Woher wird beim Fasten Energie bezogen?
Naja, wenn Du vom Sport heimkommst und Dir gleich ein fettes Steak reinpfeifst, ist der durchblutungsfördernde Effekt des Sports auf das Gehirn schon mal hin
Natürlich gehört eine vernünftige Ernährung dazu, aber das schließt auch ein, dass man nach dem Training seinen Bedarf an Kohlenhydraten und Eiweißen deckt. Die Erklärung dazu findest du weiter oben.
Fasten ist eben noch eine zusätzliche Maßnahme und manchmal auch die einzige praktikable,
Das muss ein sehr merkwürdiger Lebensstil sein, bei dem man kein Sport und keine Entspannungstechniken anwenden kann, fasten aber schon. Gesund wird dieser Lebensstil mit großer Sicherheit nicht sein.
wobei ich hier mit Fasten immer noch den kurzen Nahrungsverzicht (nicht über 10 Stunden) bezeichne.
Das hat aber, wie ich ja schon einwandfrei dargestellt habe, kein Fasten. Also kannst du die theoretisch positiven Effekte, die womöglich dem Fasten zugeschrieben werden können, getrost vergessen. Auf dein Pseudofasten treffen diese nicht zu.
Der Effekt des Nahrungsverzichts tritt schon in kürzester Zeit ein, ob man das nun Fasten nennt oder sonstwie. Rauskommen tut jedes mal das Gleiche. Sobald der Körper "merkt" dass der Glukosespiegel zu niedrig ist, schüttet die Nebenniere Adrenalin aus, wodurch der Abbau des in der Leber befindlichen Glykogens gefördert wird. Außerdem wird durch die Adrenalinausschüttung der Sympathikus in den ergotropen "Modus" versetzt.
Ich habe das Fasten z.B. in der Schule sehr erfolgreich gegen Müdigkeit bzw. Schlafmangel einsetzen können. Es hat auch nichts mit einem "merkwürdigem" Lebensstil zu tun, wenn man dann nicht dazu Bereit ist in der Pause joggen zu gehen oder auf dem Klo autogenes Training betreiben zu wollen.
Es hat auch nichts mit einem "merkwürdigem" Lebensstil zu tun, wenn man dann nicht dazu Bereit ist in der Pause joggen zu gehen oder auf dem Klo autogenes Training betreiben zu wollen.
Doch, genau das ist dieser merkwürdige und äußerst ungesunde Lebensstil, der auf falschen Weisheiten bezüglich irgendwelchen Wundermethoden wie dein "Turbofasten" beruht. Interessant wären natürlich mal die wissenschaftlichen Quellen, auf der du deine Aussagen stützt. Das liest sich nämlich alles nach pseudowissenschaftlichen Halbwissen. Ich kann zumindest die physiologischen Effekte, die du beschreibst, nicht nachvollziehen.
Wer sagt denn, dass du auf der Pause joggen oder auf dem Klo autogenes Training betreiben musst? Wenn man gesund leben will, geht es um langfristige Effekte, nicht um den schnellen Kick, den du dir wohl damit versprichst. Trotzdem kann man, wenn man das autogene Training beherrscht, den positiven Effekt innerhalb weniger Sekunden in einer absoluten Stresssituation abrufen und damit sogar zusätzlich noch diesen schnellen Kick erreichen, wenn man es braucht. Dann kann man auf solch ungesunde Ernährungspraktiken verzichten.
Das Wissen, worauf ich meine Aussagen stütze, stammt zum einen aus dem Biounterricht, zum anderen aus dem Internet und ist eigentlich ziemlich trivial, weswegen mir nicht klar ist, was du an den Erklärungen nicht nachvollziehen kannst. Ich verzichte ganz bewusst darauf, das ganze auf Molekularebene zu beschreiben, da dies den Rahmen sprengen würde und der Anschaulichkeit kein bisschen zuträglich wäre.
Wenn man nach langfristigen Effekten geht, kann man auch gleich ausreichend schlafen; da dies aber nicht immer möglich ist, werden eben solche Methoden erforderlich, die aber langfristige Maßnahmen keineswegs ausschließen. Ich treibe jeden Tag mindestens eine Stunde Sport, ernähre mich gesund und mache auch - wenn es die Umstände erfordern - autogenes Traning. Dennoch komme bzw. kam (mit der Schule zumindest bin ich erstmal fertig) ich ab und an in eine Situation, in welcher ebender "schnelle Kick" notwendig ist. Und autogenes Traning ist zum erreichen eines Kicks ohnehin kein bisschen hilfreich.
Nun, du kannst gerne noch einmal erklären, wie ein kurzfristiger Ausstoß von Adrenalin Schlafstörungen beheben soll oder sonst irgendwelche langfristige, positive körperliche Effekte erzielen soll.
Wenn du täglich Sport betreibst, ist deine Ernährungsweise absolut kontraproduktiv, da du deine Glykogenspeicher leer fährst und damit deine körperliche Leistungsfähigkeit extrem verminderst.
Noch einmal kurz zum autogenen Training: Wenn du damit keine kurzfristigen Effekte erzielen kannst, machst du es falsch oder noch nicht lange genug. Wie gesagt wirkt es - richtig durchgeführt - auch in absoluten Stresssituationen innerhalb von Sekunden. Da du aber schreibst, dass du es nur "wenn es die Umstände erfordern" durchführst, machst du es natürlich falsch, denn wie beim Training im Sport ist eine regelmäßige Ausführung sehr wichtig.
Für mich stellt sich jetzt noch die Frage, wie du darauf kommst, dass dein "Turbofasten" die positiven Effekte erzielt, während du ja andere und nach allen wissenschaftlichen Erkenntnissen viel effektivere Methoden zum Erzielen dieser Effekte anwendest? Wie kommst du darauf, dass nicht der tägliche Sport und das autogene Training dafür verantwortlich sind, dass deine Schlafstörungen beseitigt werden?
Die Fragen darfst du gerne als rhetorische Fragen mit nehmen. Du brauchst hier nicht mehr antworten, wir sind sowieso schon viel zu weit vom Thema abgekommen.
MasterOers hat geschrieben:Der Effekt des Nahrungsverzichts tritt schon in kürzester Zeit ein, ob man das nun Fasten nennt oder sonstwie. Rauskommen tut jedes mal das Gleiche. Sobald der Körper "merkt" dass der Glukosespiegel zu niedrig ist, schüttet die Nebenniere Adrenalin aus, wodurch der Abbau des in der Leber befindlichen Glykogens gefördert wird. Außerdem wird durch die Adrenalinausschüttung der Sympathikus in den ergotropen "Modus" versetzt
Als ob Adrenalin das einzige Hormon ist, welches ausgeschüttet wird. Zumal der Blutzuckerspiegel in erster Linie durch die Gegenspieler Insulin und Glukagon reguliert wird, Adrenalin und Cortisol triggern sich gegenseitig hoch und tragen sicherlich zum Glykogenabbau, aber bei weitem nicht so stark wie Glukagon.
Der ergotrope "Modus" ist übrigens auch zweifelhaft: Adrenalin wird ausgeschüttet, das ist richtig, allerdings nicht der Leistungssteigerung wegen - was man annehmen könnte - sondern ist eher der Tatsache geschuldet, dass der Körper die Reserven mobilisieren möchte, um nicht plötzlich auf der Fußgängerzone umzukippen. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass beim Fasten weitaus mehr Vorgänge in Ganz gesetzt werden, von denen Adrenalin vielleicht den Startpunkt inne hat - bis hin zum Abbau körpereigener Proteine, die - wie man unschwer erraten kann - letztlich im Tod enden kann.
Dass nur Adrenalin an der Einleitung des Glykogen-Abbaus beteiligt sei, habe ich nie behauptet. Dennoch müsste Adrenalin das Hormon sein, das das ganze initiiert. Schon klar, dass dann Signalketten aktiviert werden und es zu den unterschiedlichsten Wechselwirkungen kommt.
Ansonsten solltest Du die Kirche im Dorf lassen: Der Tod durch Fasten tritt bei einem normalgewichtigem Menschen erst nach zwei bis drei Monaten ein. Von derart extremem Fasten war hier allerdings nie die Rede. Was den ergotropen Sympathikus-Tonus anbelangt, so kann der Körper mitnichten Überlegungen darüber anstellen, zu welchem Zweck er gerade Adrenalin ausschütten lässt. Dieser Mechanismus ist ein Produkt der Evolution und letztere hat genauso wenig wie die Hypophyse ein eigenständiges Bewusstsein.
Die Folge dieser Stressreaktion ist jedenfalls, dass der Mensch zum einen nicht gleich an Hypoglykämie verreckt, zum anderen, dass er dank des gesteigerten Sympathikus-Tonus in die Lage versetzt ist aktiv nach Nahrung zu suchen. Das ist auch der Grund, warum sich dieser Mechanismus in der Evolution erst bewährt hat.
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