Onlinetherapie sinnvoll oder nutzlos?

vom 23.02.2021, 10:00 Uhr

Während der Corona-Krise suchen sich viele Menschen Informationen im Internet, wie sie ihren aktuelle Situation meistern, mit der Krise umgehen und Dinge erledigen können. Doch meistens handelt es sich nur, um eine einseitige Informationsbeschaffung ohne einen Dialog mit einer anderen Person zu führen, welche auch auf Fragen eingeht.

Da viele Therapiepraxen geschlossen haben und auch nicht jeder Arzt oder Therapeut telefonisch immer verfügbar ist, oft sogar gar nicht, fällt die persönliche Offline Beratung und / oder Therapie meistens flach. Ist es dann sinnvoll, eine Onlineberatung oder Onlinetherapie zu machen? Ersetzt das eine persönliche Face to Face Beratung beziehungsweise Therapie außerhalb des Internets?

» Nebula » Beiträge: 1859 » Talkpoints: 14,76 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Ich denke, das empfindet jeder Mensch anders. Ich persönlich bin jemand, dem eine reine Online-Therapie nicht viel bringen würde, da für mich die reale Anwesenheit eines anderen Menschen sehr wichtig ist. Es gibt aber sicher auch viele Leute, denen so eine Online-Therapie ausreichen würde.

Mir geht es leider inzwischen sogar so, dass ich zunehmend geradezu allergisch reagiere auf diese ganzen "nur-noch-online-Angebote". Alles ist abgesagt und kann nur noch online stattfinden, aber für mich ist es kein adäquater Ersatz, wenn ich allein zuhause sitzen muss, statt im realen Leben mit echten Menschen zusammentreffen zu können.

Klar ist diese Distanz aus Pandemiegründen sinnvoll, aber für meine Psyche ist diese Dauerdistanz und das Beschränken auf "nur-noch-online" keine gute und wirklich hilfreiche Sache. Ich muss zugeben, ich habe mir inzwischen deswegen auch schon tatsächlich Unterstützung bei einem Therapeuten gesucht, der noch echte Sitzungen (mit gegebenem Abstand und Maske) anbietet.

Benutzeravatar

» lascar » Beiträge: 2974 » Talkpoints: 557,83 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

^