Wie funktioniert Stressabbau bei Hektik?

vom 09.07.2019, 14:08 Uhr

Stress entsteht auch aus dem Alltagstrott und daraus, dass man sich von der Hektik manchmal von anderen Kollegen oder Mitmenschen mitreißen oder anstecken lässt, ohne auf sein eigenes Tempo zu achten und man nach einiger Zeit selbst merkt, dass man durch den Stress oft Dauerkrank wird.

Wenn ich mich gestresst fühle, versuche ich es durch Spazierengehen etwas runterzufahren oder ich hetze nicht zur Bahn, fahre dann eben mit der Nächsten. Für mich ist es wichtig Dinge zu tun, die einen begeistern, worauf man sich richtig konzentrieren kann und auch noch Spaß machen.

Bei der Hitze zurzeit, finde ich meine Ruhe im Schwimmbad, genieße es in der Sonne zu liegen, ein Buch zu lesen oder einfach in den Himmel zu schauen. Wie geht ihr mit dem Alltagsstress um, wie bewältigt ihr diesen und wie entspannt ihr?

» baerbel » Beiträge: 1287 » Talkpoints: 386,10 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Ich habe kein Patentrezept dafür, wie man in stressigen Situationen wirklich den Stress körperlich oder geistig abbaut. Wobei ich auch glaube, dass gerade in Hektik viele auch nicht immer mehr den Kopf frei haben, an ihren gestressten Zustand jetzt etwas zu ändern und damit wohl jede Hilfestellung bei einigen fast schon hinfällig wirkt. Das ist aber nur mein Gedankengang.

Ich probiere zum Beispiel in sehr hektischen Situationen, die auch sofort körperlich durch Pumpen und Rasen des Körpers bemerkbar sind, tief ein und auszuatmen. Damit konzentriere ich mich natürlich auch darauf und merke zum einen, dass ich entspannter werde und die körperlichen Reaktionen des üblen Stresses weniger werden. Vielleicht hilft es auch anderen?

Vielleicht wäre auch ein Schlüsselanhänger, woran gefummelt werden kann, manchmal eine Hilfe, um seinen Stress umzuleiten? Es wäre ebenso denkbar, auf Kaugummi zu kauen, weil dies auch für viele stresshemmend ist und ich mir vorstellen kann, dass dies einigen hilft.

Je nach stressiger und hektischer Situation, spiele ich auch gerne mit ein zwei Fingern herum. Klingt wirklich seltsam, aber dann tippse ich jede Fingerspitze mit dem Daumen an und das wiederhole ich regelmäßig. Das mache ich im Übrigen auch, wenn ich das Gefühl habe, dass ich gleich verbal vollkommen entgleise oder es sogar je nach Situation körperlich zur Sache gehen könnte. Das beruhigt mich durchaus.

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» Kätzchen14 » Beiträge: 4936 » Talkpoints: 0,74 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Das frage ich mich auch schon seit langem. Ich halte überhaupt nicht viel von den ganzen Tipps und Tricks in Richtung "Meditieren in drei Minuten", "Minipausen im Alltag", "Entspannen, aber zack zack!" oder "Entschleunigen für Eilige". :roll: Für mich sind das alles Mogelpackungen, die vielleicht ein paar Spitzen entschärfen können, wenn der Blutdruck weiß Gott wo ist und die Hände zittern, aber die Idee von Stressabbau besteht ja gerade darin, Stress und Druck herauszunehmen, und nicht durch billige Psychotricks die Illusion von Kontrolle zu erzeugen.

Ich bin zwar schon auch der Meinung, dass es helfen kann, wenn man besagte billige Psychotricks auch anwendet und beispielsweise morgens im Zug entspannende Musik hört oder in der Mittagspause einmal um den Block trabt oder auf dem Heimweg sich an den Blumen am Wegesrand erfreut. Man muss es ja nicht aktiv noch schlimmer machen mit dem Stress.

Aber langfristig bin ich der Meinung, dass diese Hauruckmaßnahmen zum Stressabbau das Unausweichliche nur hinauszögern, wenn man seinen Lebenswandel nicht anpasst, sondern darauf hofft, dass die fünf Minuten hier und da und die drei Tage Wellness im Bayerischen Wald die Überbeanspruchung von Körper und Psyche schon irgendwie ausgleichen werden.

Das geht eine Zeitlang gut, aber wenn der Stress nicht nachlässt, kommt irgendwann die Quittung in Form von psychischen Krankheiten oder auch körperlichen Notbremsen vom Herzinfarkt über das Magengeschwür bis zur Bandscheibe, die dich dann zwingen, Stress abzubauen. Ich will gar nicht leugnen, dass es in jedem Leben stressige Phasen gibt, und dass manchmal der Tee am Morgen die einzige Pause des ganzen Tags darstellt, aber manche Leute setzen sich auch selber ständig unter Dauerstrom und legen es absichtlich darauf an, immer etwas zu tun zu haben, obwohl es die Hälfte der Zeit gar nicht nötig ist.

» Gerbera » Beiträge: 8267 » Talkpoints: 1,82 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



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