Wie bringt ihr euren Arbeitstag hinter euch?

vom 05.08.2016, 09:38 Uhr

Ich wollte mal wissen was für Methoden ihr habt um eine harte Arbeitswoche die vor euch liegt zu meistern. Augen zu und durch oder gibt es eine Methode wie man es sich etwas einfacher machen kann? Wie geht ihr mit Stress um?

Schaltet ihr den Kopf einfach ab und konzentriert ihr euch 100% nur auf die Arbeit oder denkt ihr den ganzen Tag an den kommenden Feierabend/Wochenende? Wie geht ihr mit vielen Überstunden um? Einfach akzeptieren oder protestieren?

» berliner78 » Beiträge: 1 » Talkpoints: 0,68 »


Bei den Überstunden würde ich das davon abhängig machen, ob die Überstunden bezahlt werden oder nicht und dann spielen noch andere Faktoren eine Rolle. Wenn man alleinerziehend ist und schnell nach Hause muss, weil die Kita nicht ewig geöffnet hat, kann man ja schlecht nonstop Überstunden schieben, wenn das Kind sonst keinen hat, der es abholen könnte.

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» Täubchen » Beiträge: 33313 » Talkpoints: -0,26 » Auszeichnung für 33000 Beiträge


Bei Überstunden ist es bei mir so, dass ich die zwar nicht gerne mache, aber so schlimm finde ich es auch nicht, weil ich diese dann auch mal abfeiern kann. Wenn man natürlich eine gewisse Anzahl von Überstunden einfach so machen muss, dann würde ich mich auch ärgern. Aber ob es dann etwas bringt, wenn man protestiert, das denke ich eigentlich nicht.

Ansonsten bringe ich meinen Arbeitstag einfach so hinter mich, dass ich so gut wie möglich arbeite. Ich denke dann nicht den ganzen Tag an den Feierabend oder das Wochenende, auch wenn es zwischendurch schon auch mal vorkommt, dass ich solche Gedanken habe. Aber wenn das immer der Fall wäre, dann würde ich mir doch auch mal die Frage stellen, ob der Job der richtige ist.

» Barbara Ann » Beiträge: 28260 » Talkpoints: 38,03 » Auszeichnung für 28000 Beiträge


Bei uns werden Überstunden relativ zeitnah abgebaut von daher habe ich damit überhaupt kein Problem, eher im Gegenteil. Wenn ich weiß, dass ich nach Abschluss des Projektes eine Woche frei haben werde ohne dafür einen einzigen Urlaubstag opfern zu müssen ist das doch motivierend.

Ich kann mit einer Woche Urlaub oder einem verlängerten Wochenende oder einem Brückentag wesentlich mehr anfangen als wenn ich Abends zwei oder drei Stunden früher Feierabend mache. Jetzt im Sommer ist das ein bisschen anders, jedenfalls wenn gutes Wetter herrscht, aber in der Regel unternehme ich unter der Woche nach der Arbeit selten irgendwas größeres.

Dazu muss ich allerdings auch sagen, dass mir mein Job wirklich Spaß macht. Ich habe ein gutes Team, wir verstehen uns alle super und oft kann ich auch zu Hause in meinem eigenen Büro arbeiten und bin so flexibler.

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» Cloudy24 » Beiträge: 24327 » Talkpoints: 29,01 » Auszeichnung für 24000 Beiträge


Am wichtigsten ist ja bei solch einer Fragestellung, mit welcher Einstellung man überhaupt an die Arbeit herangeht. Ich kenne keine solchen "Methoden", wie ich am besten und bequemsten den Arbeitstag rumkriege. Bei mir gibt es auch keinen Scheiß-Montag oder solche Geschichten und ich schalte auch nicht den Kopf aus, denn der wird gebraucht bei der Arbeit. Was die Überstunden angeht, da wird in unserer Firma wenig protestiert. Ganz im Gegenteil, sind die meisten Leute in meiner Firma ganz heiß drauf.

» Herr Krawuttke » Beiträge: 335 » Talkpoints: 17,25 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Ich muss sagen, dass ich das Glück habe, dass mir meine Arbeit einfach Spaß macht. Ich mache sie gerne und ich habe kein Problem damit. Ich denke mir einfach, dass ich in der Zukunft auf jeden Fall etwas von den Erfahrungen haben werde und dass es deshalb auch wichtig ist, konzentriert und gut zu arbeiten.

Natürlich würde ich auch manchmal lieber zu Hause auf dem Sofa fläzen, als zu arbeiten, aber so schlimm finde ich das eben auch nicht. Bei mir geht es auf der Arbeit auch recht locker zu und wenn ich wirklich mal keine Lust oder Energie habe, vertrete ich mir die Beine und hole mir einen Kaffee, so dass es dann weiter gehen kann. Als Motivation dient mir da eigentlich auch immer der Feierabend oder das Wochenende.

Ich bleibe nun aber oft auch freiwillig etwas länger. Ich arbeite ja als Redakteurin, wobei es mir nicht unbedingt darum geht, pünktlich Feierabend machen zu können. Stattdessen ist es mir wichtiger, meine Arbeit einfach fertig zu machen, damit ich dann am nächsten Tag etwas Neues starten kann. Da motiviere ich mich selbst ganz gut. Ich mag es nicht so gerne, halb zu Ende gebrachte Sachen einfach liegen zu lassen. Da habe ich schon den Anspruch an mich, diese auch fertig zu bekommen und von daher finde ich Überstunden auch nicht wirklich dramatisch.

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 32207 » Talkpoints: 103,61 » Auszeichnung für 32000 Beiträge


Gerade montags bin ich auch nicht so super motiviert. Aber wenn der Tag einmal angefangen hat, dann geht es schon. Ich habe glücklicherweise viele Lücken im Plan. Da mache ich dann was anderes, schaue im Internet oder schreibe mal Texte, telefoniere mal. Das geht dann schon. Oder ich quatsche mal mit meiner Kollegin vom Büro nebenan.

» Zitronengras » Beiträge: 8724 » Talkpoints: 5,22 » Auszeichnung für 8000 Beiträge


Ich glaube, dass es niemanden gibt, der gerne Überstunden macht. Auch, wenn man seine Arbeit sehr gerne macht, irgendwann ist am Tag einfach die Luft raus und man möchte in den wohlverdienten Feierabend. Aber in manche Branchen und Betrieben geht das nicht so einfach, da muss dann gearbeitet werden, bis alles erledigt ist, weil es nicht möglich ist, dass was liegen bleibt.

Ich bin in der Pflege tätig und ich weiß, wovon ich rede. Wenn es mit manchen Patienten eben mal länger dauert, dann ist das ganz einfach so und dann kann man erst Feierabend machen, wenn alles erledigt ist. Jedoch besteht die Möglichkeit sich die Überstunden aufzuschreiben und dann wann anders mal früher gehen zu können oder eben erst später zu kommen und so die Überstunden abzuarbeiten. Grade als Schüler ist dies die einzige Möglichkeit, da wir Überstunden nicht bezahlt bekommen.

Man sollte es also einfach akzeptieren, dass man mal länger bleiben muss. Sicher ist es nicht schön, aber grade in meinem Falle bringt es rein gar nichts, wenn man protestiert - der frisch operierte Patient kann ja nicht einfach mal auf der Toilette sitzen bleiben, bis die nächste Schwester ihren Dienst angeht. In der Pflege kann man so was einfach nicht planen.

Jedoch kann man auf Station, wenn man beispielsweise das Kind abholen muss oder einen wichtigen Termin hat, auch miteinander reden, sodass man trotzdem entsprechend gehen kann und jemand anderes länger bleibt. Man muss nur fragen und es ist alles eine Sache des Tonfalls, denn bekanntlich macht der Ton die Musik. :wink:

» Hufeisen » Beiträge: 5208 » Talkpoints: 1,46 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


Während meiner diversen Ferienjobs in den Semesterferien meines Studiums habe ich mehrfach im Schichtdienst in der Fertigung eines bekannten deutschen Automobilherstellers gearbeitet. Dort musste ich am Band verschiedene Teile montieren. Dies war eine sehr monotone und langweilige Arbeit, welche jedoch äußerst gut bezahlt wurde.

Somit bin ich zwar immer ziemlich unmotiviert zur Arbeit gefahren, mit dem Gedanken an das viele Geld habe ich mich jedoch jedes Mal aufs neue aufgerafft. Des Weiteren war in meinem Fall zudem ein Ende in Aussicht. Ein solcher Ferienjob ist nun mal auf eine gewisse Zeit begrenzt. Meine Motivation das ganze zu über stehen war also die Aussicht auf viel Geld in Kombination mit einem baldigen Ende des ganzen.

Mit dieser Einstellung bin ich jeden Tag zur Arbeit gegangen und habe da quasi einfach still und leise meine acht Stunden Schicht durchgezogen ohne mich großartig zu beschweren. Sicher hat es mir zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise Spaß gemacht, aber es musste sein, da ich auf das Geld angewiesen war. Auf Dauer könnte ich eine solche Tätigkeit aber wohl kaum ertragen.

» Kami » Beiträge: 265 » Talkpoints: 0,23 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Mir helfen hier oft ein paar Erkenntnisse, die sich im Laufe meines Lebens eingeschlichen haben. Vor allem die Tatsache, dass ich auch den manchmal blödesten oder nervigsten Job im Prinzip(!) freiwillig mache. Schließlich hindert mich theoretisch(!) niemand daran, den Kram zu kündigen, meinen Besitz zu verkaufen und meinen Lebensstil so weit herunterzufahren, dass ein chilliger Teilzeitjob auch ausreichen würde. Das hieße eben Miniwohnung, Urlaub und Freizeitgestaltung minimal, Sparfüchslein und Bescheidenheit. Und voilá, schon kommt einem der blöde Job gar nicht mehr so blöd vor, wenn man sich die (durchaus realistische und greifbare) Alternative vor Augen führt.

Zweitens hilft mir auch die Frage: Möchte ich wirklich ein Leben, das vor allem aus dem Warten auf Feierabend, Freitag, Urlaub und die Rente besteht? Das hilft mir gegen das ständige Jammern, wie scheiße es doch sei, dass so viel Zeit für den blöden Broterwerb draufgeht und so weiter. Mir zumindest fällt es so leichter, auch im Arbeitsalltag die kleinen Nischen zu entdecken, die den Trott etwas auflockern, wie ein netter kleiner Plausch, gutes Essen in der Kantine (kommt vor!) oder auch das ganz allgemeine Gefühl, ein produktives Mitglied der Gesellschaft zu sein, das bei Weitem nicht jedem vergönnt ist.

Und schließlich muss mir ja auch nicht jeden Tag die Sonne aus dem Hintern scheinen. Ich bin nämlich auch der Meinung, dass gerade die diversen Medien ein völlig unrealistisches Bild des Alltags zeichnen und so die Unzufriedenheit und das Gejammer nur fördern, weil jeder den Eindruck hat, alle anderen hätten voll die geile, erfüllende, super bezahlte Karriere und würden allmorgendlich strahlend aus dem Bett hüpfen und erst mal Yoga machen. Wenn man sich von diesem Druck befreit und sich mit der Realität auseinandersetzt, hilft das auch schon viel.

» Gerbera » Beiträge: 8613 » Talkpoints: 1,98 » Auszeichnung für 8000 Beiträge


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