Würdet ihr auch krummes Gemüse kaufen?

vom 09.03.2016, 20:45 Uhr

Laut Statistik wird ja etwa 40% an krummem Gemüse, wie etwa dieser Rettich, gar nicht erst dem Handel zugeführt, sondern einfach entsorgt oder als Tierfutter verwertet. Diese Zahl finde ich schon etwas alarmierend und vor allen Dingen auch unnötig. Findet ihr denn auch dass krummes Gemüse nur sehr schwer verkäuflich ist oder würde es euch auch nichts ausmachen, dieses zu kaufen?

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» mikado* » Beiträge: 2473 » Talkpoints: 581,11 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Mir würde das gar nichts ausmachen. Aus unserem Garten ernte ich auch so manche ungewöhnlich geformte Frucht. Beim Schälen kann es manchmal schwierig werden, aber meist schneidet man doch eh alles klein. Wenn man für ein Abendessen mit Gästen nur schönes, gerades Gemüse aussucht, ist das verständlich. Aber im Alltag stören krumme Zucchini oder Tomaten mit Beulen doch überhaupt nicht.

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» Bienenkönigin » Beiträge: 9457 » Talkpoints: 21,72 » Auszeichnung für 9000 Beiträge


Mich würde es auch nicht stören, wenn das Gemüse krumm ist. Es schmeckt genauso und wenn ich es an meinen Hasen verfütterte, wäre es ihm sicherlich auch egal. Ich glaube, dass krumme Früchte deswegen aussortiert werden, weil die nicht so gut stapelbar sind. Da passt nicht so viel in eine Kiste und die nehmen mehr Platz weg.

» Zitronengras » Beiträge: 8473 » Talkpoints: 70,60 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Ich habe auch absolut kein Problem mit krummem, doppelt angelegtem oder in sonst irgendeiner Form ungewöhnlichem Gemüse. Als wir früher in meinem Elternhaus noch selbst Gemüse angebaut haben, ist sicherlich nicht jede Gurke und jede Tomate nach europäischen Normen gewachsen. Dem Geschmack hat dies trotzdem nie geschadet, und manchmal konnte man sich bei der Zubereitung und Anrichtung der Speisen der ulkigen Form sogar gezielt bedienen. Außerdem macht es bei einem Auflauf oder einem Nudelgericht, für das sowieso alles zerhackt wird, keinerlei Unterschied, wie die Urpsrungsform ausgesehen hat.

Dass solches Gemüse bei uns meistens trotzdem nicht den Weg in den Handel findet, ist vermutlich wirklich durch Platz- und Transportgründe bedingt. Je gerader die Gurken, desto mehr bekommt man in eine Kiste, desto weniger Fahrten benötigt man zum Transport in die Geschäfte und desto mehr Umsatz und weniger Verlust wird gemacht. Es ist eben alles profitorientiert, und wie viele Lebensmittel dabei teilweise verschwendet werden, wird leider selten bedacht.

Allerdings habe ich kürzlich gelesen, dass es in Frankreich wohl einen Supermarkt geben soll, der ganz gezielt verformtes Gemüse an- und verkauft. Leider fällt mir der Name der Kette nicht mehr ein, aber ich fand das Konzept interessant und auf jeden Fall auch sehr sinnvoll. Eventuell zahlt man in diesem Supermarkt für die gleichen Produkte sogar weniger Geld, da die Ware etwas seltsam aussieht aber man erhält ja ebenso hochqualitatives und frisches Gemüse wie in einem herkömmlichen Lebensmittelgeschäft. Wenn solch ein Laden bei uns in der Nähe aufmachen sollte, würde ich definitiv vorbeischauen.

» MaximumEntropy » Beiträge: 4887 » Talkpoints: 770,88 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



Mir ist es so ziemlich egal, wie krumm ein Gemüse ist oder wie unperfekt auch immer Obst aussieht. Hauptsache ist doch, dass es nicht schimmlig ist, dass da keine Verletzungen wie Beulen oder aufgeplatzte Stellen sind, wodurch das Produkt schneller schimmeln könnte. Solange kein Schimmel dran ist, würde ich es trotzdem zubereiten und essen, sogar Gästen so servieren. Ich bin da nicht so pingelig. Schließlich kommt es auf die Qualität und den Geschmack an und nicht auf die Optik.

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» Olly173 » Beiträge: 14703 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 14000 Beiträge


Dass krummes Gemüse beim Transport nicht so praktisch ist wie gerades, ist ja klar. Aber wenn die Bauern die Hälfte ihres Gemüses wegwerfen müssen, müssen sie für die andere Hälfte mehr verlangen, um das auszugleichen. Da frage ich mich schon, ob es nicht letztlich doch günstiger wäre, auch krumme Gurken in Kisten zu verpacken und auszuliefern.

Ich denke, das Kaufverhalten spielt hier schon auch eine große Rolle. Wenn man die Auswahl hat zwischen geraden und krummen Gurken, wählen sehr viele Leute instinktiv, unbewusst oder auch im Nichtwissen über die Folgen dieses Verhaltens die geraden Gurken.

Das ist uns als Verbrauchern auch antrainiert worden. Ebenso wie Samstag abends noch frisches Brot im Laden zu erwarten. Einigen ist es bewusst, was das für Konsequenzen hat und immer mehr richten sich beim Kauf danach. Aber über viele Jahre war es eben eine Selbstverständlichkeit und wir haben uns daran gewöhnt.

Ich denke daher, dass sehr viele Läden gar kein krummes Gemüse kaufen würden, weil sie ihren Kunden den gewohnten Standard des geraden Gemüses bieten wollen, weil sie glauben, nur dies ließe sich auch verkaufen. Die Logistik spielt sicherlich auch eine Rolle, aber eben nicht die einzige. Ich hoffe aber sehr, dass die schon begonnene Entwicklung weiter so voranschreitet und wir mehr unperfektes Gemüse angeboten bekommen.

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» Bienenkönigin » Beiträge: 9457 » Talkpoints: 21,72 » Auszeichnung für 9000 Beiträge


Das ist eine Sache die ich absolut nicht verstehen kann. Ich habe mal gelesen, dass das vor ein paar Jahren bei Gurken sogar noch schlimmer war aber die Richtlinien sich mittlerweile wenigstens ein bisschen geändert haben. Mir wäre es egal wie krumm das Gemüse wäre solange es genauso schmeckt.

Was mir nicht egal ist sind hingegen die ganzen Schadstoffe die in Obst und Gemüse gepumpt werden und das hat nicht zuletzt die Ursache, dass sie nach einer bestimmten Richtlinie wachsen sollen. Natürlicherweise hat selbstangebautes Gemüse auch immer eine unterschiedliche Form, bis auf charakteristische Merkmale die natürlich meistens gleich sind.

Ich denke das ganze ist auch eine Frage der Anpassung und der Frage was eigentlich normal ist. Das Gemüse wie es jetzt im Supermarktregal liegt wird für uns als normale Form angesehen, entspricht aber oft nicht mehr dem Natürlichen. Auch wird für uns als normal angesehen, dass im Winter Gemüse aus dem Ausland importiert wird, welches man hier zu der Jahreszeit nicht essen könnte.

Würde man in Zukunft viele verschiedene Formen anbieten dann wäre es vielleicht in ein paar Jahren selbstverständlich die krümmere Form zu kaufen. Auch glaube ich, dass das eher ein Problem der jüngeren Gesellschaft ist, dass Gemüse perfekt aussehen muss. Meine Oma hat auch keine Probleme damit wenn zum Beispiel Möhren noch mit Erde beschmutzt sind, dies ist heute allerhöchstens bei Biomöhren der Fall, da sie sonst niemand kaufen würde.

» bambi7 » Beiträge: 923 » Talkpoints: 1,29 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Natürlich würde ich auch krummes Gemüse kaufen. Mir ist die Form des Gemüse im Grunde genommen egal, solange es frisch ist und keine sichtbaren Mängel hat. Krummheit ist für mich definitiv kein Mangel. Das Gemüse schmeckt ja genauso, wie wenn es eben gerade wäre. Das tut dem Geschmack ja keinen Abbruch und von daher ist mir die Form wirklich egal.

Ich finde es unglaublich schade, dass krummes Gemüse gar nicht erst in der Verkauf kommt. Es ist doch normales Gemüse, nur eben in einer anderen Form. Ich bin mir sicher, dass es die meisten Menschen gar nicht stört, wenn eine Gurke nun krumm ist. Sie schmeckt ja genauso, wie eine gerade Gurke.

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 29608 » Talkpoints: 26,62 » Auszeichnung für 29000 Beiträge


Das ist wirklich etwas, was mich sehr aufregt. Es ist einfach nur schlimm, wenn man Dinge ablehnt, nur weil sie nicht perfekt sind. Ich meine als Tierfutter ist das ja auch in Ordnung, da bekommen die Tiere wenigstens vernünftige Dinge, aber ich würde mich über krummes Gemüse im Supermarkt sogar freuen. Das, was es da zu kaufen gibt, finde ich wirklich teilweise zu perfekt im Aussehen und viele Dinge haben auch gar nicht mehr so den Geschmack, wie sie den haben sollten.

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» Ramones » Beiträge: 36209 » Talkpoints: 5,59 » Auszeichnung für 36000 Beiträge


Natürlich würde ich es kaufen, auch wenn es nicht so viel Rabatt geben würde. Es ist ja meiner Meinung nach nicht schlechter als die anderen waren, da es sich nur optisch etwas unterscheidet. In anderen Ländern, wie Ungarn zum Beispiel, legt man nicht wie hier so großen Wert auf das optische, da wird das Obst und Gemüse so verkauft wie es gewachsen ist und da meckert auch keiner. Ich denke mal, wir sind einfach nur etwas verwöhnt von dem ganzen Konsum und zählen dabei auch auf das optische und daher denke ich mal das man hier ohne Rabatt die waren schlechter verkauft.

» snoopydooh » Beiträge: 233 » Talkpoints: 0,06 » Auszeichnung für 100 Beiträge


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