Keine normale Geburt nach zwei Kaiserschnitten?
Ja, die große Tochter muss um die 15 bis 16 Jahre sein. Ich habe sie am Freitag selbst kennengelernt und es ging darum, dass sie eventuell als Azubine in dem Betrieb beginnt, wo mein Mann eben auch arbeitet. Daher wird das Alter wohl richtig in etwa passen. Wobei man das auch nicht so wirklich sagen kann, wenn man keine weiteren Fakten kennen würde. Ein anderer Kollege wurde von Frau und Tochter abgeholt und das Mädchen hätte ich auch auf etwa 15 Jahre geschätzt. Dabei wird sie erst 12 Jahre im nächsten Jahr. Ist aber schon locker ein Kopf größer als meine Töchter, die auch nicht gerade klein sind für ihr Alter.
Dass ein Kaiserschnitt wesentlich entspannter sein soll, wird einem ja durch genug Promis immer wieder vor Augen geführt. Wobei man eben auch sagen kann, dass man immer den Arzt finden wird, der die eigenen Wünsche mitmacht, wenn man lange genug sucht. So werden eben hier im Krankenhaus Wunschkaiserschnitte gemacht und in anderen Krankenhäusern werden sie grundsätzlich abgelehnt. Dafür wird man hier keine Totaloperation bekommen, auch wenn Krebszellen nachgewiesen worden. Wo da andere Krankenhäuser eben auch sagen, machen wird, damit das Risiko einer richtigen Erkrankung gegen Null geht.
Aber ich gebe zu, dass ich es halt im Eröffnungspost etwas falsch ausgedrückt habe. Allerdings liegst du in der Annahme falsch, dass man einen geplanten Kaiserschnitt um den Geburtstermin ansetzt. Der wird mindestens drei Wochen früher vorgenommen. Übrigens war es auch kein gemeinsamer Kinderwunsch bei dem Paar, wenn man ihren Ausführungen glauben will. Laut ihrer Aussage war ihre Familienplanung eigentlich abgeschlossen und das gemeinsame Kind kommt wohl nur, weil er es sich eben wünscht.
Punktedieb hat geschrieben:Allerdings liegst du in der Annahme falsch, dass man einen geplanten Kaiserschnitt um den Geburtstermin ansetzt. Der wird mindestens drei Wochen früher vorgenommen.
Das ist auch nicht immer richtig. Bei mir war es so, dass ich am 6. März ausgezählt war und der geplante Kaiserschnitt am 10 März gewesen ist und dass, obwohl meine Tochter sehr groß war und schon einige Wochen vorher ein gutes Gewicht erreicht hatte. Auch kenne ich eine Bekannte, die auch wie ich einen zweiten geplanten Kaiserschnitt bekam. Das ist gerade mal ein halbes Jahr her und sie hat genau an dem Tag, wo der errechnete Geburtstermin war diese Planung des Kaiserschnitts gehabt.
Es wird oft ein wenig früher gemacht. Aber drei Wochen ist doch sehr früh und das habe ich eigentlich noch nicht gehört. Bei einer Woche vor dem errechneten Termin ist es eigentlich in der Norm. So jedenfalls in meiner alten Heimat und auch hier. Viele Ärzte wollen sicher sein, dass keine Wehen sind. Aber dennoch ist es für das Kind immer besser so lange wie möglich im Bauch zu bleiben und das machen auch viele Ärzte.
Da ein Kaiserschnitt besser bezahlt und wunderbar planbar ist, ist es als Schwangere in mancher Region heute schwer, eine natürliche Geburt zu bekommen. Sobald das kleinste Risiko vorliegt, wird ganz dringend zur Operation geraten. Und wenn die Muter meint, sie würde einen Kaiserschnitt besser verkraften, dann wird meist auch nicht dagegen argumentiert.
Dass allerdings die Ärzte das Risiko nach bereits zwei per Schnittentbindung geborenen Kindern nicht tragen wollen, ist verständlich. Auch wenn der Kaiserschnitt viele Nachteile hat, ist das Risiko einfach ziemlich groß und es wird schwer, bei einer Ruptur der Gebärmutter schnell genug zu reagieren.
Ich dürfte übrigens vor der ersten Geburt acht (!!!) Kliniken besuchen, damit ich auf natürlichem Wege entbinden konnte. Ich galt als Risikoschwangere und keiner wollte es auch dem normalen Weg versuchen. Erst die Uniklinik in größerer Entfernung sah gar kein Problem in einer natürlichen Geburt. Sie hielten in den geplanten Kaiserschnitt bei meiner Indikation für ungünstig. Dort ging man davon aus, dass mir die Wunde mehr Probleme bereiten würde als der natürliche Weg. Man schlug dort eine "amerikanische" PDA vor. Die sollte Luftnot durch Schmerzen verhindern.
So habe ich dann jedes Kind bekommen. Das war völlig problemlos, schmerzfrei nachdem die Anästhesie lag und ich war am nächsten Tag fit. Aber bevor das jetzt als absoluter Königsweg gilt: Ich hatte nach jeder PDA mit austretender Rückenmarksflüssigkeit zu kämpfen. Die Kopfschmerzen, die dadurch entstehen, sind extrem (Ich habe Migräne, ich kenne also einen guten Vergleich) und halten, wenn man Pech hat, für gut zwei Wochen an.
Die Geburt eines Kindes ist eine sehr persönliche Sache. Wie eine Frau idealerweise das Kind aus dem Bauch bekommt, das kann sie nur zusammen mit Arzt und Hebamme entscheiden. Was mit allerdings in der heutigen Zeit fehlt, ist eine vernünftige Aufklärung über die Risiken und Folgen eines Kaiserschnitts. Der wird, wohl wegen der guten Einnahmen, gerne viel harmloser dargestellt, als er für Mutter und Kind tatsächlich ist.
Punktedieb hat geschrieben:Ich gehe sogar soweit, zu behaupten, wenn das Kind jetzt schon lebensfähig wäre, würde sie es holen lassen. Nur damit sie so schnell wie möglich ihr altes Leben wieder bekommt. Da fragt man sich doch nur, warum sie überhaupt nicht vorgesorgt hat um eine Schwangerschaft gänzlich vermeiden.
Es soll ja Frauen geben die eine Schwangerschaft genießen. Gut, ich habe jetzt noch keine getroffen. Die Schwangeren die ich kennengelernt habe, haben nach außen hin auch auf rosarote Welt gemacht und wenn man dann alleine war, ging das Gemecker los. Von daher würde ich mal sagen, dass auch eine Frau die sich ein Kind wünscht, ruhig über die Schwangerschaft meckern kann, denn das ist der Weg zum Kind, den man nicht unbedingt genießen muss und der bei vielen eben viele Beschwerden verursacht. Nur weil sie die Schwangerschaft doof findet, heißt das nicht, dass sie das Kind nicht will oder so. Ich habe bisher die meisten Schwangeren über die Schwangerschaft meckern hören, was soll daran auch toll sein.
Dass ein Kaiserschnitt wesentlich entspannter sein soll, wird einem ja durch genug Promis immer wieder vor Augen geführt.
Da du ja bereits einen Kaiserschnitt hattest, würde ich vermuten, dass du dem widersprechen würdest? Ich denke, die meisten Frauen, die bereits einen Kaiserschnitt hatten, sehen das anders. Die wissen, welche Schmerzen damit verbunden sind und sehen einen Kaiserschnitt nicht als entspannter an.
Ich gehe mal stark davon aus, dass eine Mutter von zwei Kindern, egal welche Lebenseinstellung sie hat, sich nicht durch Aktionen irgendwelcher Promis verrückt machen lässt. In dem von dir beschriebenen Fall weiß die Frau bereits wie sich ein Kaiserschnitt anfühlt.
Allerdings liegst du in der Annahme falsch, dass man einen geplanten Kaiserschnitt um den Geburtstermin ansetzt. Der wird mindestens drei Wochen früher vorgenommen.
Ein geplanter Kaiserschnitt bei einer problemlosen Schwangerschaft wird mit Sicherheit nicht ohne wichtige Gründe einen Monat vorher gemacht. Ich habe von einigen Frauen gelesen, bei denen ein geplanter Kaiserschnitt (kein Wunschkaiserschnitt!) früher geplant wurde, weil es zu risikoreich war, die Schwangerschaft voll auszutragen oder weil das Kind eben schon sehr groß war oder die Versorgung des Kindes in Gefahr war oder man Sorge hatte, dass die alte Kaiserschnittnarbe wieder aufreißt, wenn die Schwangerschaft weiter fortschreitet.
Wir wissen bisher keinen wirklichen Grund, warum ein Kaiserschnitt geplant wurde! Außer der Begründung, da es vorher zwei Kaiserschnitte gab. Ich habe bereits mehrere Gründe aufgezählt, die außerdem eben zu einem geplanten Kaiserschnitt führen können.
Ich habe die Nacht wie gesagt gegoogelt. Ich kam dadurch auch zu Erzählungen von Frauen, die nach zwei Kaiserschnittgeburten eine natürliche Geburt wollten. Viele Geburtskliniken und auch Gynäkologen lehnen das ab. Man muss also durchaus länger suchen, bis jemand eine Frau entbindet, die bereits zwei Kaiserschnitte hatte.
Noch dazu gilt die Frau des Kollegen deines Mannes als Risikoschwangere, weil sie bereits zwei Kaiserschnitte hatte. Wenn das große Kind wirklich eine Ausbildung beginnen will, muss es mindestens 14 Jahre alt sein. Wenn die Frau wirklich erst 30 Jahre alt ist, dann wurde sie wirklich sehr früh Mutter. Ich vermute eher, dass sie älter ist.
Aber selbst wenn sie so jung Mutter wurde, ist eine körperliche Belastung, wie eben eine Schwangerschaft und eine Geburt, leichter weg zu stecken, wie wenn man älter ist.
Schlussendlich ist es so, dass du gefragt hast, ob nach zwei Kaiserschnitten eine natürliche Geburt nicht möglich ist. Gleichzeitig hast du klar herausklingen lassen, dass du der Frau nicht glaubst. Denn deiner Meinung nach wird bereitwillig überall eine Frau nach zwei Kaiserschnitten natürlich entbunden. Als nun mehrere User hier sagten, dass eine natürliche Geburt nach zwei Kaiserschnitten eben nicht so locker flockig möglich ist, wie du der Meinung bist, wird aus dem geplanten Kaiserschnitt nach zwei Kaiserschnitten und der Ansage, dass man der Frau wohl gesagt hat, dass sie nur durch einen Kaiserschnitt entbinden kann, ein Wunschkaiserschnitt auf Wunsch der Frau des Kollegen deines Mannes.
Falls wir dir hier gesagt hätten, du hättest recht, dann wäre das Thema Wunschkaiserschnitt nie in der Form von dir angesprochen worden. Ohne die Hintergründe von der Frau wirklich zu kennen, urteilst du sie ab. Du schiebst die Argumente nun hin und her, damit du ja weiter auf die Frau herab blicken kannst, die deiner Meinung nach nun natürlich entbinden muss, weil du der Meinung bist, es ist heute nicht mehr so, dass eine Frau nach zwei Kaiserschnitten per Kaiserschnitt entbunden werden soll.
Da du die Zahl 40 Jahre ins Gespräch brachtest. In meiner Grundschule gab es eine Lehrerin, die bereits zwei Kaiserschnitte hatte und deshalb das dritte Kind auch mit einem Kaiserschnitt entbunden hat. Und das ist noch lange keine 40 Jahre her.
Auch nach lange Jahren Erfahrungen mit Kaiserschnitten hat sich die Gebärmutter an sich nicht verändert. Bereits eine Schwangerschaft nach einem Kaiserschnitt stellt ein Risiko dar. Die Narbe kann reißen, die Plazenta liegt oft ungünstig und es kann zu starken Blutungen kommen.
Unter den Geburt wird Belastung um ein Vielfaches größer. Daher lehnen Ärzte insbesondere nach mehreren Kaiserschnitten die Verantwortung für eine natürliche Geburt ab. Sicherlich kann die wunderbar funktionieren. Nur können eben auch massive Blutungen auftreten, die trotz modernster Medizin lebensbedrohlich für die Mutter sind. Außerdem kann sich schnell die Plazenta lösen, das ist dann verdammt schlecht für das Kind.
Hier kann dann zwar ein Notkaiserschnitt helfen. Aber der garantiert nicht, dass beide die Geburt unbeschadet und ohne Langzeitfolgen überstehen. Und niemand muss so lange suchen, bis er vielleicht eine Klinik findet. Denn eine Klinik in einer anderen Stadt hat dann auch wieder große Nachteile. Und das gilt ganz besonders, wenn eben auf die Wehen gewartet wird.
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