Keine normale Geburt nach zwei Kaiserschnitten?
Ein Kollege meines Mannes wird im nächsten Jahr Vater. Seine Frau hatte schon zwei Kinder mit in die Beziehung gebracht, die aber schon älter sind. Zumindest die große Tochter dürfte jetzt 15 oder 16 Jahre sein. Es kam aber das Gespräch auf den Termin der Geburt und da sagte die werdende Mutter, dass es einen geplanten Kaiserschnitt geben würde.
Nachdem ich sie etwas irritiert anschaute, erklärte sie, dass sie angeblich das Kind nicht auf natürlichem Wege bekommen könnte, weil die beiden großen Kinder schon Kaiserschnitte gewesen sind. Ich weiß, dass man dies vor 40 Jahren so praktiziert hat, dass man auch bei einer weiteren Schwangerschaft das Kind per Kaiserschnitt geholt hat. Allerdings kenne ich auch Meinungen, dass man nach Kaiserschnittgeburten wohl auch normalen gebären könnte.
Ich habe also eher den Verdacht, dass sie sich den einfachen Weg aussucht, der eben recht schmerzfrei ist, wenn man vor einem Kaiserschnitt nicht schon Stunden im Kreißsaal zugebracht hat. Hat jemand Erfahrungen in dem Bereich und kann die Aussage der werdenden Mutter bestätigen? Oder wird wohl eher meine Vermutung stimmen, dass sie nur den recht schmerzfreien Weg haben will?
Bei dir klingt das etwas vorwurfsvoll, dass kann ich jetzt auf Anhieb nicht nachvollziehen. Ein Kind zu bekommen heißt doch nicht, dass man sich deswegen auch quälen muss, wenn man einen Kaiserschnitt will, dann spricht doch nichts dagegen. Ich hätte jetzt eher gedacht, dass die Frau für die vorigen Kaiserschnitte vielleicht auch noch andere medizinische Gründe hatte und es deswegen jetzt auch ein Kaiserschnitt wird.
Ansonsten kann ich mir nur vorstellen, dass es jetzt eher schwierig und kompliziert wird normal zu gebären, wenn es das erste Mal ist. Nach der zweiten normalen Geburt soll das oft ja einfacher gehen, aber wenn es das erste Mal ist, will sie das sicherlich nicht haben. Sie riskiert damit mitunter die Gesundheit des Kindes und auch ihre eigene.
Wenn du schreibst, dass sie das Kind "angeblich" nicht natürlich bekommen könne oder sie "den einfachen Weg" wählt, dann klingt das wirklich sehr vorwurfsvoll. Auch Begriffe wie "Verdacht" erwecken den Eindruck, als gänge es hier darum, sie zu überführen.
Ich kenne deine vorwurfsvolle Art ja von anderen Beiträgen und ich finde, das ist auch hier absolut nicht gerechtfertigt. Jede Frau kann ihr Kind so zur Welt bringen, wie sie es möchte und es ist niemand besser, nur weil sie eine natürliche Geburt hat. Es zeichnet keine Frau aus, unbedingt Geburtsschmerzen ertragen zu müssen.
Das muss jede Frau machen wie sie denkt. Wo du da einen Vorwurf siehst, ist für mich einfach nur der Gedanke, dass sie sich den einfachen Weg wählt. Wird ja von den Promis auch so vorgelebt, dass man sich mal fix unters Messer legt und am nächsten Tag gleich den nächsten Fototermin mitnimmt. Aber insgesamt würde ich behaupten, dass eine normale Geburt weniger Risiken birgt, als ein operativer Eingriff. Und nach den Dingen, die ich so in den letzten Jahren mitbekommen habe, heißt eben einmal Kaiserschnitt nicht automatisch immer Kaiserschnitt.
Selbst vom Alter her kann man sie noch nicht mal als Risikoschwangere einstufen. Was dann auch einen geplanten Kaiserschnitt erklären würde. Wie gesagt kenne ich diese Vorgehensweise aus Zeiten, die schon 40 Jahre her sind. Und damals waren Operationen mit noch mehr Risiken verbunden als in der heutigen Zeit.
@Zitronengras: Ob man da nun einen Vorwurf lesen will oder nicht. Kannst du mir die Frage beantworten, ob es ein normaler Prozess ist, wenn man vor mehreren Jahren zwei Kaiserschnittgeburten hatte, dass man bei einer weiteren Schwangerschaft auch nur so entbinden kann? Das ist nämlich meine Frage dazu, weil ich es aus der heutigen Zeit nicht so kenne.
Ich finde auch, deine Worte klingen sehr vorwurfsvoll. Du unterstellst ihr hier einfach etwas, über das du dir auch nicht wirklich sicher bist. Beziehungsweise meinst du, es anders zu wissen und gehst deshalb davon aus, dass die Frau des Kollegen deines Mannes nur den einfacheren Weg gehen möchte.
Ich selbst war mir bis zu deinem Thread sehr sicher, dass man nach zwei Kaiserschnitten keine natürliche Geburt mehr mitmachen kann. Ich gebe aber zu, dass ich die Information aus einer RTL 2 Doku-Soap im Kopf hatte. Deshalb habe ich mal Mister Google befragt.
Die Mehrzahl der Antworten die ich finden konnte, laufen eher in die Richtung, rein theoretisch ist eine natürliche Geburt sicherlich möglich, aber man macht es nur, wenn die Frau das ausdrücklich wünscht. Wobei Gynäkologen und auch Geburtskliniken dazu nicht immer bereit sind. Ganz allgemein wird nach zwei Kaiserschnitten zu einem weiteren Kaiserschnitt geraten. Man hat Angst, dass es zu einer Uterus-Ruptur kommen könnte oder die alten Kaiserschnittnarben aufgehen.
Ich habe aber im Verlauf meiner groben Recherchen fest gestellt, dass in deinem Beitrag wichtige Informationen fehlen. Sicherlich Informationen, die du wahrscheinlich auch nicht hast, die aber vielleicht die Sache ein wenig anders aussehen lassen würden.
Warum wurden die beiden großen Kinder durch einen Kaiserschnitt geboren? Wurde damals zu einem Kaiserschnitt geraten, weil das Becken der Frau zu schmal ist oder eben andere Gründe auf Seiten der Frau gegen eine natürliche Geburt sprachen? Dann hat sie das vielleicht nicht zugegeben, weil viele Frauen es als Schande empfinden, wenn sie nicht in der Lage waren, ein Kind auf natürliche Weise zu gebären. Da war dann vielleicht sie Aussage, dass sie via Kaiserschnitt entbinden muss, weil die beiden vorherigen Geburten Kaiserschnitte waren, nur eine Ausrede, um nicht zuzugeben, dass sie nicht in der Lage ist natürlich zu gebären.
Eine weitere Option wäre, dass beide Kinder zu groß waren. Wenn nun absehbar ist, dass auch das dritte Kind zu groß ist, wird man ihr eventuell einfach nur gesagt haben, sie soll wieder mit einem Kaiserschnitt entbinden. Zum Beispiel weil auch die Gefahr, dass die alten Wunden wieder aufreißen einfach größer ist, wenn man die Schwangerschaft voll austrägt oder gar überträgt.
Eine weitere Option wäre, dass es während beider Geburten Probleme gab, die gleich waren und man deshalb nun gar nicht erst mehr das Risiko eingeht, weil absehbar ist, dass genau das Problem wieder auftritt.
Viele Gynäkologen und Geburtskliniken raten wie gesagt dazu, nach zwei Kaiserschnitten nicht natürlich zu entbinden. Nicht jede Frau fragt da näher nach oder wird durch den Wunsch gedrängt, natürlich zu entbinden. Ein paar Kliniken entbinden nur auf ausdrücklichen Wunsch der werdenden Mutter nach zwei Kaiserschnitten auf natürliche Weise. Beziehungsweise man versucht eine natürliche Geburt.
Und schlussendlich vermute ich mal, wenn das älteste Kind bereits im späten Teenageralter ist, wird die werdende Mutter auch schon über 35 Jahre alt sein. Somit gilt sie, egal wie sie vorher entbunden hat, als Risikoschwangere. Eine Schwangerschaft und eine Geburt ist für eine jüngere Frau auf alle Fälle einfacher. Auch ist das Gewebe noch elastischer. Das sind auch Punkte, die man mit bedenken sollte. Eine Freundin von mir hat auch ein älteres Kind und eines, welches wesentlich jünger ist. Sie sagt ganz klar, die erste Schwangerschaft empfand sie als leichter, weil sie noch jünger war.
Das genaue Alter ist mir nicht bekannt. Aber bei den Informationen, die ich habe, müsste sie Anfang 30 sein. Also vom Alter her noch nicht im dem Bereich der Risikoschwangerschaft. Aber da hier meine Worte als vorwurfsvoll gewertet werden, sollte ich vielleicht doch noch dazu mitteilen, wie das Leben dieser Frau aussieht. Denn mehr als Party machen gehört nicht zu ihrem Lebensinhalt. Da gab es beim letzten Gespräch auch solche Bemerkungen, dass er dann grundsätzlich das Kind hüten darf, weil sie eben ausgehen will. Daher eben der Verdacht, dass sie bei der Geburt den geringsten Stress für sich sucht.
Und wenn Ärzte zu einem Kaiserschnitt raten, warum auch immer, bezeichnet man es doch nicht als Wunschkaiserschnitt, oder? Zumindest habe ich bisher keine Frau erlebt, die einen Kaiserschnitt als Wunsch bezeichnet hat, wenn medizinische Gründe dahinter standen. Das Gesamtbild zu der Frau passt eben eher zu der Vermutung, dass sie den Kaiserschnitt mal so nebenbei erledigen lässt, um danach schnell wieder in ihr altes Leben zu können.
Ich bin eine Frau, die zwei Kaiserschnitte hinter sich hat. Ok, der letzte Kaiserschnitt ist mehr als 25 Jahre her, aber ich kann dennoch berichten, was mit ein Arzt vor 10 Jahren gesagt hat.
Ich fange aber mal von vorne an. Erstmal ist ein Kaiserschnitt bestimmt nicht die einfachste Geburt und auch nicht ohne Stress. Mein erstes Kind kam mit einem Notkaiserschnitt zur Welt. Er ist im Geburtskanal stecken geblieben und wollte mit einem Gewicht von 4330 Gramm einfach nicht raus aus meinem Bauch. Da meine Tochter auch sehr groß und schwer (4230 Gramm) war, wurde sofort auch ein Kaiserschnitt geplant. Damals hätte man mir auch dazu geraten, wenn das Kind auch kleiner gewesen wäre.
Theoretisch hätte ich das Kind auch versuchen können auf normalem Wege zu bekommen, aber die Ärzte wollten das nicht und es hätte, weil der letzte Kaiserschnitt gerade mal 2 Jahre her war zu Komplikationen führen können. Du schreibst, dass sie noch nicht in dem Alter einer Risikoschwangerschaft ist. Aber sobald eine Mutter ein Kind mit einem Kaiserschnitt bekommen hat, gelten alle anderen folgenden Schwangerschaften als Risikoschwangerschaften.
Vor etwas mehr als 10 Jahren glaubte ich mal schwanger zu sein. Ich war ein wenig panisch, weil ich nicht wieder einen Kaiserschnitt wollte. Ich wollte einfach mal ein Kind auf normalem Wege bekommen, wenn ich schon schwanger bin. Zum Glück war ich es nicht, aber der Arzt hat dennoch mit mir die Risiken besprochen und er meinte ganz klar, dass man auch dann zu einem Kaiserschnitt raten würde, wenn die ersten Kaiserschnitte schon so lange her sind. Er meinte, dass kein Arzt zu einer normalen Geburt raten würde. Zumindest, wenn die vorherigen Kaiserschnitte aus dem Grund gemacht wurden, weil ein Kind im Geburtskanal stecken blieb.
Warum genau die Mutter die ersten Kaiserschnitte hatte weiß keiner und ich muss zugeben, dass ich traurig bin, dass ich niemals erlebt habe, dass ein Kind normal auf die Welt kommt, ich es aber gerne erlebt hätte.
So, nun mal zu der Aussage, dass der Kaiserschnitt der einfachste Weg ist. Ein Bauchschnitt ist nicht unbedingt der einfachste Weg. Die Nachwehen sind bei einem Kaiserschnitt um einiges stärker als bei einer normalen Geburt, was mir von vielen Ärzten und auch Müttern im Krankenhaus bestätigt wurde. Die Schmerzen sind zwar nicht während der Geburt, aber dadurch, dass ja nicht nur die Bauchdecke aufgeschnitten wird, sondern auch die Gebärmutter und das alles wieder zugenäht werden muss, sind die Bauchschmerzen erheblich.
Du musst die vorstellen, dass ein dicker Ball genäht wird, der sich dann zusammenzieht und die Wunde sich mit zusammenzieht. Denkst du, dass die Schmerzen dann weniger sind als bei einer normalen Geburt? Die Wundschmerzen sind nicht gerade wenig, weil ja Haut, Fettgewebe, Muskelgewebe, die Gebärmutter und auch Bindegewebe durchgeschnitten werden. Auch Nervenbahnen werden zerstört und ich habe fast ein Jahr eine taube Bauchdecke gehabt, was auch nicht angenehm ist.
Ich kann deiner Vermutung, dass sie den schmerzfreieren Weg gehen will also nicht zustimmen. Jede Geburt birgt Schmerzen und der Kaiserschnitt ist nicht der Weg der geringeren Schmerzen. Nur die Geburtsschmerzen fallen weg.
@Diamante: Ich habe selbst einen Kaiserschnitt gehabt und das nach rund acht Stunden starker Wehen im Kreißsaal. Die Nachwehen vom Kaiserschnitt selbst empfand ich als weniger schlimm, als die von der Kreißsaalzeit. Noch dazu, dass ich mich im Kreißsaal mehrmals übergeben musste, was einen ordentlichen Muskelkater in der oberen Bauchdecke mit sich brachte. Diesen Muskelkater habe ich länger gehabt, als die vergleichsweise geringen Schmerzen im Unterbauch, die vom Kaiserschnitt kamen.
Und ich habe ja das Gesamtbild dieser Frau schon mehrmals erlebt. Deswegen kam ich halt zu der Meinung, dass sie das so plant, weil es für sie einfacher ist. Sie hat gerade die Hälfte der Schwangerschaft hinter sich und ist nur am jammern, dass sie endlich den Bauch wieder weg haben will, dieses Jahr nicht auf den Weihnachtsmarkt gehen mag, weil sie ja keinen Glühwein trinken darf. Auf den Einwurf von mehreren anderen Personen, dass es doch auch Kinderpunsch und andere warme alkoholfreie Getränke gibt, kam nur, dass die ja nicht die Wirkung vom Glühwein hätten.
Ich gehe sogar soweit, zu behaupten, wenn das Kind jetzt schon lebensfähig wäre, würde sie es holen lassen. Nur damit sie so schnell wie möglich ihr altes Leben wieder bekommt. Da fragt man sich doch nur, warum sie überhaupt nicht vorgesorgt hat um eine Schwangerschaft gänzlich vermeiden.
Punktedieb hat geschrieben:@Diamante: Ich habe selbst einen Kaiserschnitt gehabt und das nach rund acht Stunden starker Wehen im Kreißsaal. Die Nachwehen vom Kaiserschnitt selbst empfand ich als weniger schlimm, als die von der Kreißsaalzeit. Noch dazu, dass ich mich im Kreißsaal mehrmals übergeben musste, was einen ordentlichen Muskelkater in der oberen Bauchdecke mit sich brachte. Diesen Muskelkater habe ich länger gehabt, als die vergleichsweise geringen Schmerzen im Unterbauch, die vom Kaiserschnitt kamen.
Da muss ich auch sagen, dass ich das beim ersten Kind auch nicht so schlimm hatte, weil ich da auch 16 Stunden Wehen und 2 Stunden Presswehen hatte. Die Presswehen musste ich dann, als die Ärzte sich endlich doch entschlossen hatten den Kleinen zu holen unterdrücken. Das ist wie "Durchfall im Bus" habe ich immer gesagt. Denn Presswehen unterdrücken ist nicht so einfach.
Die Nachwehen waren bei meinem ersten Kind genau deswegen auch nicht so schlimm, weil ich vorher die Wehen mitgemacht habe und die Gebärmutter das praktisch schon hinter sich hatte, so hat es mir der Arzt auch erklärt, als ich bei meinem zweiten Kaiserschnitt ohne vorherige Wehen dann die Nachwehen hatte. Die Gebärmutter hat praktisch das noch nicht hinter sich und macht es nach der Geburt. Und die Schmerzen sind weitaus schlimmer als wenn das Baby noch in der Gebärmutter ist. Ich hätte den Kalk von den Wänden kratzen können.
Eine Schwangerschaft empfindet jeder anders. Es gibt Frauen, die lieben Kinder und würden auch alles dafür tun und eben auch eine Schwangerschaft mit viel Schmerzen und viel Liegen in Kauf nehmen. Dann gibt es Frauen, die lieben Kinder, wollen auch unbedingt ein Kind haben, aber die Schwangerschaft, die Schmerzen und dem damit verbundenen Verzicht auf viele Sachen machen ihr zu schaffen. Dann gibt es wieder Frauen, die wollen unbedingt ein Kind haben und gehen den schmerzfreisten Weg und adoptieren ein Kind oder gehen ins Ausland für eine Leihmutterschaft.
Deine Bekannte scheint eben die Art Frau zu sein, die ein Kind möchte, die aber völlig verunsichert ist, was das Kinder bekommen angeht und wenn sie die ersten Kinder mit Kaiserschnitt bekommen hat, auch verständlich. Ich hätte auch Angst vor einer normalen Geburt. Aber ich würde sie mal erleben wollen, wenn es noch ginge. Aber es geht nun mal nicht und ich bin auch zu alt dafür.
Es gibt hier im Forum schon viele Threads über geplante Kaiserschnitte und ich selber würde keinen Kaiserschnitt planen, wenn es nicht von den Ärzten so entschieden werden würde. Aber es gibt nun mal Frauen, die das machen und mit der heutigen Anästhesie kann man die Geburt ja dennoch miterleben. Ich habe beide Male eine Vollnarkose bekommen und habe von der Geburt selber nichts mitbekommen.
Ich würde einfach sagen, dass es jedem selber überlassen ist. Ob man dafür Verständnis hat ist die eine Sache. Aber diese Frau so zu verurteilen ist schon krass und dass du meinst, dass sie die Schwangerschaft hätte vermeiden sollen ist gut und schön. Aber wenn es nun mal so ist, dann wäre ja die Abtreibung wohl noch schlimmer als ein Kaiserschnitt.
Und wenn Ärzte zu einem Kaiserschnitt raten, warum auch immer, bezeichnet man es doch nicht als Wunschkaiserschnitt, oder? Zumindest habe ich bisher keine Frau erlebt, die einen Kaiserschnitt als Wunsch bezeichnet hat, wenn medizinische Gründe dahinter standen.
Im Eröffnungspost schreibst du aber von einem geplanten Kaiserschnitt und nicht von einem Wunschkaiserschnitt. Deshalb verstehe ich deinen Einwand nun nicht. Sie sagt zu dir, sie wird einen geplanten Kaiserschnitt haben, weil sie bereits zwei Kaiserschnitte hatte und nun wird daraus ein Wunschkaiserschnitt?
Zum Alter der Mutter. Wenn das große Kind bereits im Teenageralter ist, müsste die Mutter eine Teeniemutter sein. Selbst wenn das große Kind erst 12 Jahre alt ist und die Mutter deiner Meinung nach 30 Jahre alt ist, dann wäre sie sehr jung Mutter geworden. Aber ich denke durchaus, dass man als Frau, die selbst Mutter ist, den Unterschied zwischen 15 und 12 kennen würde.
Einen geplanten Kaiserschnitt machen zu lassen, damit man sein Party, Party, Party Leben weiter führen kann, ist auch nicht zwingend logisch. Ist ein Kaiserschnitt nicht belastender, als eine natürliche Geburt? Der Körper braucht in der Regel doch viel länger, um nach einer Kaiserschnittgeburt wieder fit zu werden, als nach einer natürlichen Geburt. Mal abgesehen von den Narben, die man nach einer Kaiserschnittgeburt hat, die den eigenen Körper ja auch nicht schöner machen. Was einen eher oberflächlich eingestellten Menschen durchaus stören würde.
Ich gehe sogar soweit, zu behaupten, wenn das Kind jetzt schon lebensfähig wäre, würde sie es holen lassen. Nur damit sie so schnell wie möglich ihr altes Leben wieder bekommt. Da fragt man sich doch nur, warum sie überhaupt nicht vorgesorgt hat um eine Schwangerschaft gänzlich vermeiden.
Geht uns das wieso und warum was an? Vielleicht haben sie und ihr Mann entschieden, dass sie noch ein gemeinsames Kind wollen? Gründe gibt es sicherlich viele.
Kein Arzt würde dem zustimmen, ein Kind wesentlich vor Termin zu holen, wenn keine wirklich wichtigen Gründe vorliegen. Man kann als Frau nicht einfach hingehen und sagen, wenn ich das Kind eh per Kaiserschnitt holen lassen muss, dann möchte ich den Kaiserschnitt bereits sechs Wochen vor der eigentlichen Geburt. Bei einem geplanten Kaiserschnitt wird vorher der Termin abgestimmt, der sich aber in der Regel um den eigentlichen Geburtstermin herum bewegt. Und da kann man dann auch eventuell Einfluss auf den Tag nehmen.
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