Neue Energieeffizienzklassen sinnvoll oder verwirrend?

vom 03.11.2020, 17:37 Uhr

Wie ich gelesen habe, so werden im nächsten Jahr neue Energieeffizienzklassen und Bezeichnungen eingeführt. Aus A+++, was mir bisher wohl immer als Bestwert bekannt war, wird dann B. Insgesamt reichen die neuen Energieeffizienzklassen oder Energielabel dann von A bis G. Insgesamt also 7 neue Klassen, was ich schon ziemlich verwirrend finde. Was haltet ihr von der Einführung dieser neuen Energieeffizienzklassen? Findet ihr diese gut und sinnvoll oder verliert ihr da auch schon etwas den Durchblick?

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» Lupenleser » Beiträge: 469 » Talkpoints: 152,72 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Eine Umstellung wird das auf jeden Fall werden, aber das ist ja immer so. Wenn man sich an ein System gewöhnt hat ist jedes neue System erst mal verwirrend, egal wie gut oder schlecht das neue System ist.

Sinnvoll ist eine Umstellung aber auf jeden Fall. Sieht man ja schon bei dem A+++. Die Geräte werden immer energieeffizienter und das bedeutet bei dem aktuellen System dann noch mehr + weil vor A einfach nichts mehr kommt. Und wenn da dann mal bei A+++² bist ist das ja auch nicht mehr wirklich verständlich.

Dazu kommt, dass man sich nicht jeden Tag ein neues Elektrogerät kauft als Normalbürger. Mit Energieeffizienzklassen muss man sich alle paar Jahre mal befassen und dann vergleicht man doch meistens eh und schaut, was das beste Gerät ist.

So wie ich dich verstehe ist das neue System allerdings immer noch nicht wirklich gut. Eigentlich würde es viel mehr Sinn machen wenn A die schlechteste Energieeffizienzklassen wäre. Bis man nämlich dann mal bei Z angelangt wäre könnte man die neuen Geräte sehr viele Jahre lang immer weiter optimieren ohne, dass man wieder auf + zurückgreifen muss.

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» Cloudy24 » Beiträge: 25948 » Talkpoints: 78,09 » Auszeichnung für 25000 Beiträge


Man müsste eine bessere Unterscheidung treffen, was nun genau unter Energieeffizienz zu verstehen ist. Das fände ich sinnvoll. Worauf bezieht sich diese Einsparpotenzial den nun genau. Wird nun nur auf den Stromverbrauch geschaut oder auch auf den Wasserverbrauch oder auf die Kombination aus beidem, oder auf was überhaupt gegenüber dem Althergebrachten "eingespart" wird?

Es wird auch meines Erachtens einmal nötig, ganz deutlich herauszustellen, ob mit der "besseren" Energieeffizienz andere, ganz wichtige Kriterien, wie zum Beispiel Lärmentwicklung etc. verschlechtert werden, nur um auf Teufel komm raus, in eine bessere Klasse zu kommen. Was auch nicht berücksichtigt wurde bislang, ist, wieviel Ressourcen bereits bei der Herstellung der "energieeffizienten" Geräte verbraucht worden sind. Das sollte mit in die Gesamtbilanz auch eingehen. Das wäre dann wirklich ein Schritt in die richtige Richtung, um mit den Ressourcen sorgfältiger umzugehen.

» Gorgen_ » Beiträge: 480 » Talkpoints: 195,40 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Gorgen, den größten Teil der Informationen, die du dir wünschst, sind doch bekannt. Wie viel sparsamer ein Elektrogerät einer bestimmten Energieeffizienzklasse ist, berechnet sich am sogenannten Referenzgerät. Also das, was zum Beispiel eine Waschmaschine 1998 üblicherweise verbraucht hat, ist die Basis. Die Energieeffizienzklasse gibt an, wie viel Prozent sparsamer dein Wunschmodell ist. Für die verschiedenen Geräte gibt es unterschiedliche Referenzwerte, weil Fernseher eben keine Waschmaschinen oder Dunstabzugshauben oder Leuchtmittel sind.

Auch die anderen Werte geben die Hersteller an. Du erfährst genau, wie hoch der Wasserverbrauch ist oder wie der Lärmpegel ausfällt. Das meiste ist also vorhanden. Und das neue Werte angemessen sind, zeigen doch die Referenzwerte. Seit 1998 hat sich einfach technisch viel getan.

» cooper75 » Beiträge: 12074 » Talkpoints: 611,32 » Auszeichnung für 12000 Beiträge



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