Werden Migranten-Mütter zu wenig bei Jobsuche unterstützt?

vom 09.03.2019, 08:59 Uhr

Laut Medienberichten will die Bundesregierung die Mütter mit Migrationshintergrund mehr unterstützen, wenn es um die Jobsuche geht. So sollen über 90 Kontaktstellen eingerichtet und gefördert werden, die die Mütter beraten und die ihnen helfen sollen. In Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit sollen ihnen gezielt Sprachförderung und Kinderbetreuung, aber auch direkt Praktika, Ausbildungs- und Arbeitsplätze vermittelt werden.

Wie denkt ihr persönlich über so ein Angebot? Meint ihr, das Migranten-Mütter bisher zu wenig Unterstützung erfahren haben bei der Jobsuche? Haltet ihr dieses Angebot für notwendig und sinnvoll? Wird es sich durchsetzen können? Oder meint ihr, dass das potentielle Angebot kaum genutzt werden wird, weil es sich vielleicht zu wenig herum spricht?

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» Täubchen » Beiträge: 31062 » Talkpoints: 0,47 » Auszeichnung für 31000 Beiträge



Gerade was das Sprachliche angeht finde ich es richtig, dass man hier hilft und unterstützend tätig wird. Solche Kurse nützen ja durchaus und wenn es nur für die Kommunikation der Mütter mit irgendwelchen Behörden, dem Kindergarten oder der Schule ist. Ansonsten bekommt man so aber auch leichter eine Stelle und natürlich muss man das fördern und Mittel nutzen, die man hat, damit diese Frauen auch einen Job bekommen. Ich sehe diese Unterstützung auch als notwendig an, wobei ich auch finde, dass jeder Mensch eine entsprechende und individuelle Unterstützung bekommen sollte, damit er arbeiten gehen kann.

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» Ramones » Beiträge: 38896 » Talkpoints: 30,48 » Auszeichnung für 38000 Beiträge


Sprachkurse sehe ich im allgemeinen als Verpflichtung an, die bei Nichteinhaltung mit Sanktionen bestraft gehört. Und wenn es sich um Personen mit Duldungsstatus und Asyl handelt, muss das auch Auswirkungen auf ihre Bleibechancen haben. Kann eben wirklich nicht angehen, dass ich mir die Lorbeeren des Sozialstaats picke und dann nicht meine Deutsch-Kurse belege, die eben verbindlich dazu beitragen, meine Chancen im wirtschaftlichen Deutschland nach einem Job zu steigern.

Kinderbetreuung? Nun ja, andere Hartz IV Empfänger kriegen die auch mal nicht eben so einfach und ich finde nicht, dass hier Neuankömmlinge dann etwas mehr „bemuttert“ gehören. Einfach gleiches Recht für alle und gut ist. Das wäre viel simpler und würde auch politisch viel Diskussionsstoff herausnehmen. Ich kenne 2 Mitarbeiterinnen beim Job Center und weiß daher schon, was gestattet ist, was nicht erlaubt wird, was vordergründig gesagt wird usw. Gleichzeitig weiß ich aber auch daher, dass zumindest in meiner Stadt die Bemühungen nach Deutsch-Kursen und Arbeit etc geringer sind, als man es medial gerne mal verkaufen möchte.

Wer gefördert werden möchte, sollte die Hilfe kriegen. Aber man muss auch die Kirche im Dorf lassen. Andere Hartz IV Empfänger müssen um Umschulungen betteln, und ja betteln. Ich kenne da etliche Beispiele wo wir hinterher helfen mussten etc. Einem meiner Kumpel haben sie sogar ganz klar gesagt, er kriegt die Umschulung zum Kaufmann oder was das war und wenn er die abbricht, zahlt er die 2500 Euro zurück. Noch mehr Angst konnte man einem gesundheitlich angeschlagenen Mann nicht machen, dass er es gleich gelassen hat!

Ich sag mal so. Mich stört es nicht, wenn man hilft und die Hilfe dann auch in Anspruch nimmt. Das muss aber für alle weiterhin auch auf gerechte Bahnen laufen. Wieso Kinderbetreuung? Kriegen manche Hartz IV Leute auch nicht und dürfen dann Verwandte & Co einbinden. Auch der angeblich so verbindliche Kitaplatz ist derzeit nicht das Papier wert, auf das es stehen soll. Man muss also wirklich schauen, dass man auch mal anderen mehr Förderung zukommen lässt und nicht nur „Neuankömmlingen“.

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» Kätzchen14 » Beiträge: 4284 » Talkpoints: 14,64 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



Wer erinnert sich noch an 2015? Damals gab es pünktlich zur Flüchtlingskrise eine UN-Studie, wonach 86 Prozent der Flüchtlinge eine höhere Schulbildung haben sollte. Die Kosten wurden von 2016 bis 2020 auf schlappe 238 Milliarden Euro von Kanzlerkandidatin Kramp-Karrenbauer geschätzt. Danach wären alle wieder weg oder integriert. Ich gehe davon aus, dass wir letztlich 40 Jahre lang 40 Milliarden zahlen und Dank der Zuwanderung alle 10 Jahre der gleiche Betrag dazu kommt.

Wenn die Osteuropäer oder die USA wegen mehr Geld für Verteidigung nachfragen, ist keines da. Wenn die Rentner wegen höherer Rente nachfragen, ist kein Geld da. Wenn es um gerechte Regelsätze geht, .... . Bei Ausländern oder wie man jetzt sagen soll bei Migranten hat man auch in solchen Fällen noch Geld.

» Juri1877 » Beiträge: 5918 » Talkpoints: 40,02 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



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