich glaube nicht, dass meine Kinder die Ärzte überhaupt als Personen gesehen haben und nicht nur als Frauen und Männer in weißen Kitteln.

Die Ärzte haben meine Kinder besser gekannt als diese die Ärzte. Kinderärzte reden ja nicht stundenlang mit den Kindern. eine Bindung wird nur aufgebaut, wenn das Kind irgendeine schwerwiegendere chronische Erkrankung hat. Und auch dann sieht das Kind den Arzt wahrscheinlich nicht als Mensch, sondern als vertrauenswürdigen Arzt, der einen wieder gesund macht.

Ich hatte allerdings bei den Ärzten in der Praxis eine Präferenz, weil einer der Ärzte besonders einfühlsam und handwerklich geschickt war. Er hat zum Beispiel einmal kleine Warzen vom Gesicht eines meiner Kinder entfernt, ohne dass es anscheinend weh getan hat. Außerdem hatte er eine besondere Methode, den Kindern die Angst vor der Impfspritze zu nehmen. Er nahm eine gefährlich aussehende Riesenspritze und eine normale und ließ die Kinder wählen. Die waren natürlich erleichtert, dass sie die kleine wählen konnten. Impfungen waren immer völlig problemlos und ohne Geschrei. Ich weiß aber nicht, ob das bei allen Kindern gewirkt hat oder ob sie im Traum noch jahrelang von dieser Riesenspritze träumten.

Wir sind öfters mal umgezogen und haben den Kinderarzt auch zwei- oder dreimal gewechselt, wenn es dann doch zu weit von der ursprünglichen Praxis weg war. Ich glaube, die Kinder haben nur den Wechsel des Wartezimmers und das neue Spielzeug bemerkt und nicht, dass da ein neuer Arzt war.

» blümchen » Beiträge: 2883 » Talkpoints: 8,36 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



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